erstes Kapitel. -8;
ober plötzlich verlieren muß. D" um sagte der Herzogvon Guise, wozu ich mich in einer Viertelstunde nichtentschließe, dazu entschließe ich mich nicht in meinemganzen Leben.
Man darf also gar nicht alt seyn, um in einer Kunstgroß zu seyn, die mehr Genie als Zeit fodert. Werin seinem dreißigsten Jahre kein guter Minister, keinguter General, kein guter A^zt ist, wird es nie.
Die Jugend und das mitlere Alter haben in Absichtauf das Genie unläugbare Vorzüge. Noch ist derGeist von der Last der Vormthcile frey. Bereit dasWahre zu sagen und das Gute zu thun, es sey altoder neu, einheimisch oder fremd, ist ein Jünglingder erste, der den gebahnten Pfad zn verlassen hervor,tritt. Des Neides durch die freudigsten Hoffnun-gen unfähig, zur Untersuchung und zum Nachdenkendurch die reinste Ehrbegierde angeflammet, glüht ervoll Sehnsucht seine Gaben in dem Dienste der Men-schen thätig zu sehen. Seine Seele hat die meisteStärke, die stärkste Wirksamkeit, ihr Feuer brenntgleichförmig und während, nicht mehr mit betrügen-dem Lichte, nicht mehr mit abwechselndem Ungestümm.Er schaut in die Tiefen der Wissenschaften, wie einjunger Adler in die Sonne. In der Unermeßlichkeitder Dinge kennt seine Kühnheit keine Hindernis, seineHoffnung keine Grenzen.
Äoung sagt, grosse Geister kommen aus der Handder Natur, wie die Pallas aus Jupiters Kopf, in ih-rer vollen Grösse und Reife. Lorenz von Medicts,Johann de Witt, Seignelaj, Temple, Richelieu,Alberyni, wurden auf einmal Staatsmänner. Leno-Phon , Phocion, Alexander, Pyrrhus, Hannibal,Scipio Afticanus, Lucullus, Pompejus, Cäsar,Germamcus, Iulianus, Spinola, Gustav Adolph,Eoude, Türenne, Carl der Zwölfte, Eugemus,derKh-