Lugtaecto.
Mne die nnter dem Krentze Christi stehende heiligeAntonius, Martinus «nb Hieronymus. Ridolfi T. r.x. 117.
Lugiaccio, ein Musivarbeiter; verbesserte das be-rühmte St. Pctersschiff des Giotto zu Rom, wel-ches nachher durch Marcel Provenzale und endlichdurch Horaz Manenti auch geschah. Serie 1 . 9. p. i.
Luhne (Joachim) ein Mahler von Hamburg/von welchem man in dem Speisefaal des SchlossesSalzdahlum/ vier große / sehr wohl gemahlte Tafelnsiehet. Er mahlte auch zwey Altarstüke für die Kir-che St. Benedictus zu Qucdlimburg. Luhne blüheteum 1700. und folgte der Manier des ältern Terwe-sten. S- Blefendorf hat ein Portrait nach ihm inKupfer gestochen. Nachrichten von Künstlern / rc.
I. r. p. s- !
Luidel (Gabriel) Siehe den Artikel Johann Strauch/seines Schülers.
Luigi (Andreas) genannt Jngegnv/ ein Mahlervon Assis; lernte bey Peter Perugino / und mahlteunter seines Lehrmeisters Namen einige Arbeit indem Wechsclhaufe zu Perugia. Die Gemählde vonfemer eignen Erfindung find von einem bessern Ge-schmack als seines Meisters/ und um r?00.verfertigt.Sandrart irret sich/ wenn er aus dieser neuern Ma-nier schliesset daß selbige von Raphaels Hand seyen/weil dieser damals blos 17. Jahre alt war/ in wel-chem Alter er die Geschicklichkeit des Andreas nochnicht erreicht hatte / ob er gleich nachher ihn weitübertraf. Jngegnv hatte in dem besten Laufe seinerkunstvollen Arbeit das Unglück zu erblinden; daherPapst Sixtus der IV. ihm einen lebenslänglichen Un-terhalt verordnete/ den er bis in das 86ste Jahr sei-nes Aliers genoß. Vasari 1 . 2. x. 516.
Luik (Damori van) und Leonhard van Orly / zweyniederländische Mahler; stellten in ihren Werken mei-stens Sinn-und Sittenbilder vor/ welche andächtigeGemüther in der Tugend zu unterhalten fähig sind.Hvubraken T. 1. x. 288.
-(Ludwig) ein Bildhauer; arbeitete um 1740.
an dem Dresdnijchcn Hofe. Er wird in dem Tem-pel des guten Geschmacks für die Deutschen angeführt.Siehe den Artikel I. C. L. L»ck.
Luini (Aurelius) Bernhardins Sohn; zeigte einengroßen Geist in seinen Gemählden , besonders an derVorderseite des Spithals della Misericordia zu May.land, welche gegen die Porte Comafina fi het, wo erauf einen kleinen Raum eine große M nge Figurengeschicklich anzubringen wußte/ in denen er seine Wis-senschaft in der Anatomie zeigte uad des FriedrichZucchero Manier nachahmte. Man siehet auch indiesem Gemählde eine sehr angenehme Perspectiv undeine vortrefliche grau m grau gemahlte Einfassung.In der Dom- und andern Kirchen dieser Stadt findetman auch einige Stücke von des Aurelius Arbeit.Lomazzo x. 16;.
— -- (Bartholome) ein Mahler / wird von Lo-mazzo angeführt.
-( Bernhardin ) ein Mahler zu Mayland;
lernte bey Andreas Scoto und nach Vottari 1 . 2.p-,r;. bey Leonhard da Bin«/ den er in seinen Ge-mählden nachahmte. Er wird auch unter die Schü-ler von Gaudenz Ferrari gezählt. Bernhardin warein beherzter und angenehmer Colorist/ wie aus denvielen Gemählden erhellet, die zu Mayland hin undwieder zu sehe» sind. Er blühete um und hin-terließ nebst obbemeldten Aurelius noch einen SohnEvangelist» genannt, der sich in der Mahlerey be.rühmt gemacht. Bernhardin hat ein Buch von sei-ner Kunst geschrieben. Lomazzo p 68;.
-(Julius Cesar) ein Mahler von Valftsta;
lernte bey Gaudentius Ferrari. Er mahlte einigeHistorien in den Kapellen zu Varallo. Bartoli T. 2.
