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Coßiinl.
Apostel Petrus und Paulus, diesich in dem Gefäng-nisse m^tcinaüdcr ersprachen. Gandellini.
Coßiau (Jost) ein Landschaftcnmahler von Bre-da ; ahmte zuweilen den Caspar Dnghct nach, aus-genahmen daß das Blaue allzustark in seinen Ge-mählden herrschet. Man siehet von seiner Arbeit in derMenagerie zu Versailles, zuDüsscldorf, sonderbar aberzu Pommersfeldcn, wo er bey Lotharius Franz vonSchönborn, Churfürsten von Maynz, in Dienstenstand. Er starb daselbst um 17^2. im 78sten Jahreseines Alters. Hagedorn p. 176. Anm. c m )
Coßicrs (Johann ) gcbohren zu Antwerpen 160;;lernte bey Cornelius de Voö. Er arbeitete für denKönig in Spanien, den Ertzherzog Leopold, u. f. f.Seine Zusammensetzung ist erhaben, die Figuren sindmeisterhaft gezeichnet, wohl geordnet und von grosserVerschiedenheit in den Stellungen. Er zierte auch dieGründe seiner Gemählde mit Architcctur. Sein Pin-selstrich ist breit und leicht, die Farbe gut, nur zu-weilen etwas zu gcldlicht. Verschiedene Kirchen inNiederlande» sind Zeugen seiner Kunst. Er beklei-dete iü;y. die Directorstelle bey der Aeadcmie zu Ant-werpen. C. Lauwcrts, P. Jode, u. s. f. haben nachihm in Kupfer gestochen. Descamps T. 2. x. 7;.
Coßin (Franz) Ludwig Fondrain, Niclaus Pa-rent, Jacob Petit und Richard; verfertigten dasprächtige Gitterwerk, welches das Chor der Cathe-dralkirche zu Paris einschließt.
— — (Ludwig) ein französischer Kupferstecher;arbeitete um 1670, mit dem Grabstichel nach le Brun,Halle, Sevin, le Febure, I B. Champaigne, M-Dahl, u. s. w. Er neunte sich anfangs Coquin, her-nach Cauquin. Man findet diestn letzten Namen aufeinem Buche betitelt: Ouvragc« ci'Oifsvrene, gravesen ,669. ä'apres Lilie« Legere, Orlevrs clu Ikoi. —Amata Margarelha Giüet Coßin, arbeitete in gleicherKunst nach obigem L. Coßin. Basan.
Cossutius, ein römischer Bürger; erhielt wegen sei-ner Erfahrenheit in der Baukunst den Adelstand. Erwar einer der ersten, der im griechischen Geschmackebaute. Antiochus Epiphanes, König in Syrien, ließihn gen Athen kommen, den Tempel des Olympi-schen Jupiters, der unter Pisistrates angefangen wor-den, auszubauen. Junius. — Felibicnl.x. 82. füh-ret auch Cossutius Calduü und Cossutius Agathange-lus, zwey Bruder und Baumeister an; von welchenman bey Grüter Jnnfchriften findet.
Costa (Andreas) ein Mahler von Bologne; lerntebey dem Carracci. Er verfertigte sehr schöne Arbeitin der Kirche zu Loretto, und lebte um ,6oo. Mal-vasia ss. 1. x, ;8i.
-(Felix dc) ein Mahler um 1690. nach wel-chem der berühmte Edelinck das Bildniß von JohannCurvo - Semmcdo in Kupfer gestochen.
-(Hypolithus) ein Mahler von Mantua;
lernte bey Hieronymus Carpi. Er arbeitete in sei-nem Vaterlande nach des Meisters Cartons. Manglaubt, er habe auch nach Julius Nomanus studirt.Costa lebte um i;;o. Cadioli p. 2;. nennet einenBruder dieses Mahlers: Ludwig, der gleiche Kunst üb-le. Er haltet auch den Lorcnz Costa für ihren Bruder.Baldinucci 5ec. 4. L. 2. x>. 64.
-(Joh- Baptist) ein Mahler,zu Meyland,
von welchem man in der dasigcn Kirche S- Augusti-nus eine Sendung des H. Geistes siehet. Latnada. —Ein andrer Joh. Baptist Costa, Mahler zuRimino;lernte zu Bologne bey Joh. Joseph dal Sole. Erarbeitete in seinem Vaterlandc, wo>man viele histo-rische Gemählde von ihm in den Kirchen zu sehenbekömmt. Man hat von ihm eine Beschreibung vonden Merkwürdigkeiten der Kirche S. Francifcüs zuRimino, und Briefe über das Leben und die Werke desGuido Cagnacci. Costa blühete um 17c--. Marcheseüi.
-(Joh. Franz) ein Perspectivmahler zu Ve-nedig ; ward 17Ü6. ein Mitglied der dafigen Künst-leracademie. Joseph Wagner hat nach seinen Zeich-nungen die Ruinen der berühmtesten griechischen Ge-bäude auf vier Blätter stechen lassen. Vielleicht hateben dieser Costa um i?;o. den ersten Theil von de-nen velirie äella krents herausgegeben. Zanetti k>. 486.
