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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
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daß bald einige neue Auflagen eingeführt werden muß-ten. Die-e Abgaben wurden nach und nach theilsauf die Lebensmittel, z. B. das Mehl/das Fleischund den Kaffee, theils auf das Leder, das gestern-polte Papier und die Spielkarten gelegt. Solchesthat der Magistrat, den Grundgesetzen nicht gan;gemäß, ohne die Einwilligung der Volksversamm-lung ( Lonseil Sonera!) verlangt zu haben, undnahm zugleich grosse Geldsummen auf; worüber dieBürgerschaft sebr unwillig wurde. Wirklich wardieses Verfahren die nächste Veranlassung zu demhartnäckigen und langwierigen Souveränitätsstreitder Volksversammlung mit den Rathskollegien, wel-cher im Jahr 17^4. zum Ausbruch kam.

Aber die wahren Ursachen dieses Streites lagentheils in der heftigen Erbitterung gegen den Magi-strat, welche nebst dem unversöhnlichen Haß vielerFamilien wider einander aus den blutigen Auftrit-ten im Jahr 1707. entstanden war , theils in dem

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Der Akcienhandel in Paris, wo die Genfer hauptsäch-lich während der Regentschaft des Herzogs von Orleans An-tritt erhielten, brachte dem Staat vermittelst des Ehrschazes,einer Abgabe von der Verkaufssumme liegender Gründe,welche in Genf io Pro;, beträgt, grossen Vortheil; weiler häufige Glücks - und Unglücksfälle und dadurch zugleichveranlaßte, daß die Güter oft au andere Besitzer' käme».

») Dieser Haß wurde durch einige Anekdoten mit boshafterSorgfalt genährt. So erzählte man z. B. , ein gewisserSyndik habe, im Jahr 1707. als einer der Verschworn«!,mit Namen Lemaitre, an der Tortur seine Unschuld be-zeugt hätte, zu demselben gesagt» : avone ou n'»voi,s xnz,,, tu n'en fcrno x.i8 MVNI8 pencln. » Auch behauptete man,der nachmalige Svndik Markus Konrad Trembley, derals Ailditenr bey Lemaitres Anfknüpfung gegenwärtig ge-wesen war, habe, als der Unglückliche auf der Leiter zu