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Lysrrs.
eine sehr grosse Nase hatte; ein guter Historienmah.ler von Antwerpen, ftudirte zu Rom. Die meistenGemählde, die Lysscns in seinem Vaterlande verfer-tigte bestanden in Bildern der Flora und Pomona,die er durch Früchte und Blumenmahler gehörig staf-firen ließ. Er starb 1710. im 4ystcn Jahre seines Al.tcrs, und hinterließ den Ruhm eines guten Kunst,lers und eines tugendhaften Mannes. Weycrman1. p. ; 47 -
Lysus; ein Bildhauer aus Maccdonie» ; verfertig-te die Statue des Crianius, eines Eleers. Pausa-niaö I-. 6.
M.-
Maartz, vielleicht Maas (Johann) Sieheden Ar-tikel Joseph Oostftics, seines Schülers.
Maas'( Arnold van > gebohren zu Gvnda um 1620.lernte bey David Teniers und war wie dieftr, eingetreuer Nachahmer der Natur. Bauerngcfellfchaf-ten, Dorfhochzeitcn , u. s. f. sind die öftersten Ge-genstände feiner Gemählde. Kaum war er von fei-nen Reisen in Frankreich und Italien zurük gekom-men und wollte die Früchte seiner Studi. n gemessen,so starb er. Van Maas czte auch in Kupfer, eineKunst , die er von Regner Persyn erlernt hatte. Des-camps D 2. 9. 281.
-( Conrad van der) Siehe den Artikel Ge-org van Schooten, seines Schülers.
— — „der Macs (Gottfried) gebohren zu Ant-werpen um i 6 So. lernte bey feinem Vater, der aberunbekannt ist. Der Sohn studirte nach den bestenGemählden, die er in Kirchen und Kabinetten fand,vornehmlich aber nach der Natur. Er mahlte vieleModelle, die zu Brüssel in Tapeten nachgemachtwurden, unter denen sonderlich die vier Theile derWelt, wegen ihren volkreichen Compositionen, schö-ner Zeichnung und Färbung auch natürlichen Aus-drücken gerühmt und des Rubens Arbeit gleich ge-achtet wurden. Ueberdas arbeitete er auch für vieleKirchen, Palläste und frembde Liebhaber. Man be-merket in seinen Gemählden die Manieren des Pe-ters von Cortonna und Niclans Poußin. SeineKöpfe sind wohl geziert, und das Costume wohl da-rinn beobachtet; seine Gründe sind mit Archilceturoder Landschaften und Ruinen versehen. Seine Zeich-nung ist ohne Manier; seine Gewänder sind wohlgefaltet und ganz ungekünstclt; seine Färbung ist vor-treflich und alles ist in seinen Werken voller Bewe-gung ; er führte einen festen und leichten Pmfel.Maas ist ein guter Künstler der Antwerpifchen Schu-le, von welcher er -682. Dircctor wurde. Weyer-man führt ihn 1 . p. r 8 o. ohne Taufnahmen an.Descamps 1 . 4. 9. 17.
-(Johann) ein Mahler von Brügge, von
welchem man verschiedene ziemlich gute Gemählde inden Kirchen feiner Vaterstadt siehet. Er ist aber mehrdurch Ludwig van Dcyster, seinen Schüler bekannt.Voyage de Descamps.
-(Niclans) ein Mahler von Dortrecht; lern-te bey Paul Rembrand und verfertigte unter seinerAufsicht vortrefliche historische Stücke, aber die Ge-winnsucht verleitete ihn Bildnisse zu mahlen. Auchhierin» war er glüklich, indem er den Personen, dieer schilderte, ohne Abbrüche der Kenntlichkeit, zuschmeicheln wußte. Er floh die starken Schatten, des-sen ungeachtet machen seine Gemählde eine sehr gu-te Wirkung. Dieser Mahler starb 169;. im sistenJahre seines Alters. Blooteling, Munikhuysen,u. s. f. haben einige Portraite nach ihm in Kupfergestochen. Descamps T. 2. 9. 46;.
-( Theodor) gebohren zu Hartem i6?6.
Lernte bey Heinrich Mommers, Niclaus Bcrghemund Johann van Hugtenburg. Er machte sich einbesonderes Studium daraus die Pferde und ihre Be-wegungen wohl zu beobachten. Seine Gemählde be-stehen aus Feldschlachtcn, Jagden und Spazierfahr-ten, die man meistens nur in Holland zu sehen be-kömmt. Er radirte einige Blätter nach seinen eignenErfindungen, unter andern eine Sammlung von klei.
M st e c t.
