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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
Entstehung
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20
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Anlaß, welche seine Ueberzeugung von der Nothlveii-digkeit einer völligen, zum Unglück der Menschen so-lange verkannten, Gewissensfreyheit stärkten. SeineAbhandlung wurde, weil ihr Inhalt ganz neu war,stark aufgekauft , und ein Bürgermeister zu Utrechtbot dem Verfasser im Bnchladen, wo sie verkauftwurde, die Hand mit den Worten: Duallein denkstin Holland frey über die Freyheit. Bald darauf deckließ Escher die Universität, wo er seine Feit so nütz«lich zugebracht, und sich durch seinen Fleiß bey denProfessoren so beliebt gemacht hatte , mit schweremHerzen. Am meisten kostete ihn der Abschied von demProfessor von Vries, dem seine Dankbarkeit keineGeschenke aufdringen konnte, und der behauptete,daß ihn Escher durch die Verkürzung seiner langenWinterabende genug belohnt habe. Nachdem er inHolland noch einige Städte und verschiedene Ge-kehrte besucht hatte, unter welchen besonders der be«rühmte Bayle sich sehr freundschaftlich gegen ihn be-wies, schiffte er sich im März des Jahres 1697ebstseinem Freund Cramerzu Helvoetsluis nach Englandein. Sie langten glücklich zu Harwich an und fuh-ren sogleich nach London, wo Lord Gallvwai*),ein vertrauter Freund von Eschers Vater, sie demKönige Wilhelm von Oranien vorstellte, welcher sichsehr gnädig mit ihnen unterhielt. Hieraufwurde Escher

«) Von diesem Lord Gallowai sagt Hr. v. Rulhleres, der Verfas-ser der im 1 .1788 in den Druck gegebenen llciairLiffemcnsiMorigueü lur les calllso ile la revocation gs 1'eclit <!e dlan-tes Lc. "Leüls >!e Ruvign;'( klenixotcntiaire <Ie k'rance aI,onc!>es xoin'le« i'lus imporwntes nezoemticms en 1676)^ kuMoputs c;enLi'al das krotskanz a la cour par le ekoix ilu»Koi tL Levit sans In üiitr urilement les gnglols lour Is num >ls l.orä Lailcivai."