A3 Benai.
zu Nürnberg, auf dem dortigen Rathhause, beson-ders aber in dem Ebnerschen Museum daselbst.
BenLi, ( ) Strutt fand diesen Namen
auf Copien von Blattern des H.S. Boehm, welchedie Arbeiten des Herkules vorstellen. Eines dieserStücke war indessen mit I>. R. bezeichnet, was,nach seiner Muthmaaßung, Lubere Ruß bedeutenkönnte. -A.
Benaniari, (Oktavius), ein aus der MarchAncona gebürtiger Maler, nach dessen ZeichnungI. C- Krüger eine Anbetung der Könige gestochenhak.
Benard, (I- F), ein französischer Architekt,der sich aber auch Mit der Radirnadel beschäftigte.//. führt von ihm ein Blakt nach I. Berain an,welches eine Königin auf ihrem Thron in chinesi-schem Tapetengeschmacke vorstellt.
— — (Robert), ein französischer Kupfer-stecher, geb. zu Paris 1734, hat nach Teniersden Flamändischen Philosophen gestochen; hier-nächst auch für die Encyclopedie gearbeitet. L
— — ( ) ein Baumeister zu Paris (ob
vielleicht obiger J.F-?) kömmt im ^Imanaek äs 8Leaux-^rts von lZoz als Architekt des Finanz-ministeriums, lind >8c>5 als Aufseher des Parksvon Mousseaux zum Vorschein.
Benasech, Benazech, auch Denezech,(Carl, gebürtig von London, wahrscheinlich desnächst folgenden Sohn, Maler und Kupferstecher.Seine ersten Jünglingsjahre brachte er in Paris zu,wo er sich besonders nach Greuze bildete. Im I.1782 gieng er nach Rom, wo er mehrere Jahrelebte; alsdann wieder nach Paris , das er aber zurZeit der Revolution verließ, und von da an Lon-don zu seinem Aufenthalte wählte, wo er schon1794 (kaum 27 Jahr alt), als Mitglied der Aka-demie zu Florenz und verschiedener andrer, verstor-ben ist. B- arbeitete in verschiedenen Fächern derKunst, in welchen er auch ausgebreitete theoreti-sche Kenntnisse besaß Dabey war er ein lebhafter,geistreicher und belesener Mann, und daher seinUmgang, zumal für junge Künstler, sehr unter-haltend und lehrreich. Nach ihm kennt man:1e kstour <lu I>abc>ureur und: ls örssonier,von Jngouf; dann, nach einem schönen GemäldeVon ihm: In äernisrs entrevus clu Üois Ldarlss l.st 6s 863 enfsn8, la vsüls äs 3c>ri martere, vonGaugin. Einen vorzüglichen Namen aber erwarb<r sich durch vier ähnliche historische Gemälde ausder Geschichte der letzten Tage Ludwig X VI. welcheSchiavonetti 1795 nach ihm im Großen gestochen,und nachwerts Frauenholz, durch I. C. Bock,ins Kleinere bringen ließ. Als Stecher dann kenntman von ihm, in der Rouletten - Manier mit Far-ben abgedruckt: 1s Louronuemsnt äs 1a Ko8iersund: le ?rlx äs 1'Lrsliitscture, nach seiner eig-nen Erfindung; dann mehrere Bildnisse (die er sehrgut malte); wie z. B- diejenigen des Grafend'Estaing, Heinrich IV. und Sully, letztre zweynach Porbus, und von ihm, unter dem erdichtetenNamen Frieselheim, in erwähnter Manier ge-stochen, u. s. f. IHrc.
— — (P. P. nach andern F.), Zeichner undKupferstecher, bildete sich zuerst in Paris; alsdanngieng er um 1750 nach London, wo Vivares seinLehrmeister war, und er sich im Erfolg durch seineschönen Arbeiten großen Ruhm erwarb. L führtdie vielen Maler an, nach welchen er gestochenhat.
Benbridge. S. Bembridge,
Bence, ( ) ein französischer Zeichner, der
die Armee bey ihren Feldzügen nach Italien be-gleitet hat. Von ihm finden sich zwey Landschaf-ten, die den Flecken Subiaco mit der umliegendenGegend vorstellen, in Lacler d'AIbe's Muslssxittore.-^ues etc, /bin.
