SÜÜÜÜSS! l6y
der Bitte antworten konnten, man möchte ihnendoch zu Hülfe eilen.
Wirklich standen die, zum Trost der alten Obrig,keit, in St. Gallen zurückgebliebnen Gesandten ,Statthalter Hirzel von Jürich und Nenner Tilliecvon Bern, in beständiger Erwartung kriegrischerAuftritte, und unterhandelten deswegen unaufhörlichMit beyden Parteyen besonders mit den bedräng-ten Linden. Diese sandten bald alle Tage Depu-tierte nach St. Gallen, wo man sie immer ermähnteauf guter Hut zu seyn, aber sorgfältig sich allerThätlichkeiten zu enthalten. Dennoch entstand IN demFlecken Gais, wo beyde Regierungen ihre Anhän-ger hatten, nicht nur ein heftiger Streit über dieKirchenrechnung, deren Abnahme die neuen Rätheforderten, die alten hingegen bis nach der nächstenLandsgemeinde verschieben wollten , sondern sogarein blutiger Auflauf. Beyde Faktionen.erhieltenaus den benachbarten Gemeinden Hülfe, und manschlug sich, .bald .mit geballter Faust bald mit Prü-geln , so heftig, daß viele verwundet, aber nie-mand erlchagcn wurde. Endlich zogen die Lindenden kürzern,, wozu ein Prediger, der mit einem Prü-gel bewaffnet seine Pfarrgenosscp gegen dieselben an-führte , durch List vieles beytrug. Hierauf entwaff-nete der Sieger die Ueberwundnen, und plünderteihre Keller und Scheunen. Nunmehr ergriffen bey-de Theile ihre Feuergcwehre, und versammelten ihreMannschaft, die Harten zn Tüfen-, die Linden theilszu Trogen theils im Speicher, wo sich nach undnach beynahe zooO. bewaffnete Männer Anfanden,und unter Aufsicht eines auf der Stelle ernanntenKriegsrathes Vertheidig»«,gsanstalten machten. Seyes daß die Miliz zu Lüftn sich der besser geübten i»Trogen nicht gewachsen glaubte, oder daß die trift