Band 
[Erster Theil.]
Seite
179
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Covarrirbias.

Coster.

14^0. Er wird für einen der ersten Formschneidergehalten. Man siehet die Statüe dieses berühmtenMannes aus dem Ralhhauie seiner Vaterstadt, undeine lateinische Aufschrift über der Thüre seiner ehe-maligen Wohnung Dessen allen ungeachtet halteneinige neuere Schriftsteller als von Heinecken vonMurr, u. s w. vaS, was von Loren; wegen Erfin-dung des Formschneidens und des Drückens mit be-weglichen Buchstaben ausgegeben wird, für Fabeln,weilen man ältere Monumente auszuweisen hat. AlleHolzschnitte die seinen Namen führen, und Murrx. i;o. beschreibet, sind unterschoben, und von neuerngewinnsüchtigen Formschneidern, Liebhaber zu hinter-gehen, verfertigt. Papiüon 1 . i. p. n;.

Coster (Peter'i gcbohren zu Antwerpen 1614; lern-te bey seinem Oheim Adam Coster, der durch seineNachtstücke bekannt ist. Peter kam frühzeitig gen Ve-nedig, wo er sich verheprathete. Er mahlte unterandern den Plafond der Kirche St. Justina. DieterKünstler starb 1702. und ward m vorbcmeldter Kir-che begraben. Von seinen Söhnen machte sich Ange-lus durch seine ausnehmende Geschicklichkeit in derMahlerey zu Nvm berühmt. L Vorsterman hat eineMuffe-Gesellschaft von fünf Personen nach Adam Co-stcr in Kupfer gestochen. Guaricnti.

Costil (Peter) ein Papierhändler von Rouen,lernte das Formschneidcn bey Boutemont. Costilschnitt nach des F. Chauveau Zeichnung eine Vignet-te zu der Leichenpredigt F von Harcourt, Marquisvon Beuvron; ein wohlausgearbeitetes Stück. Papil-lon. ss. l. p. ;oä.

Cosway (Richard) ein Künstler zu London; ficugum 1770. an sich in Historien und Bildnissen hervor,zuthun, die er im Kleinen mahlte, wobey er sich aberziemlich stark frembder Arbeit bediente- F. Blakmore,Dixon, u. s. w. haben nach ihm in Kupfer gearbeitet.

M. S.

Cosyns ( ) ein Bildhauer; verfertigte das Grab-

mahl des Prinzen de la Tour Taxis, in der Kirche

N. D- des Victoires sur le Sablon und sechs Sta-tuen für das Zunfthaus der Becker in Brüssel, «sei-ne Arbeit ist ziemlich richtig und gut ausgeführt. Vvya-ge de Defcamps.

Cvtclle (Johann) ein Mahler von Meaux; lerntebey Simon Vouet, dem er in seinen Werke» half, erarbeitete auch unter Guyot. Cotelle halle eine großeKenntniß und eine starke Uebung-in Verzierungen, ermahlte vieles in dem königliche» Pallaste der Thuille«rses. Er radirte eine Sammlung von 22 Blät.ternvon Ornamenten die 1640 in Folio herauskam.Man hat auch von ihm Kupferstiche nach Cirv Fern.Er starb 167s. Felibien ss. 4. p- 426.

-() einHjstorienmahler; verfertigte isgr. eine

Maytafcl für die Cathedralkrrche zu Paris, welche dieHochzeit zu Cana abbildete. Man zeiget auch Gemähldevon ihn« in den königlichen Pallästen zu Trimmn undzu Fontaineblcau. Er starb zu Paris 1708. im ozstenJahre seines Alters B. Picart, Masse, u. s. f. ha-ben nach ihm in Kupfer gestochen.

Cotera (Peter de la) ein Spanier, baute 1947- dendritten Hos, Trilingue genannt , in dem Collegium desH. Jldefonso zu Alcala. P. A. de la Puente 1 . r.x. rri.

Coteä (F.) ein gefchikter Bildnissemahler zu Lon-don; arbeitete in Oelfarben und in Pastel und war vor-nehmlich in Kinderfiguren berühmt. Er ward einesder ersten Mitglieder der 1769. daselbst neuerrichte-ten königlichen Künstleracademie. Dieser Mahlerstarb 1772. Ardell, Fißher, Watson, u. f. f. habenschöne Stüke nach ihm in Schwarzkunst gearbeitet.Neue Bibliothek schöner Wissenschaften 1 . 9. ?. 152.und 1 . 14. p- 6 -,.