Benedickis.
Benckert, (Joh. Melchior), ein Historien-maler zu Frankfurt am Mayn, wo er 1630 mitandern Künstlern die dasige St. Catharinen-Kirchezierte. H. S- Husgen S. 90.
* — (Johann Peter). Geb. 1709. St'1769. Für sein Vergnügen copirte und atzte erCallots Benedicits. Ä.
* Benc 0 vich, (Friedrich ). Der Winkker-sche Catalog giebt Ragusa für seinen Geburtsortan. In Deutschland arbeitete er vornämlich zuWien. Neben dem im Lexikon angeführten Bildnissehat er auch St. Peter von Pisa (ein Altargemäldein der Kirche St. Sebastian zu Venedig) in Kupfergeätzt. Dann haben M. Pitteri, A. und I.Schmutzer, und A. Zucchi, Blätter nach ihm gesto-chen, die man in L verzeichnet findet.
* Bendel, (Bernhard), hieß eigentlich Ehr-gorr Bernhard; war von Pfarrkirch aus Bayerngebürtig, und lernte bey seinem Vater. Er hieltsich einige Zeit zu Paris und zu Rom auf; endlichsetzte er sich 163? zu Augsburg. Bendel arbeitetein Holz, Elfenbein, Stein und Metall. SeinSterbejahr wird in von Sterten IX.'Trief un-richtig auf 1736 im 68sten Jahre seines Altersangegeben.
-- — (Johann Ignatz), ein Geschichtsmalerzu Wien. I. I. Thourneiser hat einen mit Dornengekrönten Christ, und dann den zu Brünn errich-teten großen Brunn gestochen. L.
* Bendler oder Bendeler, (ChristianJohann). Ganz anders als im Lexikon wird dieserKünstler in Mensel« Miscell. XIX. S. iz.nach einem weitläustigen Aufsätze von D. Joh.Ernst Stieff beschrieben, wie folgt: »C. I.Bendeler geboren zu Quedlinburg 1633 , lernte dasLandschaftmalen aus sich selbst, und durch fleissigeNachahmung der Natur. Seine Arbeit kam zuLeipzig in solchen Ruf, daß ihn König August III.nach Dresden berief, und ihm ein starkes Jahrgeldnebst der Stelle eines Kabinetsmalers vergeblich an-bot. Bendeler führte ein so regelloses, verschwen-drisches und ungesittetes Leben, daß er sich allenseinen Freunden und Liebhabern verhaßt, und un-erträglich machte, öfters wegen Schulden in Ver-haft geriekh, und niemals arbeiten wollte, alswenn ihn der Mangel dazu nöthigte. Endlichstarb er zu Breslau in größter Armuth 1723. Uebri-gens werden seine Landschaften als die vollkom-menste Nachahmung der Natur beschrieben."
Benederri, (Jgnarius), ein italienischerKupferstecher, welcher in Monaldini's berühmtenVirgil gearbeitet hat. A.
— — (M-), Maler zu London. Nach seinerZeichnung hat Bartolozzi 173» das Bildniß derKaiserin Catharina II. von Rußland, Jupiter undJo nach Correggio, und einen Cupido der denBogen schabt, gestochen. M§c.
* — — S. auch Benederro, Benedicrisund Benedirris.
/Benedetro, (Anton), wahrscheinlich der'nämliche, den L nach Bassaglia, F. Antonio<r Benedicris, einen Religiösen von Venedig nennt,der sich mit Malen und Actzen beschäftigt habe, undvon dem man einen Kupferstich kenne, der den AbtAur. Nonnosius in ganzer Statur vorstellt.
* — S. auch Benederri, Benedicrisund Benedirris.
Benedicris, (Benedictus von), ein Malervon Urbino, von welchem der Abt von MaroÜessagt, daß man ein gestochenes Blakt nach ihmkenne.
— — (Abt Elpidius von), war um die Mittedes XVII. Jahrhunderts des Kardinals MazarinAgent in Rom, wo er für sich ein Haus und Gar-ten anlegte, die er unter dem Titel- Villa Zeus-