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gut finden würden , in das Appenzellerland selbstreisen sollten. Ucberhaupt lag es in den Gesinnun-gen der Kantons , gegen keine von den beydenRegiernngen die geringste Vorliebe zu ausser», Mdvor allem aus eine gegenseitige so höchstnöthige Am-nestie zu befördern. Au dem ersten seiner Gesand-ten nach Frauenfeld hatte Bern Efthers vertrautenFreund, den Seckelmeister von Waktenwyl, er-wählt , und dieser Umstand stärkte Eschers Muthzu einer so gefährlichen Ncgoziakio».
In Frauenfeld traf man den izten Januar desfolgendeu Jahres (17z;.) zusammen. Nie Hartenso wol als die Linden hatten aus dem Mittel ih-rer Häupter zahlreiche Gesandtschaften dahin abge-ordnet, deren Betragen der Denkungsart und po-litischen Lage ihrer Prinzipalen völlig entsprach. DieAusschüße der Harten wollten keinerlcv Einwendun-gen Gehör geben, weil sie glaubten daß die Gegen-partei) durch ihre Gegenwart zu Lüftn das gesetz-liche Ansehen der daselbst gehaltenen Landsgemein-de anerkannt habe , und weil sie auf das freylichvon den Linden nicht zugestandene Recht der Mehr-heit Anspruch machten. Sie weigerten sich nebenden Deputierten dieser letzter» in der Sitzung derGesandten zu erscheinen , und sogar ihre Diener-schaft beschimpfte auf offener Strasse die Bedienten
„ denklichen Umstand, daß ein Theil des Magistrates es» mit dem mißvergnügten Landman hält, und seine Hanö-»kungen gleichsam oder völlig wider den schwächer« und„ leidenden Theil billiget , denselben nicht Einhalt thnt,» auch so gar bey Ehr und Eid verbietet sich um keinen frem-„ den Richter zn bewerben. Diesem Uebel abzuhelfen wird„ es schwer fallen gedeyiiche Mitte! gegen ein denwkrali-„ sches Volk zu erfinden.,,