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und nachher auch im Auslande vielen Beyfall fand.Liorillo I. -M. Nach Baldinucci's und andrerZeugnissen wagte sich indessen dieser Künstler auchan Höheres; und soll er nicht allein, mit großerKenntniß der Manieren alter Künstler, die beßtenGemälde der Gallerte zu Florenz auf Agathe undandre kostbare Steine in Oel koyirt haben; sondernman kennt auch einige Altarblatter von ihm. Erstarb 1658.
* Bianch i, (Friedr). I. F. Bugatti hat nachihm das Bildiilß des Bischofs P. G. -Odescalchigestochen. L
— — Buoiravita, (Johanns, derältere, ein geschickter Edelsteinschneider von Mai-land; ward 1530 von dem Großherzog Franziskusnach Florenz berufen, wo er die Aufsicht über dieArbeiter der Gallerte erhielt. Mrc.
— — — — der jüngere, vermuthlich desunten stehnden ältern Sebastians Sohn, verwalteteebeiifalls die Stelle eines Aufsehers über die Ar-beiter der Gallerie zu Florenz. Welchen Kunstzweiger selber übte, ist uns unbekannt.
— — — — S. Merlins, (Johann).
* — — (Johann Baptista). Nach einigenhatte er in Frankreich selber gearbeitet. FiorilloII. 425 .
— auch Blancus, (Johann Paul),Maler und Kupferstecher, lebte und arbeitete nochum 1632. (Und somit hegen wir einigen Zweifel,ob der im Lexikon angeführte Johann Paul nichtein andrer älterer Künstler dieses Namens seyndürste) H. Roffi hat nach ihm das Bildniß KönigAugust II. von Pohlen, er selbst aber hat ebenfallsmeistens Bildnisse und Thesen nach verschiedenenMeistern gestochen. I. führt mehrere dieser Blat-ter an.
* — — (Jvfeph), Sebastian des jünger»Sohn, erhielt 1758 ebenfalls die Stelle eines Auf-sehers über die florentinische Gallerie, von welcherer gleich im folgenden Jahr eine Beschreibung her-ausgab. Auch von ihm wissen wir nicht, ob erselber die Kunst geübt habe. M§c.
— — (Joseph Maria), Balthasars Sohn,von welchem Malvafia sagt, daß er, nach seinesVaters Tode, verschiedene den Kunsiverwandtennützliche Stiche desselben herausgegeben habe.
— (Jsidvr) In Romstudirte er fleiffigdie beßten Meister, und die Antike. FioriÜoII. 435 .
— — (Julius Cäsar), ein Kupferstecher zuMailand, von welchem L vermuthet, daß er auchin Wien gearbeitet habe, wo er sich il Bianchinannte. Unter diesem Namen kennt man von ihmdas Bildniß des Kardinals Flav. Chigi, nebsteinigen andern nach Adr. Bloemaert und CäsarFivri.
— — (Marc). pagani spricht von einemMaler dieses Namens, den er einen Corregiänernennt, der die Kuppel, die Decke und die Mauernder Kirche St. Stimmate zu Modena mit Einsichtund Geschmack gemalt habe. Dieser, oder einandrer seines Namens hat nach einem Anonymus,den man aber für Lucas Penni erkennt, ein Nym-phenbad gestochen. Ä.
Bianco.
Bianchi, (Paul Friedrich), ein Baumeisterzu Mailand, gab 1769 ein Buch in zwey Quart-bänden heraus, betitelt: M'actrc« äö/?
cwi/e etc. mit 160 Kupferstichen.
