Bianca
Branco. S. auch del B-attco.
^ Bianconi, (Carl), geb. zu Bologna r7Z2-Erlegte sich zugleich auf Baukunst, Sculptur undKupferstechen. führt ein Paar Blatter von ihm,und ein Paar andre nach ihm gestochen an; nebenanderm das vortrefliche große Blatt, das I. Vol-pato nach seiner Zeichnung von dem im I. 1769dem Grafen Algarokti zu Pisa errichteten Denkmalgeliefert hat Er lebte noch im I. iZcn zu Mai-land, als beständiger Sekretär der dortigen Akade-mie. Fiorillo (II. 68z.) rühmt sein schönes Kunst-kabinet, und, was so viel mehr werth ist, seinenmittheilenden Umgang, wodurch er jenes zum Sam-melplatz aller lernsbegierigen jungen Künstlermachte.
* Bl'ancucci, (Paul), starb 75. Jahre alt.
B»anv»l! e. S. Bmanville.
* Br'ard, (Peter), der Vater. Mehrere vonund nach ihm gestochene Blatter führt IV an; dersich aber irren muß, wenn er einem der erstemdas Datum 1627(18 I. nach seinem Tode) giebt.Ob es vielleicht (es stellt dir Wiederaufnahmeder Sculptur emblematisch und satyrisch vor) seinemSohn gleichen Namens zuzuschreiben ist? M§c.Florillo (I. Z87) zählt ihn zu denjenigen franzö-sischen Künstlern, welche die Manier des MichaelAngelo aus Italien nach Haus gebracht hatten.
----- - - - — per Sohn. Das Pferd vonNicciarelli war für eine Bildsäule Heinrich des II.bestimmt, das aber jener wegen seinem 1556 er-folgten Tod nicht vollenden konnte; und somitsetzte Biard Ludwig XHI. darauf. (S. über die-ses Pferd Fiorillo Hl. 110. in der Anmerk.)Vtrurh führt ein Blatt an, welches eine mitBacchantinnen sigurirte Vase vorstellt, und denNamen s)- Biaud trägt, den er für keinen an-dern als unsern p Br'ard hält.
Blaro, ( ) Baumeister zu Paris um iZvz.
äs; -
Bibaulr, ( ' ) ein Architekturzeichner zu
Paris, zeichnete vieles in Biondels ^rckltscturskrangoiso.
Biberger, (Ioh. Ulrich), ein Kupferstecherzu Wien um 1700. Man kennt von ihm das Bild-lich Kaiser Carl Vl. ganzer Statue in Schwarz-kunst, nach F. Ferg, ein andres des ChurfürstenMaximilian» Cmanuel von Bayern, und nachNosa's Zeichnung einen H. Leopold, der vor einemKrucifix knieet. L. und AV§c.
B icchierai, auch Bicchierar», (An-ton). N. Billy hat nach ihm einen St. Benediktzu Philadelphia gestochen. L
* Bicci, (Loren;)/ wird von Vielen als derletzte unter den Nachahmern des Giotto aufgestellt.Allein der Verfasser der Ltruria pittrlae widerlegtdiese Meinung mit triftigen Gründen. Auch be-merkt man in dem Kupferstiche, den derselbe nacheinem Gemälde des Loren;» liefert (Vab. X V. desWerks) einen Adel und eine Großheit, wodurch essich ganz von dem Charakter des Giotto entfernt.Fiorillo I. S. 274 -
* Bichard, (Johann Baptist), ein Kupfer-stecher zuParis, hat nach dem Baumeister Dümonr/N. le Mire und nach Raphael gearbeitet. L
Bichardiere, (Mademois.), eine Kupfer-stechern» zu Paris, arbeitete nach Huet n. a. undstarb 1736. L und
Bichel, ( ) ein deutscher Kupferstecher,
gab, gemeinschaftlich mit Leopold, zwey Folgen(zusammen 24 Vl.) von Laubwerk, /f.
* Bl'ch», (Johann). L nennt ihn Jakob.
* B ick am. S. Bikham.
