Caffterl.
Margaretha Ehemann. Academia Clementina. 1 °. s.
x. 100.
Caffa (Melchior) Siehe Cafa.
Caffieri (Joh. Jacob) ein italienischer Bildhauer;arbeitete um 1760. zu Paris , wo er Professor ad-junctus der königlichen Academie war. Er verfertig,te zwo steinerne Statuen das Wasser und die Luftvorstellend, zu Auszierunq der Vorderseite an demneuen Münzhause. Almanach des beaup Arts.
-(Philipp) ein gefchikter Künstler in aller-hand kostbarer Tischlerarbeit. Er blühete um 175°.,u Paris, und ahmte den berühmten Boule nach.
Cagliari. Siehe Caliari.
Cagnacci; ein Spottname von Guido Canlaßi.
Cagnana, oder Caniana (Joh. Baptist) ein ge-schikter Ebenist von Alfano, einem Fleken nahe beyBergamo. Verfertigte sehr schöne eingelegte Arbeitin der Sakristey der dasigen St. Martinskirche. Erstarb um 1758. Lettere su la Pittura r. 5. P.2,;.
Cagnaroli. Siehe Cignaroli.
Caietano (Lndwig) ein besoldeter Mustvarbeiterder St. Markuskirche zu Venedig, in welcher manvier Figuren von seiner Hand siehet, die mit der Jahr-zahl rbezeichnet sind. Sansovino x-48. s.
Cailus. Siehe Caylus.
Caimo (Friedrich) mahlte in der Kirche S. S.Bernhardus und Blasius zu Mayland die Bekehrungder H. M. Magdalena, und in der Kirche St. Aga-tha den Martyrtod dieser Heiligen, nebst einigen an-dern Figuren auf frischen Mörtel. Er lebte um 1720.Siehe den Artikel I. A. Pianca. Latuada-
Cajo (Wilhelm) Siehe Kay.
Cairo (Ferdinand) gebohren zu Casalmonftrrato1606; lernte bey seinem Vater Joh. Baptist, der zu-gleich des Carl Cignani Lehrmeister war, und beyM. A. Franceschini, dessen schöne Manier und lieb-liche Färbung Ferdinand nachahmte; er verfertigteverschiedene Werke zu Bologne. Dieser Künstlermahlte 1704. nebst seinem Mitschüler Hiacynth Garo-falini das Gewölb der Kirche St. Antonius zu Bresciain drey Abtheilungen, bey welcher Arbeit MatthiasBenedetti die Verzierungen mahlte. Er ließ sich zuBrescia hauühablich nieder, und verfertigte viele vor-trestiche Gemählde. Guarienti.
-(Franz) gebohren zu Varese in dem Herzog-
thum Mayland um 1600; lernte bey Peter FranzMazzucchelli. Obgleich er in dem kräftigen Coloritseinem Lehrmeister nicht gleich kam, übertraf er ihn hin-gegen in der Zärtlichkeit. Diese Manier gefiel demHerzog Victor Amadeus von Savoyen so wohl, daßer nebst einem starken Gehalt ihn mit dein Ritteror-den St. Mauritius beehrte. Cairo hatte drey ver-schiedene Manieren; in der ersten folgte er seines Lehr-meisters starkem Colorit; die andere, welche er zuRom annahm, war etwas milder; die dritte sezte ersehr geschikt aus des Panl Veronese und Titians Ma-nieren zusammen : In dieser mahlte er vortrefliche Bild-nisse , welche für des leztern Arbeit angesehen werden.Er starb zu Mayland 1674. und ward in der Augu-stiner-Barfüsscrkirche begraben. Cotta, Bonaccina,Gregori, n. s. f. haben nach ihm in Kupfer gestochen.Sein Sohn Wilhelm mahlte die Tafel des hohenAltars in der Kirche St. Margaretha zu Casalmon-ferrato, und einige andre Arbeit. Er starb aber sehrjung 1682. Museo Fiorentino 1 .;. x. 21.
Caisotto ( Amadeus ) mahlte für die Kirche St.Pantalcon alle Scuole pie zu Rom, daS Bildniß die-ses Heiligen. Titi.
Calabrese, oder Calavrese (Joh. Peter) ein Mah-ler zu Rom um 1540; wird von Vasari in des Tad-deuö Zuccheri Lebensbeschreibung angeführt. — Wil-helm Ballet hat nach Aloysius Calabrese das Bildnißdes Kardinals Balneo in Kupfer gestochen.
-ein Beyname von Marc Cardiso, Nico-
luccio della Malrice und den Gebrüder Preti.
Calabresello; ein Beyname von Franz Parise.
Calaces oder Calades, ein antiker Mahler; verfer-
Calcagnt. irr
tigte kleine Tafeln, auf welchen er komische Gegen-stände vorstellte. Plinius I. c. ro.
