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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
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294
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gleichsvorfchlage anzuhören, und nach Hofe zu sen-de», ungeachtet ihm angezeigt wurde, daß manauf diesen Fuß die Negoziation nicht fortsetzen wer-de. Auf der andern Seite wollten Türretin uudDüpan nicht nur in keiner Rücksicht mehr nachge-ben, sondern begehrten überdies, daß man demletzten Friedens-Entwurf noch einige Bedinge zumVortheil von Genf einverleibe, und denselben un-mittelbar an den König gelangen lasse.

Bey so bewandten Umständen kam es nicht un-erwartet, als die Berner-Kommissarien, den ytenAugust, von der ganzen Lage der Sachen dem gros-sen Rath wirklich Bericht erstatteten. Des folgendenTags überreichte der sardinifche Gesandte ein anbeyde Stande gerichtetes Schreiben, wodurch derKönig ihn zurückberufke. Die Stadt Genf wurdedarin der heftigsten Begierde nach Erweiterung ihresGebiets, und des Starrsinns beschuldigt; die Kan-tons hingegen versicherte der König seiner Freund-schaft , und Dankbarkeit für ihre Bemühungen. Aufdieses Schreiben mußte die Kommißion, aus Auf-trag beyder Stände, eine Antwort entwerfen, wo-durch man die Unterhandlungen zu Bern, nicht 'aber die ganze Negoziation zwischen Savoycn undGenf aufheben wollte. In dem sorgfältigen Ent-wurf der Kommißarien wurde der König ersucht,die Fortsezung der Unterhandlungen auf eine gelegeneZeit zu verschieben, unterdeßen aber mit Genf guteNachbarschaft zu halten. Die Kantons genehmig-ten denselben wirklich, und das Antwortschreibenselbst wurde dem Grafen, welcher den Inhalt des-selben bey Hofe zu unterstüzcn versprach, durch 4.Kommißarien überreicht. Den Gesandten von Genfhingegen gab die Kvmmißron, auf ihr Begehren,eine schriftliche Versicherung, daß man ihre Prote-