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Leonard Meisters ... Hauptumriss der ältern Völkergeschichte : nebst kurzer Einleitung in die schönen Künste und Litteratur
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ftube aussieht, so darf auch ein Frauenzimmer an-ders in dieser als in jenem gekleidt seyn. An jedemOrt und zu jeder Zeit aber muß man beyde Extre-me , auf der einen Seite Schwulst und Theater-schimmer, auf der andern Seite Nachläßigkeit undUnreinlichkeir gleich sorgfältig vermeiden.

Gartenkunst.

1. Was die Natur Schönes in ganzen, weitlaufttigen Gegenden , in Hayn und Flur, auf Bergenund in Thälern zerstreut hat, das vereinigt dieGartenkunst in einem gegebenen, engern Raume.Sie muß es aber mit Geschmack thun ; dieß ge-schieht , wenn sie nichts zur Unzeit oder am un-rechten Orte anbringt. Eine Grotte z. B. mußnicht an einem Parterre, ein dunkeler Busch nichtvor einem Hauptgebäude angebracht werden.

2. Auch hier ist das grosse Gesetz Uebereinstim-mung und Mannigfaltigkeit. Mannigfaltigkeit,in wiefern das Offene und das Verschlossene, dasHelle und das Dunkele, das Wilde und das Ange-baute , Erhöhung und Vertiefung, Land und Was-ser, Ordnung und anscheinende Unordnung einan-der wechselweise erhöhen. Uebereinstimmung, inwiefern alles zusammen ein Ganzes ausmacht.Der Plan des Ganzen gefällt aber nicht lange,wenn er zu leicht überfehn wird. Zu bald ist als-denn das Auge gesättigt und mit Ungedult sucht esneue Aussichten Gärten von lauter geraden undwolgecbneten Gängen; Hecken, die, wie Mauren,gerade und glatt geschnitten sind ; Parthien , dienach der Art der Zimmer und Säte in Gebäuden