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Lydken, jetzt Natolien in Kleinasien, war erstunter seinem letzten König Crösus mächtig gewor-den. Dieser erstreckte seine Herrschaft von dem ägei.schen Meere (jetzt Archipel.) bis an den Fluß Ha-lys. Vor der Unternemmung des Krieges gegenden Cyrus fragte Crösus das Orackel zu Dtlphenum Rath. Es gab ihm die zweideutige Antwort:„Wenn du über den Halys setzest, so richtest du„eine grosse Macht zu Grund,,. Unbestimmt also,„ ob eine fremde oder die seinige. Er wurde besiegtund gefangen. Bey seiner Verurteilung zum To-de , rief er mit bedenklicher Mine : O Solon , oSolon'. — Cyrus wollte die Ursache dieser Ausrufungwissen, und Crösus sagte : Einst hatte der griechi-sche Weise den Ausspruch gethan, daß niemandvor seinem Tode sich rühmen könnte , ein glückli-ches Leben genossen zu haben. Dieser Warnungerinnerte er sich nunmehr in dem Augenblicke desTodes. — Gerührt hierüber , schenkte Cyrus demCrösus nicht nur das Leben , sondern auch dieHerrschaft über Sarce in der susianischen Provinz.
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Indem Cyrus seine Eroberungen fortsetzte, em-pörten sich die Lydier während seiner Entfernung.Von neuem bezähmte er sie. Muth so wol alsMacht zu neuem Aufruhr schwächte er bey ihnendadurch, daß er sie der Streitrosse und Waffenberaubte und sie ausschließend zu den weichlichstenBunstgewerben verurtheilete. Die Lydierinnenverkauften, wie Herodot sagt, in der Jugend ihreGunstbezcugungen, und mit dem erworbenen Gel-