Band 
[Erster Theil.]
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382
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Lucentt.

Lugaro.

milie tn Andalusien gebürtig; lernte bey Diego Ve-lasquez. Er mahlte zu Madrid grosse und kleineBildnisse mit dem Ruhm eines geschickten Künstlers,starb aber sehr jung nm n6;o. Velasco No. 8;.Guarienti nennet ihn Lucerna.

Lucenti oder Lucini (Hieronymus) ein Bildhauerund Medailleur zu Rom; lernte bey dem Ritter AI-gardi. Er verfertigte einige Arbeit von Bronze fürdie Kirche St. Maria di Monte santo; einen Engelvon Marmor, der die Nagel des H. Kreutzes hält,und auf der Engelburgsbruke aufgerichtet ist; einigeMünz. und Medaillengepräge unter den Regierungender Päpste Clemens des X. und Innocenttus des Xl.Lucenti ward in den Ritterstand erhoben, und blü-hete um l6gc>. Westerhout hat obbemcidten Engel ineinem Kupferstiche geliefert. Sein Sohn Ambrosius ar-beitete in gleicher Kunst. Vielleicht ist obbemetdte Bron-zoarbeit diesem Meister zuzuschreiben. Siehe AngelusRoßi. Koehler 1 . so. ?. 167.

Lucherini (Michel) ein Bildhauer und Kunstgies-ser zu Florenz ; lernte bey Peter Tacca. Er arbeitetemit seinen Mitschülern Cosinus Cenni,. Cosinus Ca»pelli, Ludwig Salvetti, Bartholome Cennini, undAndreas Bolgi um 162;. an dem Gusse der von ih-rem Lehrmeister modelltrten vier riesenmäßigen Scla-ven , welche das Fußgestell der Ritterstatue des Groß-herzog Ferdinand des Ersten, die zu Livorno aufge-richtet zu sehen ist, zieren. Baldinucci.

Luchtern (van) Siehe S. E Stanley.

Luciani (Anton) ein Kupferstecher zu Venedig;arbeitete nach Tiepolo, N. Caffana, S- Bombelli,u. s. f. Er war des Jacob Piccini Schüler und desAnton Faldoni Lehrmeister.

Luciano (Ascan) ein Perspeetivmahler zu Neapel,wird von Domcnici 1 . ;. x. angeführt.

Lucidel (Nielaus) genannt Neufchatel; ein Bild-nissemaylcr von Mons in Hennegäu. Er arbeitetezu Nürnberg und erwarb sich einen großem Ruhmdurch ein lebhaftes und natürliches Cvlorit, worinnihm keiner in selbiger Gegend verglichen werdenkonnte. Er starb um 1600. Doppelmayr x. 209.

Lucillus, ein antiker Mahler; wird von Symma.chus T. 2. epik. 2. und 9. exik, 47. angeführt.

Lucini (Anton Franz) ein Zeichner und Kupfer-stecher zu Florenz; arbeitete nach Callots Manier,und war vielleicht sein Schüler Er radirte »6;i.die Gemählde des großen Saals in Maltha nach M.P. de Alesstv, auf es. Blätter. Lucini war ein Zeit-genoß von Stephan della Bella, und radirte unterandern nach dieses Meisters Zeichnung ein Fest, wel-ches zu Pisa auf dem Arnoflusse gehalten wurde, aufeine große Platte. Christ führt x. 90. sein Zeichenan. Basan.

-(Hieronymus) Siehe Lucenti.

-(Joseph) mahlte in einer Kapelle der late-

ranensischen Chorherrenkirche della Paffione zu May.land eine Tafel, worauf der H. Antonius von Pa-dua in dieser Ordenskleidung mit dem Kindlcin Je-sus; und in einem andern Gemählde der H. Aqui-linus abgebildet sind. Latuada.

Lucino (Anton) ein vortreflicher Bildnisse - undHistorienmahler zu Mayland. Von seinen öffentlichenGemählden findet man in der Pfarrkirche St. Babiladie Flucht in Egypten, worzu Curtius d'Udegio dieErfindung hergab , und die Verehrung des H. Sa-kramentes nach Alexander Magnasco. Lucino mahlteauch den Hiuscheid des H. Josephs für die Kirche St.Maria bey St. Satiro. Latuada.

Lueiscus. Siehe Lyciscus.

Lucius; ein antiker Edelsteinschneider; schnittauf einen Sardonier eine Victoria auf einem zwey.spännigen Wagen. Man findet davon einen Kupfer-stich bey Stosch Nr. 41.

Lucius MalliuS, einer der besten antiken Mahlerzu Rom, antwortete einem seiner Freunde, der ihmscherzend vorhielt. Er mahlte so schöne Bilder, dahingegen seine Kinder so ungestaltet wären. Diese,sagte Mallius, werden von mir des Nachts, jeneaber bey Tage verfertigt. Maerobius I». e. s.

