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Leonard Meisters ... Hauptumriss der ältern Völkergeschichte : nebst kurzer Einleitung in die schönen Künste und Litteratur
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6. Jene find zum gesellschaftlichen Vergnügen er-funden. Sie kommen darin überein, daß zwo odermehr Personen gemeinschaftlich , nach einer Melo-die, und in bestimmten Figuren, ihren Körper undihre Gliedmassen tacktmäßig bewegen. Sie habenin der Tanzkunst den gleichen Rang, wie in derTonkunst die Lieder.

7. Ausser den Tänzen, an welchen mehrere Per-sonen Antheil nemmen, giebt es auch Solotänze.Diese haben einen bestimmter» und höhern Charak-ter. Wenn wir jene mit dem Liede, so könntenwir diese mit der Dde vergleichen.

8. Wenn der Tanz ein allgemeines, gesellschaft-liches vergnügen seyn soll, so muß er auch leichtzu lernen, er muß von Ziererey und von allzukünst-lichen Bewegungen frey seyn. Hierbey hat es glei-che Bewandtniß wie mit der Musick. Wer die Kunstnur zu seinem Vergnügen treibt, würde sich nichtsehr empfehlen , wenn er so viele Zeit und so vielKräfte darauf verwendete, als der gedungene Vir-tuos auf der Bühne.

III.

Theatralische Tanzkunst.

1. Wenn man ohne Worte, bloß durch Gebehr-den und Bewegungen des Leibes eine ganze Reyheund Verbindung von Gedanken ausdrüken will , sogeschieht es durch die theatralische Tanzkunst. Die-se giebt ein schönes Gemählde von menschlichen Lei-denschaften und Handlungen. Man heißt sie auchpantomimische Tanzkunst. Ihr stummes Spiel wird