-— (Thomas) eines Venetianers Sohn, wardzu Rom 1597. gebvhren, und wird für des AndreasSacchi Schüler gehalten. Er studirte in der Acade.nne St. Lucas, und nach den besten Gemählden eineschone Manier im Zeichnen und Mahlen, und weiler den M. A. von Carravaggio in dem Colorit nach-ahmte, bekam er den Beynamen Carravaggino. Lui-
Lirrrght. z8i
ni mahlte sechs große Tafeln für die Kirchen zu Rom,und viele andere siehet man in den dassgen Privat-häusern. Wegen einer Schlägerey, worinn er seinenGegner lähmte, mußte Luini eine langwierige Gefan-genschaft ausstehen, die ihn in Schwermuth stürzte,an welcher er um i6;2> in der Blüthe seiner Jahrenstarb. Bagltoni?. 241.— Ein andrer Thomas Luini;arbeitete als Bildhauer zu Rom. Einer von denLuini wird unter die Formschneider im Helldunkelgezählet.
Lumage (Bartholome) ein Abt und Kunstliebha-ber; arbeitete auch selbst in der Mahlerey. Er lebteum i6;o. M. l'Asne hat sein Btldniß, jedoch ohneNamen nach einem Gemählde des berühmten Van.dyks in Kupfer gestochen. Memoires de Marvües
T. i. p. ;8.
Luna (Franz della) ein Baumeister zu Floren;und vertrauter Freund des Philipp Bruneleschi, derihm eine gewisse Arbeit übergab, in welcher Lunaeinen groben Fehler wieder die Regeln der Kunst be.meng, und sich damit entschuldigte daß er solches an-einem berühmten Gebäude, abgesehen habe. Brune-leschi gab ihm zur Antwort: Das bemeldte Gebäudhabe diesen einzigen Fehler, und Luna habe ihn auchallein nachgeahmt. Siehe Vasari m des BruneleschiLebensbeschreibung.
Lundberg ( ) ein berühmter schwedischer Portrait-mahler; lernte zu Venedig bey Rojalba Carriera undbey Cazes zu Paris, aüwo Lundberg 1741. zum Mit,qliede der königlichen Academie angenommen wurde.Er arbeitete um >7;«-. zu Stokholm, und hatte nachdes Grafen von Tessin Meinung, wenige oder garkeinen seines gleichen in der Kunst. Dieser Mahlerarbeitete auch in Oelfarben. Er ward Aufseher überdie königliche Gallerte. Gilberg, P. E. Moitte,u. s. w.'haben nach ihm radirt.
-( ) ein schwedischer Medailleur, blühete
UM 177a.
Lundens (G-) ein niederländischer Figurenmahlerum i6;6. von welchem man ein Gewählt» in derChurfürstlichen Gallerte zu Dresden zeiget.
Lunelli ( ) von diesem unbekannten Mahler, des.sei, Name vielleicht unrichftg angegeben ist, findetman in der Capuzmerkirche der Empfänglich zu Romdas Bildniß des Evangelisten Johannes. Roma an-lica e moderna.
Lungara (dalla ) ein Beyname von^H. Marchis.
Lunghi (Anton) ein Mahler zu Bologne; lerntebev 2 -Ioscph dal Sole. Man siehet von seinen hi.storischen Gemählden in den Kirchen St. Maria Mag.dalena der Coelestiner, und St. Vartvlomeo di Porta.Er blühete um 175a. Ascoso.
-(Honorius) des ältern Martins Sohn, ein
Baumeister zu Rom, war ein Mitglied der däsigenAcademie. Er starb 1619. im ;osten Jahre seinesAlters. Man rechnet unter seine besten Werke den> Pallast Vervspi, die Kirchen St. Maria Liberatrire,und St Carls al Corso ; diese letztere wird für eineder schönsten in ganz Rom gehalten. Siehe den Ar-tikel P. Ä Barca. Pascoli 1 . 2. x. ;io.
-(Lucas) Mahler von Ravenna; ein ehrli-cher, ruhiger , fleißiger und arbeitsamer Künstler,der mit vieler Geduld eine große Anzahl Gemähldein seinem Vaterlande, worinn er beständig blieb/ ver,fertigte. Er arbeitete um i;6o. in Gesellschaft mitLivius Agresti. Lucas hatte eine Tochter Barbara,di- von dem Vater in der Kunst unterwiesen wurde.Marcheftlli gedenket eines Franz Lunghi von Raven-na , Lucas Sohn; von welchem man historische Ge.mählde von i;8°. in den Kirchen zu Rimino siehet.Man findet unter den Mahterbriefen D. ;..u 28. ei-nen, der den 9. Dce. 1,91. an diesen Künstler ge-schrieben ist. Vasari.
_(Martin) ein Baumeister von Vigin, in
dem Herzoqthum Mcyland; lernte bey seinem Vater,der ihn zeitlich nach Rom sandte, wo er sich so ge-schickt machte, daß ihn Pabst Gregorius Kill. nebstvielen Fürsten und Cardinalcn zu Erbau, und Erneue,runa verschiedener Kirchen und Palläste gebrauchten.Unter diese letzter» zählet man die Pattäste des Herzo-