Luck (Hans van) em alter Formschneider, dess-nMvnogrammata von Christ x>. 229. 241, und 2»»angeführt werden. Papillon 1 . r. p. r;8.

-(I. C. L.) ein Bildhauer in Elfenbein, von

welchem man in dem ehemals berühmten Kabinett-von Braamcamp ein ziemlich großes Kruzifixverschiedenen emblematischen Figuren umgeben, stm,Siehe den Artikel Ludwig Luyk. ^'

Lucy (Carl) ward von vornehmen Eltern is°rzu London gebohren. Er kam in seinem i;ten Jahregen Florenz, wo ihn der Großherzvg demPeterDan-dini zur Unterweisung empfahl: Darauf gicng Carlgen Forli, allwo er bey einem achtjährigen Aufent-halt sich die Schule des Carl Cignant wohl zu Nutzemachte. Nach diesem begab er sich gen Bolvgne,und studirte nach den besten Meistern. Ec maylteeinige historische Stücke mit einem angenehmen undzarten Colorit; seine Neigung aber qieng auf Por,lraite die, er mit gutem Geschmack und lebhafter Fär-bung verfertigte. Guarienti.

Luder (Johann) vermuthlich ein Holländer; schnitteinen vortreßichen Medaillon auf Wilhelm den drit-ten, König in England, den Lochner I'. 1. p. igy. y,einem Kupferstiche zeiget.

Luders (Christian Friedrich) ein Stahlschncider-verfertigte 17°;. den Pragstok zu einem Thaler Iworauf die Ordenskette des schwarzen Adlers, dervon Friedrich dem Ersten, König in Preussen gestiftetwurde, abgebildet ist. Nmnism. hist. p. 4;;. undebenda p. 689. findet man den Kupferstich von ei-nem Medaillon, mit dem Brnstbilde dieses Fürsten,den Luders 1707. geschnitten.

Ludius, ein vortreflicher antiker Land schafcenMäh-ler zu Rom unter dem Kayser Auguftus. Er warder erste, welcher die Mauren in den Zimmern derLandhäuser mit Gemählden zierte, worinne manGärten, Wälder, Hügel, Fischteiche, Bache, Flüsse,u. s. f. mit Figuren, Thieren, Schiffen rc. sehr an-genehm vorgestellt, fand. Plinius k.. c, io.

-(Marcus) aus Etolien gebürtig; lernte bey

obigem Ludius. Er mahlte der Juno Tempel zu Ar-dea , und erhielt deswegen das dasige Bürgerrecht.Dieser Mahler blühete umA.C 4°. Plinius L. ;c.c.io.

Ludovici (Joh. Friedrich) Siehe den Artikel A.Cordien.

Ludovisi (Bernhardt») ein Bildhauer zu Rom nm1760; machte die Statüe welche die Fruchtbarkeit derFelder vorstellt an dem Springbrunne Trevi, undverschiedene andere Werke für die Kirchen dieser Stadt.Siehe den Artikel M. Anastasio. Titi.

Ludwig der XIII. König in Frankreich; lernte beySimon Vouet zeichnen und mit Pastelfarben mahlen,damit er sich mit Bildnissemahlen seiner vertrautestenHofbedienten crlustigen könnte. Er übte diese Kunsteinige Zeit mit so gutem Erfolge, daß man Por.traite von ihm zeiget, die sehr ähnlich sollen gewesenseyn. Felibien 1 . ;. x>. ;y6.

Lufoli (Joh. Maria) ein geschickter Mahler von Pe,saro; lernte bey I. Franz Mengucci. Er arbeitete umi6üo. und wird zufälliger Weise von Malvajia I. r.x. ;27. angeführt.

Lugano (Dominicus dal Lago di) wird von Va»sari unter die Schüler des Donatcllo gezählt; anderegeben ihm den Philipp Brunelefchi zum Lehrmeister.

-(Sebastian da) ein Baumeister; erneuerte

nach einiger Meinung, die Kirche St. Joh. Christo-phorus zu Mnrano; ein Werk das von andern demMoro Lombards zugeschrieben wird. Er blühete umund machte ein Modell für die zu erbauendeKirche St. Justina zu Padua, welches aber wegen allzu-großen dazu erforderlichen Kosten nicht befolget wurde.

-(Thomas da) ein Bildhauer; lernte bey

Jacob Tatti., genannt Sansovino. Unter vielen scho,nen Statuen die er nach der Anweisung seines Lehr-meisters verfertigte, bemerket man vorzüglich die über.aus schöne Bilder der H. Maria mit dem KindlcmJesusund demH. Johannes in der Kirche S. Sebastia.nus zu Venedig. Er blühete um Vasari l.z.p.lM.

Lugaro ( ) mahlte in der Kirche belle Grazie zu