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Saöoyen zu erörtern geneigt schien/ mit Vorwisseiider Kommission / neue Nerhaktnirgsbefehle. Selt-samer Weise machte gerade um diese Zeit der Staats-minister Markis von Ormea in Turin dem genferi-fchen Residenten neue Hofuung zu einem Friedens-traktat. Dieses allein bewog den Genfer-Magi-strat / welcher immer den König einer Theilungder streitigen Besitzungen nicht ganz abgeneigt glaub-te/ feinen Deputierten die Fortsetzung der Negozia-tion aufzutragen. Uebrigens mußten Türretitt unbDüpan gegen das sardinische Memorial / und alleUnterhandlungen über die Unabhängigkeit ihrer Re-publik förmlich protestieren. Ferner verlangten sievon der Kommission die Erklärung / der Graf ha-be die Kantons keineswegs überzeugt, daß Savoyengegründete Ansprüche auf ihre Vaterstadt machenkönne. Auch wurde ihre Protestation gegen dieseAnsprüche den Listen Merz dem Protokoll einverleibt.
Bald hernach trug die Kommission einigen Mit-gliedern die Entwerfung eines neuen Vergleichs auf,darin das gegenseitige Verhalten in dem unver-tauscht bleibenden Theil der streitigen Besitzungen,bestimmt werde» sollte. Hierauf übergaben die bey-den Syndiks diesem Ausschuß, der den Auftraghatte, sich mit ihnen zu berathschlagen, aber auchsie zu mehreren. Nachgeben anzuweisen, auf Befehlihrer Kommittcnten, ein wcitlaufkiges Memorial.In demselben wurde eine Theilung der streitigenLändereyen vorgeschlagen , wobey Genf auf dieLandeshoheit beynahe ganz Verzicht thun, hinge-gen alle seine nutzbaren Rechte sich vorbehalten woll-te. Hierüber berieth man sich erst in der engern,hernach, auf Begehren der Genfer, in der weiter»Kommission, fand aber die Forderungen des Ma-gistrates grossentheils übertriebe». Endlich bracht