Cörle.
fe Taftin, welche nachher gen Lisabon gebracht lviir-den. Es scheinet aus seiner Arbeit, daß er nach Tin-torct studirt habe. Johann lebte um 1660. und wirdvon einigen, wiewohl mit weniger Wahrscheinlichkeitfür Ccsars Bruder gehalten. Vclasco lW. 109.
Corte (Valerius da > ein Mahler zu Venedig;lernte bey Titian und legte sich aufdas Bildnissemah-le». Er arbeitete zu Genua, wo er sich vcrhcyra-tbete. Nebend odbemellem Cesar hinterließ er auchMarc Anlvn , einen vortreffiaien Zeichner. Valeriusstarb um 1580. im ;<-sten Jahre icincs Alters. So-tzrani s> r8).
Cortellinv (Hieronr^muS) ein vortrcflichcr Bild-hauer; arbeitete zu Bologne an dem Grabmahle desH. Domi.-ieus, an welchem auch Niclaus dell' Arcaund Alphons yon. Ferrara ihre'Kunst erwiesen hat-ten. Bumaldi/ M ssüü und Vasack kommen in derchronologischen Ordnung dieser Künstler nicht mit-einander überein. Guarienti.
-(Michel) ein Mahler zu Ferrara lebte um
r;oh, Guarienti.
Cortens ( ) ei» Abt und Kunstliebhaber; mahlteeine H. Cecilia für die Pfarrkirche von Anderlecht inden Gegenden um Brüssel; ein mittelmäßiges Ge-mähld. Voyage dc Descamps.
Cortesi; Siehe Courtois.
Cortoncse (Joh. Baptist) ein Mahler/ von wel-chem man in einer Kapelle der Kirche S. GiovanniCollavita eine Tafel findet, in welcher die H. Marianebst zweyen andern Heiligen abgebildet sind. Titi.
Cortynna (Ascan da) ein Bildhauer, von welchemman zu Siena in den Kirchen S- Niccolo in SassoUnd S. Raimondo, einige Arbeit findet. Pecci.
-(Joh. Baptist da) Siehe A. Tast.
— — (Man da) Siehe den Artickel Anton Fe-derighi.
— —(da) ein Bcyname von Peter Beretino,Dominicus Boccaboro, Peter Paul Godbo und Lu-cas Signorclli.
Corvara (Cesar) ein Baumeister zu Rom, nachdessen Zeichnung die Kapelle Cimiui in der KircheS- Antonio di Padova de Portughefi erbaut wurde.Titi.
Corvi (Dominicus) von Viterbo, ein Schülerdes Franz Manzini. Mahlte einige historische Tafelnfür die Kirchen S. Marcello al Corso und S. S.Trinita zu Rom. Man siehet auch von ihm in derKirche S- Dominicus zu Turin eine Tafel welche diePest vorstellt. Titi.
Corvina (Magdalena) war, vermög ihrem vonClaudius Melan gestochenen Bildniß, um iä;o. einegeschickte MiniatmMahlerin zu Rom.
Corvinus (Johann August) ein Kupferstecher vonLeipzig; arbeitete zu Augwurg. Man hat von ihmnach Carl Maria Pozzi Zeichnungen: t)ms iculptn-riae, vulgo 8tuLL->cariss l'riraclißmncs, 1708. Diesehenswürdigste Prospectcdes Königreichs Dänemark,nach des C. Marselius Zeichnungen, auf sieben gros-sen Blättern 17-8- Die Aussichten der Favorit«,eines Churmäynzischcn Lustschlosses, auf 20. Blät-tern nach Salomon Kleiner. Die herzogliche Resi-denz zu Ludwigsdurg nach Frisoni, auf 26. Blät-tern , und einen grossen Theil von Paul Dockers Bau-kunst. Alle diese Werke wurden in dem WölfischenVerlage herausgegeben. Corvinus war in architcc-tischen und perspcctivischen Vorstellungen ziemlichstark, aber in Figuren und Bildnissen raugt er nicht.Er starb.i7;8. im zssten Jahre seines Alters. VonStellen neunter Brief. Seine Tochter ChristinaRvsina, arbeitete in gleicher Kunst. Sie heyratheteden Mahler Gabriel Spitzel.
Corybas; ein anticker Mahler; wird unter des Ni.comachus Schüler gezählet. Plinius T.c. 11.
Cosander; Siehe Eosander.