. Cvtignola (Franz da) war nach dem Tode des Ni-clans Roudinello der vornehmste Mahler zu Ravenna.Man stehet in allen Kirche» von feiner Arbeit, undobwohl er dem Rondinello in der Zeichnung weichenmußte, übertraf er ihn hingegen in dem Colörit. Erblühele um >;>8. und ward in der Kirche St. Apol-lonia begraben, in welcher die Tafel des hohen Al-tars und beyde Seilengemähide von ihm sind. Von

Z

seinem Bruder Bernhardin siehet man in einer Capel-le der Carmeliterkirche zu Pavia ein Gemähld in sechsAbtheilungen, worinn man feinen Namen findet. Va-sari ss. ;. p. 24;.

Cvtignola ( da ) ein Bcyname des HieronymusMarchest.

Cotignuola (Joh. Baptist) emBildhauer zu Rom,von welchem man in der Kirche St. Augustinns eineGruppe von Marmor stehet, welche den Heiland, derdem Apostel Petrus die Schlüssel überzieht, vorstel-let. Titi.

Cotta (D. Jacob) ein Mahler und Kupferstecherzu Bergamo; arbeitete mit einer zierlichen Maniernach des Paul Vermiese Gcfchmak. Seine Stärkebestand meistens in kleinen Figuren, von welchen manviele geistliche Geschichten und artige historische Stü.ke findet. Er radirte mit vielem Fleiße nach Chri-stoph Storers Gemählden, die man zu Mayland undzu Bergamo siehet. Cotta trat in den geistlichen Standund ward Priester. Lettere su la Pittura, rc. T. 4.k- ?9. .

Cottan (Frater Johann Sanchez) ein Mahler vonGranada; lernte bey Biafiuü bei Prado. Er mahltemit gutein Geschmake Blumen. Cottan trat in denCartheuftrorden, und mahlte in der Kirche und Klo-ster die Geschichten unsers Heilandes. Als VincenzCarducho seinen Ruhm vernahm, reißte er dahin dieseArbeit zu besehen und mit dem Meister Freundschaftzu stiften. Carducho bewog durch das dem Cottanbeygelegte Lob den Franz Paeheco, dessen in feinemMahlerduche mit allen Ehren zu gedenken. Cottanstarb 1627. im Lüsten Jahre seines Alters. VelafcoNr. 6;.

Coltard (Peter) ein Baumeister zu Paris um 1620.baute die Kirche dc la Merey und das Hotel von Ame.lot de Bizenl in der alten Straße des Temple, wel-ches lange Zeit von den Holländischen Gesandten be-wohnt wurde, und daher unter dem Namen des Hö-re! cie Hollands bekannt ist. Im Jahre 1686. hatman eine Sammlung von seinen Werken, die in Zeich-nungen, Gypswerk, Schreinerarbeit, Vasen und an-dern Verzierungen bestehen, in der königlichen Dru.kerey herausgegeben. Er selbst hat einige Vasen ra-dier. Man findet sein Monogramm« bey Christ r>. 79Blondel Architeeture francaise.

Cotte (Robert de) gebohren zu Paris 1657. lerntebey Julius Hardouin Mansard; ward ordentlicher kö-niglicher Baumeister und Director derAcademie 1699.Er folgte seinem Lehrmeister in der Stelle eines er-sten Baumeisters und Oberaufsehers der königlichenGebäude, Gärten, Künsten und Manufakturen 1708.und ward Ritter des St. Michaelordens. Er starbzu Paris 17; e. Dieser geschikte Meister componirtemit großer Fertigkeit und Genie; er hatte eine leb-hafte Einbildungskraft, welche er durch eine reisteBeurtheilung mäßigte, durch einen auserlesenen Ge-schmak reinigte und durch eine beständige Arbeit inUebung uMerhielt. Der Säulengang (kerittyle) zuTrianon, und andre schöne Werke zu Versailles, Pa-ris, Lyon, Slraßburg, und auch ausser dem König-reiche , sind von seiner Erfindung. Er war der ersteder die Spiegel bey den Einfassungen der Caminen( eksmbrsnlss) anbrachte. Peter le Pautre hat nachseinen Zeichnungen das Chor der Cathedralkirche N.D. zu Paris und die neuen Gebäude und Gärten derköniglichen Abley zu St. Denis in Kupfer gestochen.Julius Robert de Cotte, Roberts Sohn und Schü-ler; ward 1699. ein Mitglied der Academie von derzwoten Ordnung, hieraufGeneralintendent der königli-chen Gebäude und Director der Medaillenmünze. Ro-bert de Cotte, Roberts Großvater war König Ludwigdes Xl lt. Baumeister.Lacombe. — De Cotte ein fran-zösischer Formschneiber um »760. wird von Papillon1. k>. ;;6. angeführt.

Cvttini (Felix) Siehe Ottini

Cotton ( ) ein Bildhauer zu Paris; verfertiatedas Grabmal des berühmten Tonkünstlers I. BavtiikLully und seines Schwiegervaters Lambert, welche«in der Augustinerkirche der petits PereS zu sehen ,<rEr lebte um 269°. Brice. * '

Covarrubias; Siehe Cavarrubias.

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