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Leonard Meisters ... Hauptumriss der ältern Völkergeschichte : nebst kurzer Einleitung in die schönen Künste und Litteratur
Entstehung
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und Der. Iener ist allgemein und unbestimmt,dieser bestimmt und einzeln. Die lateinische Spra-che ersetzt den Mangel der Artickel theils durchPronomen, theils durch Umendungen oder Ab-fälle des Nennworts. Welch ein Vortheil hingegenfür unsere Sprache, die, je nach Beschaffenheit derUmstände, den Artickel braucht oder nicht braucht ?Beydes sagt sie: » Tugend ist Weg zu Glückselig-» keit. Oder: die Tugend ist der Weg zu der Glück-» seligkeit. » Weit weniger ausschliessend und be-stimmt aber ist der Satz im erstem Fall als indem letztem.

Wortfall oder Casus.

Wortfall oder Casus heißt man die Abänderungentweder der Vorsylben oder gemeiniglich der End-sylben in dem Nennwort.

Wenig hilfts noch dem Kind oder dem Wilden,für die Dinge, z. B. Mensch, Baum, Fluß u. s. w.nur überhaupt Benennungen zu haben. Erst durchdie Biegung oder Sylbenänderung dieser Benen-nungen lernt es, auch die Veränderung der Dingeselbst, ihr Verhältniß und ihre Verbindung zu zeigen.

Je merklicher und zahlreicher in einer Sprache dieCasus oder Wortfälle sind , destoweniger bedarf sieeinerseits jener einsylbiger Vorsetzwörter und über-haupt bekömmt sie durch die Länge und den Wech-sel der Endungen mehr wolklang, anderseitswird sie auch desto fähiger theils zu Inversionen,theils zu freyerer Wortfügung.

Der Nominativ oder der Nennfall zeigt denGegenstand an.