Bie,
Bickard, (Jodocus), Maler und Kupfer-stecher in Schwarzkunst zu Mainz. L führt vonihm das Bildniß des Churfürsten Johann Philippsvon Mainz, nach seinem eignen Gemälde, undzwey andre Blatter, wahrscheinlich ebenfalls nachseiner eignen Erfindung an.
Bickeubagen, (C.), ein Kupferstecher, vondem man nichts anders als eine Folge von Thieren,mit der Aufschrift: Hestlarum kennt. L
* Bick er, (Johann). S. Midi.
* Bickbam. S. Bikham.
Bidaulr, ( ) ein Landschafts- und Blu-
men - Maler zu Paris schon um »790, lebte nochum »Zo 5 . Sein Bildniß findet sich in dein damalserschienenen bekannten Blatts: Xonnion äss artls-tes, nach Boilly. Mrc.
— — ( ) Baumeister zu Paris um iZoz»
Bidenharter, (Tobias , ein Kupferstecher,von welchem L lediglich das Bildniß des KaisersMathias anführt.
Bidermann oder Biedermann, (Ioh.Jakob), geb. zu Wintcrrhur 17 .. lernte um »730zu Dresden bey A. Graf, und malte anfänglichBildnisse. Alsdann ließ er sich, nach einigen Rei-sen, zu Bern auf mehrere Jahre haushäblich nieder,und arbeitete daselbst in Gouache und Oel kleineLandschaften mit Figuren und schönem Vieh sowohl,als mancherley Arten Conversativnsstücke, in einerfür das Aug höchst angenehmen Manier. Dortmochte er, beym Anblick der vortreflichcn Blatterseiner beyden Mitbürger Aberli und Nieter inAqua Tinta - Manier auf den Gedanken gefallenseyn, sich ebenfalls in diesem Kunstzweige zu ver-suchen, in welchem er seither unabläßig fast einziggearbeitet, und darinn Meisterstücke geliefert hat,welche hauptsächlich in der Wahl seiner Stand-punkte, und in den bezaubernd wahren Mittel- undHintergründen seiner überall bekannten Schweizer-Prospekte, die Ersten in dieser Kunst erreicht, wonicht übertroffen hat. Zu seinen vornehmsten Ar-beiten gehören sein: Wildegg, Luzern ,mit der Aus-sicht auf den dortigen See, das Thal von Kander-stäg, und der Rosenlauin-Gletscher; vier Blatter,welche in ihrer Stuffenfolge das Eigenthümlicheder Schweiz von der Ebene an bis zu den höchstenEisgebürgen in wunderbarer Wahrheit vor Augenmalen. Eben so seine Haupkvrte der ehemaligenXlll. Kantone, welche gleich jenen vier Darstellun-gen, in größerm und kleinerm Format, um hohePreise — doch nicht über ihrem seltenen Werth —erschienen sind Eine gute Beurtheilung derselbens. in Meus. rJ Misc. V. 558 - 59 - und von eini-gen seiner frühern Blätter im Museum XIV. 17—19. Seit demJ. » 8«4 lebt dieser Künstler zu Kon-stanz; seine meisten Arbeiten aber sind gegenwärtigfast nirgend anderswo, als bey H. Walser in Herj-sau und in einigen andern Kunsthandlungen in derSchweiz zu finden, ^c.
— — ( ) ein Landschaftmaler von Stern-
berg; heiralhete eine Tochter Niclaus Stubens vonMünchen, ^c.
Bidloo, (N.), ein, übrigens unbekannterMaler, nach welchem P. van Gunst das Bildnißdes Arztes Michel Fortgens gestochen hat. S.
* B»'e, (Cornelius de), der Verfasser des60UÜ6 XabinLt van 6s 8cbll<lorkon8t, geboren zuLierre 1627. (dessen im Lexikon unter dem ArtikelAdrian de Bie Erwähnung geschieht). L giebtihn als zuverlaßig für einen Sohn Adrians, und be-merkt, daß er übrigens, seines Wissens wenigstens,weder Maler noch Kupferstecher gewesen sey. Ba-sar» hielt ihn irrig für einen Sohn des gleich fol-genden Jakob, mit dem er ganz in keiner Ver-wandschaft stuhnd.
* — — (Jakob de). Von seinen vornehmsten
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