Mn Stücken, worinnen Soldaten, Pferde, « sfabgebildet sind. Descamps 1 . 9 ;62. ' ' ''
Maat (Jan) ein Bcntnam: von I. A. Blankhoft
Mabelano. Siehe Mohedano.
Mabuse (Johann de) gebohren zu Manbeuqe inHennegau um Er war ein Zeügenoß und ver-
trauter Freund des Lucas von Lcydcn. Ungeachtetfeiner ausgelassenen Lebensart war er ein vortresücherMahler. Seine Werke sind sehr reinlich und mit un-gemcinem Fleiß gearbeitet. Er war der erste in Fla».dern, der die rechte Manier das Nakte zu mahlciyund sich in historischen Gemählden der Allegorien znbedienen , auS Italien mitbrachte. Man'siehet zuAmsterdam verschiedene von seiner Arbeit, unter an-dern eine Enthauptung St Jacobs, welche grau ingrau fast ohne Farben, mit einem gewissen Saftegemahlt ist, so daß man das Tuch auf alle Arten bie-gen kann, ohne daß das Gemähld davon den gering-sten Schaden nehmen sollte. Man siehet auch inEngland Bildnisse von ihm. Mabuse war dem Wei-ne sehr ergeben, daher, als ihm sein Patron, derMarggraf va» Vecre ein Kleid von weiffeni Damastschenkte, damit er in solchem vor Kayser Carl dem V.erscheinen konnte, verkaufte er dieses in der Schenkeund ließ sich ei» neues aus weissem Papier machen,welches er mit Blumen so künstlich bemahlte, daßder Kayser solches in der Nähe zu sehen begehrte, umdie Wahrheit zu erfahren. Er starb 1562. DieSantagostini in Beschreibung der vornehmsten Ge-mählde zu Mayland nennen ihn Maboggio. C. duPaas hat ein Marienbild „ach ihm in Kupfer gesto-chen. Descamps 1 . i. p. 9;.
Macagni (Friederich) ein Mayländer; mahltein der Kapelle S. Joh. Angeluö Porro der Servi.tenkirche St. Maria daselbst, das Altarblatt, wo«rinne dieser Heilige von Engeln getragen wird. Ma-cagni lebte um 1690. Latuada.
Macardel (Jacob) Siehe I. M. Ardell.
Maccacaro (Hieronymus) ein ziemlich unbekann-ter Mahler von Verona; lernte bey Felix Ricci. Erstarb an der Pest i6;o. Pozzo Nr. 89.
Maccaferri (Joh Franz) ein Mahler von Bolog.ne; wird von Malvafla 1 . i. 9. ;8r. unter die vieleSchüler der Carraches gezählt.
Maccanti (Franz) ein Mahler von Empoli, denBaldinucci unter die Schüler von Dominicus Creßi,genannt Paßignano zählet.
Maccarinv, ein Beyname von D. Beccafumi.
Maccharino. Siehe Naccherino.
Macchi (Florius) von Bologne; ein getreuerNachahmer des Ludwig Carraccio, der ihn so wohlunterwies, daß die Verkündigung Maria in der H.Geistkirche von Fremden für feines Lehrmeisters Ar-beit gehalten wird. Er übte sich auch im radiren.Julius Cesar und Johann, seine Bruder und Mit-schüler ; arbeiteten auch mit vielem Lobe in dieserKunst; Julius Cesar insbesondere brachte viele Zeitin verschiedenen Städten in Italien zu Johannarbeitete unter andern, mit A. M. Colonna in demLandpallaste der Familie Bentivogli zu Bagnarola.Diese Brüder blüheten um 1600. A- Parigini ra-dirte nach Florius. Malvasia 1 . r. 9. 578.
Macchietti (Giomo d. i. Hieronymus) genanntdel Crocefissajo, weil sein Lehrmeister Michel di Ri-bolfo Ghirlandajo meistens Kruzifixe mahlte. Mac-chretti ward i;;;. zu Florentz gebohren. Er arbei-tete sechs Jahre unter der Aufsicht Georgs Vafimin dem herzoglichen Pallaste zu Florentz: Daraufgieng er nach Rom, wo er zwey Jahre mit studirennach den besten Gemählden zubrachte. Er mahltevortrefliche Bildnisse, kleine historische Tafeln mwgrosse Alkarblättcr in den Städten Florentz, Pifa-Neapei, Bcnevento und in Spanien, unter welchender Martyrtod des H. Laurentius in der Kirche S.Maria novella zu Florenz, von Lomazzo p-fl-ieht hoch gefchäzt wird; man hat auch von die-sem Gemähld einen Kupferstich. Vafartl.;. 9.870-
Macci (Joh. Anton) Auditor des Cardinals Maf-stmi; ein Liebhaber der Baukunst. Nach feiner Zeich-