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7. Nachahmende Gebehrden gebraucht der Schau-spieler grossentheis nur bey komischen Rolen. MitAbrechnung seltener Ausnahmen, sind sie beynaheganz umer der würde des Redners.
II.
Tanz.
1. Der Tanz, wie Musik und Poesie und baldjedes Werk der schönen Künste, entsteht ursprünglichaus innerm Trieb der Natur. Nicht jede poeti-sche Ergiessung aber ist sogleich auch ein Gedicht;nicht jede Folge von Tönen ein Gesang. Eben sonicht jeder Ausdruck durch Gang und Gebehrden einTanz. Zu diesem wird, wie zu jenen, Einheit imGanzen, mit abgemessener Bewegung, erfordert.
2. Schon die abgemessene Bewegung oder desRhythmus allein hat etwas Gefälliges , wie allesMannigfaltige in Einem. Durch entsprechende Tö-ne wird es verstärkt. Weit leichter nämlich ver-nimmt das Ohr alles Abgemessene und Metrische >als z. B. das Auge.
Z. Wenn aber die abgemessene Bewegung über-liest den Charakter irgend einer Empfindung aus--rükt, so wird der Tanz erst recht zu einem Werkdes Geschmacks.
4. Vor andern Werken der Künste haben Tanzund Gesang dieses voraus, daß wir uns dabeynicht bloß leidsam, sondern selbstthätig verhalten.
5. Man theilt die Tanze in zwo Hauptklassen ein,in die gemeinen oder Gesellschaftlichen Tänze,und in die theatralischen Tanze.