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schössen Mitgegebnen Schreiben nochmals zur Be-herzigung empfehle. Dessen ungeachtet wurde den4 len Februar in Herisau erkannt, es solle der Schlußder letzten Landsgemeinde in Erfüllung gesetzt, oder,wie die Appenzeller sich ausdrückten, demselben dasLeben gegeben, und in künftiger Woche ein Male-st;-Gericht zu Trogen gehalten und die neue Regierrung eingesetzt werden. Zu d>esem Endzweck wollteman von Trogen ein sicheres Geleit begehren, imFall einigen Widerstandes aber mit gewafneterHanddaselbst einziehen. Alles dieses überschrieben diegeängsteten Trogemcr Mit der Versicherung nachFrauenfeld, sie seyen zur Annahme einer Amnestie,in so fern dadurch die mit der Anrufung des eidgernößischen Rechtes verbundenen Vortheile nicht gerschwächt würden, ganz bereit, und baten bringendum Hülfe. Man erwiederte, sie sollten auf jedeForderung ihrer Gegner bloß antworten ; das Ge-schäft liege gegenwärtig in den Händen der evan-gelischen Seßion, welche durch die in Frauenfeldgewesenen Abgeordneten eine Erklärung über ihreVorschläge zurückerwarte, und darum müßten füreinmal bevde Theile ruhig bleiben.
Unterdessen wurde von dem Stand Bern den übri-gen L. Orten vorgeschlagen, daß man den Nutzendes 8zsten §., in Hinsicht besonders auf die refor-mierte Religion, dem Kanton Apvenzell in einemausführlichen Schreiben nochmals vorstelle, zugleichaber die überschriebnen Gründe durch die Gesandt,schaften selbst iu Herisau nachdrücklich unterstützenlasse. Esther mußte, um der Berathschlagung seinesSouveräns über diesen Antrag beyzuwohnen, nachZürich reisen, und kam den roten Februar mit neuendem bernerischen Vorschlag gemäße» Verhaftungsbe-fehlen nach Frauenfeld zurück. Noch vorher hatten
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