* — — (Peter). Schon in seinem vierzehn-ten Jahr erhielt er unter den Preisen, welche dieAkademie von St. Lucas austheilt, den unterstenin der dritten Klasse über die Aufgabe einer Zeich-nung von G. della Porta berühmten GrabmalePauls III. in der St. Peterskirche; wonach derseltsame Irrthum zu berichtigen ist, den d'Ärsgensville, und das Lexikon nach ihm begangen,zu glauben, daß er um den Preis der wirklichenArbeit an einem Denkmal für den ermeldten Pabsigestritten habe. Im I. 1725 wurde er Mitgliedder Akademie. Jisrillo ( 1 .217.) urtheilt von ihm,wohl nicht ohne Grund: Er habe seine Lehrer durcheine gefällige, aber kraftlose Manier nachgeahmt,und damit ein gewisses, hauptsächlich von Gaullientlehntes, was die Italiener Macchinoso nennen —die Kunst nämlich, große Flächen mit Figurenauszufüllen — verbunden. Inzwischen kühmtLanzivon ihm eine Erfindung des H. Clara, zu Gubbio,als ein Gemäld, das durch seine Beleuchtung großeWirkung thun soll, und von welchem der Königvon Sardinien die gemalte Skizze gekauft habe.M. Martinet hat nach ihm ein grdßes Blatt, denTod des Adonis, gestochen.
— — oder deIBiancs, (Naphael), Bac-cio's Sohn, übte die Malerey und Baukunst, gleichseinem Vater, zu Florenz, starb aber um 1639schon im 37sten I. seines Alters. ))/Lc.
— — oder Busnavita, (Sebastian), deraltere, Johanns des ältern, Edelsteinschneiders,Sohn, und Franzens, der auf Stein gemalt,Bruder. Derselbe folgte seinem Vater in der Stelleeines Aufsehers über die Arbeiter in der Großher-zoglichen Gallerie zu Florenz. Welchen Kunsizweiger selbst geübt habe , ist uns unbekannt. M§c.
— — — — — — der jüngere, einSohn Johanns des jüngern, verwaltete dieselbeStelle, wie sein Vater und Großvater. Der Groß-herzog ließ ihn um 1635 durch die beßten Alter-thumskundigen unterweisen. Er starb 1728 im 76.I. seines Alters *).
* Branchlni, (Marc Anton), Oberbaumei-ster zu Bologna, gab den Riß zur dortigen KircheJoh. Baptista, und führte den dießfälligen Bau.Wahrscheinlich derselbe, den das Lexikon als päbst-lichen Baumeister um 1753 anführt. A^c.
* — — (Vincenzo). Fiorillo (II. S. 144.)setzt ihn schon unter's I. 151?, und führt von ihmein schönes Urtheil Salomo's in der Et. Markus-Kirche zu Venedig in Mosaik an.
, — — ( ) einen Künstler dieses Namens
führt Gtrutt an, der ein Bildniß des KardinalFlavio Chigi gestochen habe, auf welchem er aber(sagt A.) durch einen Druckfehler Bianchi heisse.Wahrscheinlich indessen gehört dieses Blatt irgendeinem der bisher erwähnten Bianchi, namentlichdem Jul. Cäsar B. zu, von welchem Heineckeselber ebenfalls ein Bildniß des ermeldten Kardi-nals anführt.
Bianco, (Johann), ein Kupferstecher. Mankennt von ihm Abbildungen freyer und mechani-scher Künste.
) Von den in gegenwärtigen Supplemente angeführten zahlreichen Künstlern aus dem Geschlechte Bianchikennen wir einzig die Filiation von
Baccio, und Raphael seinem Sohn.
Balthasar, und Joseph Maria seinem Sohn.
Johann dem ältern, seinen Söhnen Sebastian dem ältern und Franz, seinem Enkel (von Sebastiandem älter») Johann dem jüngern, seinem Urenkel Sebastian dem jüngern, und seinem Ur-Urenkel Joseph.Won diesen fünf letzter» waren alle (Franz ausgenommen) von 1580—1758 der Reihe nach Aufseher derGroßherzoglicheu Gallerie von Florenz. Ob und in wie weit die übrigen Bianchi ihnen, oder unter sichselbst verwandt waren, ist uns unbekannt.
Im Lerikon selber gehören noch hieher:
Peter Anton, Baccio's zweyter Sohn und '
Lucretia, Balthasars Tochter.