-(Lorenz) ein Mahler von Bologne ober von
Costel'.
Ferrara; lernte Sey Benvzzo Gozzoli und bey FranzFraucia, welches man in einem Gemählde des Costageschrieben findet. Man stehet viele rühmliche Werkevon seiner Hand, in welchen Lorenz die Manierenseiner beyden Lehrmeister, des altern Philipp L'vpiund andrer Mahler nachahmte; sie sind aber meistensetwas hart und trocken, ob er gleich allen Fleiß an-wandte , diese Fehler zu verlassen. Er hielt eine zahl,reiche Schule, wie man in dem Artickcl Loren; Gan-dolfo sehen kan. Dieser Künstler blüheie um i;;o.und starb zu Mantua, wo er in der Kirche S. Sil-vester begraben liegt. Siehe den Artickcl HypolithusCosta. Bottari T. 2. Giunta x. 28.
Costa (Michel) ein geschickter Stuccatnrarbeitervon Meyland. Zierte die Pfarrkirche St. Martin zuMantua mit feiner Kunst. Cadioli.
-(Nannoccio della) Siehe Nannoccio.
-(Stephan) ein Bildhauer; lernte bey I.
Baptist S. Croce, dessen Manier er genau nachahm-te. Er arbeitete für I. Baptist Bissoni und verfertig,te viele Stücke in Elfenbein und Holz von verschiede-nen Grössen. Costa starb zu Genua an der Pest iS;?.Soprani p. 198.
-(Thomas) ein Mahler von Sassuolo; lern-te bey. Johann Voulanger. Er arbeitete sehr viel.inOel - und in Frescofarbcn. Man findet in seinen Ge-mählden schöne Perspectivc und Architecturen. Erstarb zu Ncggio 1692. im ;6stcn Jahre seines Alters,und ward in der H. Geistskirche begraben. Guarienti.
-(Vincenz) ein geschickter neapolitanischer
Landschaftenmahler; arbeitete mit einer grossen Leich-tigkeit und ahmte der Pcrclles Manier so genau nach,daß es scheinet er habe sich derselben Kupferstichen be-dient. Seine Gemählde sind von guter Farbe, kräf-tig und sehr fleißig ausgearbeitet, so daß sie auch de.neu die sonsten keine Liebhaber sind, gefallen. Er wohnte1718- zu Meyland. Lettere su la Pfttura, rc. 1. 4.x. 22. und T.x. 249.
Costantini (Blafins) ein Mahler, von welchemman in der größten Kapelle der Kirche St. Johannesin Monte zu Bologne einige Verzierungen findet.Afcoso.
-(Joh.Baptist) ein Kupferstecher; arbeitete
um 1620. nach Guido Mcrtino, G> Reni, u. s.w.Man hat auch von ihm eine Lage von 16. Blättern,die Goldschmieds Arbeiten vorstellen. Gandellini.
Costanzi (Johann) einvortreflicherEdclsteinschnei-der zu Rom, von welchem Stosch Pref. p. 16. einensehr schönen Kopf des Kaysers Nero auf einen Demantgeschnitten, anführt. Allein Carl, Johanns Sohn,der den Vater übertraf, schrieb sich stlbs diese Arbeitzu. Er schnitt auch eine Leda und einen Kopf desAntinous in eben dergleichen Steine für den Königvon Portugal. Seine Werke find weder zu scharfnoch geleckt, er zeichnete auch sehr richtig. SeinePortraitc sind fleischigt, und scheinen wohl zu gleichen;von dieser Art ist des Kardinal Georg Spinola, ineinen Agath - Onyx geschnitten, unverbesserlich. Carlist ,70;. zu Neapel gebohren. Pabst Benedictus derXlll. machte ihn zum Ritter des Christus-und desSt. Johann von Lateran-Ordens. Sein BruderThomas arbeitete in gleicher Kunst, kam ihm abernicht gleich. Er starb ,747. Ihr Vater lebte noch17;;- im 8osten Jahre seines Alters. Giulianelli. ?. 6r.
-(Placidus) ein Mahler zu Rom; lernte bey
Benedict Luti. Er gab schon in seiner frühen JugendAnzeigungen seiner Geschicklichkeit, welche er nachherin grossen und kleinen Werken sattsam erwies, indem er nebst Pompejuö Battoni für einen der bestenitalienischen Historienmahlern seiner Zeit gehalten wur-de. Er starb um 1760. Pascoli 1.1. p.2;;.
-tSimon) ein Baumeister zu Rom; wird
von dem Abt Titi in Beschreibung der Kirchen St.Carlo a Catinari und St. Croce de Lucchesi an-geführt.
Costanzo (Maestro) Siehe Andreas Tast.
Coste. Siehe Cotte.
Coster (D.) ein Kupferstecher in Holland um i7?o.-(Lorenz) ein Buchdrucker zu Hartem um