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Leonard Meisters ... Hauptumriss der ältern Völkergeschichte : nebst kurzer Einleitung in die schönen Künste und Litteratur
Entstehung
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Menge, daß Caßiodor es mit einer Waldung ver-gleicht. Für die Einwohner diente sie zur einträg-lichsten Aerndte. Sie benuzten dieses Schilfrohr aufauf allerley Art, zu Bändern und Riemen, zu Licht-dachten , zu Schuhen, zu Decken. Arme Leutemachten daraus ihre Kleider. Nach dem Zeugnißdes Dioscorides und Plinius war der Papyrusüberdieß ein Heilkraut, und sein Saft ein Mittelzur Nahrung.

Die Haut des Papyrus, Bibel oder philyriagenennt, diente zu Schreibmaterialien. Pliniusberichtet nach dem Varro , man habe das Pa-pier erst unter Alexander dem grossen zu diesemGebrauch angewendt: allein er selbst widerlegt dieMeynung des Varro, indem er einen alten An-nalisten anfuhrt, nach dessen Bericht TerentiusScriba, als er auf dem Janikul graben ließ, in ei-ner steinernen Kiste die Schriften des Numa ge-funden. Diese Schriften waren auf Papyrus ge-schrieben und vermittelst Cederöls vor der Faulnißverwahret. Wenn auch diese Anekdote noch so zwei-felhaft seyn mag, so hat man doch andere Bewei-se, daß der Handel mit dem Papyrus schon lan-ge vor Alexander» beträchtlich gewesen, obschonfreylich die Zeit seiner Entstehung nicht genau be-kannt ist.

Diejenigen Völker, welche vom mittelländischenMeere entfernt waren, bedienten sich zum Schrei-ben der Häute zwischen dem Holz und der Rindeder Säume, und darum hiessen solche SchriftenBuch oder leider. *)

*) S. Kampfer Lupxlem. tur Geschichte pon Japan.