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würdige Umstände auszeichnen. Die Quellen, wor-aus er vorzüglich schöpft, sind: i. Die heilige Ge-schichte. 2. Die Fabellehre. z. Die weltliche Ge-schichte 4. Die täglichen Verrichtungen und Vor-fälle des Lebens. 5. Allegorien.
V.
Bildhauerkunst.
r. So wie die Mahlerkunst die Figuren auf einerebenen Fläche mit dem Pinsel darstellt, so machtdie Bildhauerkunst die ihrigen mit dem Meißel, er-hoben und geründet, von Stein , Holz, Metall,oder gießt sie in Erz. So vollständig und so vie-les ahmt sie zwar nicht nach, wie die Mahlerkunst,Weit dauerhafter hingegen ist ihre Arbeit.
2. Ein Bildhauer würdechie Gränze seiner Kunstüberschreiten, wenn er den Stein allzudünne aus-arbeiten wollte. Er haut keine zarte Schnur, kei-ne einzelne Kornähre aus. Einerseits würde erdoch nicht vollkommen täuschen, anderseits würdesein Werk an Dauer verlieren. Was aber feinscheint, und gleichwol dauerhaft ist, verdient seinBestreben. So z. B. eine Bildsäule in nassem Ge-wände , wodurch gleichsam die Gliedmassen durch-schimmern.
z. Gefärbt oder nach dem Leben gemahlt darfdie Bildsäule nicht seyn. Wir reden itzt nicht da-von , ob sie nicht vielmehr für das Gefühl als fürdas Auge gemacht sey: aber immer bleibt doch dieTäuschung lächerlich und ekelhaft/ die man durchFleischfarben und andere Künsteleyen hervorbringen
will.