Calam ( ) zween Brüder, von welchen män in
den konigl. Preußischen Schlössern schöne Tische voneingelegter Arbeit stehet. Sie hielten sich um 1770.zu Potsdam auf. M. Oesterreich.
Calamech (Andreas) ein gefchikter Bildhauer vonCarrara; lernte bey Bartholome Ammanati. Er ar-beitete zu Florenz, und verfertigte für das Leichenge-rüste des M. A. Bonarvti die Statue des Fleisses,welcher die Faulheit zu seinen Füssen gefangen hält.Andreas lebte um 1564. — Lazarus Calamech sein Ne-fe und Schüler; verfertigte bey gleichem Anlaase zweyStatuen, welche wegen ihren besonderen Stellungen,Geistund Lebhaftigkeit sehr gerühmt wurden. Vasari.
Calamis; ein berühmter antiker Silberarbeiter undBildhauer. Seine Arbeit wurde zwischen des Calonund des Miron's gesezt, indem er jenen übertraf,diesem aber weichen mußte. Man bewundert in sei.nen Werken die Zärtlichkeit und Zierlichkeit, beson.ders in dem unschuldigen Lächlen einer Sosandra. Erarbeitete in Elfenbein, Gold und Erzt. Dieser Künst.ler zeigte seine Gcschiklichkeit vornehmlich in Pferden.Plinius k.-)4. c. 7. und 1 . ;6. L ;.
Calandra (Joh. Baptist ) gebohren zu Vercellil;86; lernte bey Marcel Provenzale. Er arbeitetezu Rom wo er in der Kuppel der St. Peterskirchedie Bilder der vier Kirchenvätter nach den Zeichnun-gen von Johann Lansranco, Andreas vacchi,Carl Pellegrini und Franz Romanelli in Musiv-arbeit verfertigte. Auf gleiche Weise kopirle er nachJoseph Cssari den Erzengel Michael, welches Stükso vortrcflich gerieth, daß es eher gemahlt als inMusiv verfertigt zu seyn schien. Calandra erfand einMittel die Stifte, welche man zu Verfertigung derMusivarbcit gebrauchet durch einen festen Kütt dauer,haster zu machen, als bis dahin geschehen. Man hataber dieses Mittel in Rom, sint dem Anfange desXVlll. Jahrhunderts zu einer noch grösser» Vollkom-menheit gebracht. Er starb 1644. und ward in derKirche St. Maria trastevere begraben, allwo manseine Grabschrist findet, welche Galletti x> 121. auf.gezeichnet hat. Pascoli 1 .2.. p. 2).
Calandrino, oder Calandruccio; ein Beyname vonNozzo di Perino.
Calandrucci (Hiacynth) ein Mahler von Palermo;lernte bey Peter del Po und Carl Maratti. Er arbei-tete für verschiedene Kirchen zu Rom, und zu Turin,welche man mit Vergnügen betrachtet, weil man ba-nnn die vortrefliche Manier seines zweyten Lehrmei-sters wahrnihmt. Calandrucci ward in sein Vaterlandberuffen, um daselbst ein beträchtliches Werk auszu-führen. Er starb zu Palermo 1707. im 6>sten Jahreseines Alters. J.Vlondeau, B Fariat, B. Thivoust,u. s. w. haben nach ihm in Kupfer gestochen. SeinBruder Dominicus und sein Sohn Joh. Baptist wa-ren seine Schüler. Von diesem leztern siehet man Ge.mählde in Oel-und in Frescofarben in der Kirche St.Lorenzo in Borgo zu Rom. C. Maßi, I. B. Sintes,u. f.w. haben nach ihm radirt. Pascoli T. 2. p. zog.
Calau (Benjamin) ein chursächsischer Hofmahler;arbeitete zu Leipzig. Er erfand das punische oder eleo-dorische Wachs zu zerlassen, womit man die zarte,sten Gemählde mit dem besten Erfolge verfertigen kann:Nachdem dieses Wachs aufgelößt ist (ohne welchesman keinen Gebrauch davon machen kann ) läßt sichsolches mit allen Gattungen Oel oder Gummi nebstden beliebigen Farben sehr gut vermischen und gebrau.chen. Diese Mahlerey ist nach des Erfinders Mei.nung eben die, welche Plinius unter obbemeldtem Na,me anführt. Die Buchdruker, Buchbinder, Sattler,Schuster, Tischler u. s. w. können dieses Wachs zumGlänzen ihrer Arbeit gebrauchen. Er gab davon 1772.eine Schrift heraus und erhielt ein Monopolium die,ses Wachs in den königl. Preußischen Staaten zuverkauffen. Calau mahlte gemeiniglich Köpfe nacheignen Ideen.
Calavrese. Siehe Calabrese.
Calcagni (Anton) ein Bildhauer und Giesser vonRecanati; lernte bey Hieronymus Lombardi. Er ver-