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Delta, zu einem der fruchtbarsten Lander. Es be-kam Ueberfluß an Gartenfrüchten und Getratde.Nunmehr durch die Fesseln der Meßkunst gebun-den, ist der Nilstrohm eben so wolthätig, als ervorher verderblich gewesen. Mit seinem Schlammdünget er den Boden so, daß ein Acker in einemJahre drey bis viermal verschiedene Früchte her-vorbringt.
Auch den Handel beförderte dieser Strohm, in-dem er die Städte Aegyptens unter einander, unddas rothe Meer mit dem mittelländischen verei-nigte. Die beyden vornemmsten Arme des Nils,die noch heut zu Lage von einiger Erheblichkeitsind, bestehen aus dem Arm von Rosetta ( Ras-hid gegen West,) und den Arm Damietta gegenOst. Wenn der Fluß zu hoch anlief, so wurdenseine Ueberschwemmungen verderblich. Aur Vor-beugung grub daher der König Möeris einen See,der seinen Namen trug. *) Vermittelst verschiede,ner Schleusten und Kanäle konnte man die Wasserdes Nils in das Meer hinein oder aus demselbenHerausleiten lassen, je nachdem die Ergi.ssung zurBefruchtung des Bodens entweder hinreichend waroder nicht. Pomponius Mela giebt dieser künstli-chen See zwanzig tausend Schritte im Umfang.
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Noch von einer andern Seite war der Nilstrohmsehr wolthätig für die Aegypter. In demselben wuchsder Papyrus, eine Wasserpflanze, in so grosser
*) S. Herodvts Euterpe und Diodrr B. 1.