Cosatti (Lelius ) von Siena; ein in vielen schönenWissenschaften geübter Edelmann, trat in den geistli-chen Stand. Er kopirte die selten gewordene Holz-schnitte des Andreas Andreafi, von dem Fußboden
Cossart. 177
her Domkirche zu Siena, in welchem DominicusBeccafumi einige biblische Geschichten in Marmoreingegraben hatte. Cosatti bediente sich bey diesenin kleinern Format gebrachten Kupferstichen der Ar-beit Balthasar Gabbuggiani, eines Florentiners. Bey-de lebten zu Rom um 174«. Bottari ss. r. 9.517-Anm. (1.)
Coscen; ein verderbter Name von Cochin.
Cosci; ein Beyname von Johann Balducci,
Coscia (Dominicus) Siehe den Artickel CarlGa-vofalo.
-- (Julius) Siehe den Artickel A. Alignini.
Cosentino (Jacob) Siehe den Artickel M. A. Ni-cotera.
Costtti (Anton) ein Mahler von Modena, vonwelchem man in dem Audienzzimmer des herzoglichenPallastes ein Gemähld findet, welches den H PetrusMartyr, Dommicanerordens vorstestt. Voyage PlunFrancois en Italic T. r. 9.
Costcrs; Siehe Coßicrs.
Cosimo (Pater) ein Jestiit aus Burgund; arbei-! tete zu Rom, wo er alle Oelsärbengemählde in derKapelle der H. Maria in der Kirche Jesus verfertig,te. Er mahlte auch die Rundungen über den Seiten-Portalen der S- Marcnskirche, welche Feldschlachtenabbilden. Titi.
-- (di ^ ist der Bcyname des Andreas Feitrino,
des Cosinus Piazza und des Peter Rosselli.
Cosini (Siloius) ein Bildhauer von Fiesole; über-traf seinen Lehrmeister Andreas Ferrucci. Erverftr«tigte Statncil, Grabmahle und Brustbilder, vornehm-lich aber seltsame Einfälle von Grotesken, die er sowohl in Marmor arbeitete, d. ß seine Werke demMichel Angela wohlgcfielen, und er ihn bey verfehle,denen Anläsen brauchte ES wird von Cosini er-zählt. daß er als Küster der Brüderschaft dellaMüe-rftordia, welche zu Pisa die zum Tod verurteilteMissethäter begleiten und begraben, einen solchen wie-der ausgegraben, zergliedert, und alte Theile genaunachgezeichnet habe. Er lebte um das Jahr -;; 8 .und starb im nften Jahre seines Alters. Vasari
1-p 567.
Coskpcrgenn vermuthlich Cokspergen (Peter) einEchrelbnmstcr, Mim.ckurmahkr und Formschsteiderzu Maynz; arbeitete mit seinem Bruder Jacob Coskper-genn und Thomas Ferkanach, beyde» Formschnei-dern für Peter Schoeffer, einen der ersten Buchdru-ker Peter Cvökpergenn hat die bey der Meß üblicheCeremonien in ;2v. in Holz geschnitten; dieses ob-gleich gothische Werkgen, ist gleichwohl ziemlich gutgezeichnet. Andreas und Hieronyimis Coskpcrgenn,Vater und Sohn, Abkömlinge der obigen, übten ebendiese Kunst; Hieronymus hielt sich 1757. zu Parisauf. Papiilon 1 .i p. irc>.
Cosmas (Paul) Stehe C Piazza.
Cosmaü (Cosinus und Adeodatus) Vater undSohn, zwey berühmte Musivarbeiter zu Rom. Mansiehet von ihnen, besonders von des letzter« Werkenin der Kirche S- Maria in Campitclli lind in derKapelle Sancta Sanctorum bey S- Johann von La-teran. Titi.
Cvsmr; Siehe Tura.
Cosolano; Siehe Casolano.
Cossa (Franz) einer von den alten Mahlern zuFerrara, von welchem man in einer Kapelle derKirche Madonna dcl Baracano zu Bologne ein wun.derthätiges Marienbild zeiget. Ascoso.
Cossale (Gratius) ein Mahler zu Brescia, verfer-tigte daselbst eine grosse Menge Gemählde in Oelsar-bcn mit einer leichten Manier, guter Zeichnung undvortresiichen Colorit. Er mahlte gemeiniglich Histo-rien mit vielen wohlgestellten und zierlich ackleidetenFiguren. Eine Veichneioung in der Kirche Madonnade Miracoli enthaltet schöne Köpft und scheinet eineNachahmung Tilians zu seyn. Averoldo.
Cossart (Franz) ein Kupferstecher mit dem Grab«stichel. Man kennet unter seinen Blättern die H H.