yo Boehm.
und ob solches nicht vielmehr, bloß nach seinenZeichnungen, von andern Meistern geschehen sey?
* Boehm, (Johann Georg), der junge ge-nannt, starb zu Dresden, wo er seinen gewöhn-lichen Aufenthalt hatte, 7750. Er war vornäm-lich Bildnißmaler. Bernigeroth, Bodenehr, Krüg-ner, Wolfgang und L. Zucchi haben nach ihm Blät-ter gestochen, die in verzeichnet sind. Er selbstatzte schon in seinem i^ten Jahr einen Christ zwi-schen den Schachern.
— — (Lorenz), gebürtig von Schrattenbergin Böhmen, erhielt 7787 einen Preis der Akademiezu Wien in der Erz - Schneidekunst. MeuselsXXX. S. 362.
* — — (Martin Friedrich), dessen im Lexi-kon unter dem Art. von Martin Heinrich gedachtwird, war auch Mitglied der Kunstakademie zuDresden. M§c.
* — — (Martin Heinr.) Starb 1725. ACsc.
* — — S. auch Beham.
* Boehme oder Boehmer, (Carl Wilh.)Dieser Künstler atzte auch von 7744 bis 65 eineFolge von 79 Landschaften verschiedener Größe,die sich sehr selten gemacht haben. Er lebte noch7786, wo ihm die Maler der Königl. Porzelan-Manufaktur zu Berlin ein Jubiläumsgedicht feyer-lich überreichten. Dort starb er auch. L und
— — (A. W.), ein deutscher Kupferstecher.Von ihm ist ein sehr schönes Blatt der Madonnamit dem Kinde, nach Carlo Dolci, als Litelkupferbey Griesbachs Prachtausgabe des N- Testaments,Fol. Leipzig 1803.
Boehmer, (C- oder G), ein Kupferstecher,gebürtig von Hirschberg in Schlesien, hat um 77MBildnisse von gelehrten Schlesiern, u s. f., theilsnach eigener, theils nach fremder Zeichnung gesto-chen, deren etliche anführt.
Böhnl'nger, ( ) ein deutscher Künstler, ar-
beitete für die Wittwe Rübe zu Düsseldorf sechsGemqlde aus, welche die Geschichte von Amorund Psyche vorstellen. Eine schöne Beschreibungdavon s inAschönbergs niedörrheinisch -westphä-lischen Blättern, l- Bd. i. Quart. S. 722 — 26.Im I. 1823 lebte er zu Paris.
B 0 ehsei, (Madame). S. Baisse.
B 0 ekel, (Carl van), ein Kupferstecher, welcherlediglich durch ein von A. angeführtes Blatt bekanntist, das den H Laurentius, Erzbischof von Sevillevorstellt, der sein abgeschnittenes Haupt auf einemBuch vor sich her tragt.
— — (Cornelius), ein Maler von Antwerpen,arbeitete zu Hamburg. Mn.
— — (Peter), Cornelius Sohn, war Mecklen-burg-Schwerinischer Hofmaler um 163«.
Boekmann. S. Bockmann.
Boekow, ( ) ein Maler, nach welchem
Bernigeroth das Bildniß des Gottesgelehrten I.I. Schmidt gestochen hat.
Boel, (Cornelius), ein niederländischer Kup-ferstecher, den man nicht mit dem unten folgendenO.uirin verwechseln muß, wie solches Heinecke,und auch das Lexikon nach Basair gethan, geb.zu Antwerpen 1576 und blühere zu Anfang desXVH. Jahrhunderts Er arbeitete bloß mit demGrabstichel, scheint sich in der Schule der Sadelergebildet zu haben. und seine Stiche sind nicht ohneVerdienst. F. Srrutt sagt, daß er in Englandgearbeitet habe Ehe er aber in dieses Land kam,erschienen von ihm i6c>8 zu Antwerpen die Fabelnvon Otto Vänius, mit latein englisch, und italien.Versen begleitet. Das beträchtlichste Werk vonihm war eine Folge von neun Blattern (mit dem
B 0 e r n e r.
Titel) welche die Thaten Kais. Karls V. vorstellen,die er nach Ant. Tempesta in Groß - Querfol. inGesellschaft mit Wilh. de Gheyn dem jüngern ge-stochen hat. Rost V. 257—58. wo, nach Ktrutt,etliche derjenigen Blätter angeführt find, die vonihm in England erschienen waren.
* Boel, (Peter). In Frankreich wollte manihn behalten, und nach Nicasius Tode wurde erzum Maler des Königes ernannt; allein, dasVerlangen, sein Vaterland wieder zu sehn, siegteüber die Vortheilhaftesten Anerbietungen. Nach seinerRückkehr dahin war er bis an seinen Tod äusserstbeschäftigt, und seine Arbeiten wurden denen dergeschicktesten Künstler unter seinen Zeitgenossen,der Snyers, der Fyte u. s. f. gleich geschätzt.Von seinen eignen geätzten Blättern kennt man eineFolge von sechs solchen, mit dem Titel: Divers!uccelli, welche Raub - und andre wilde und fremdeVögel voll lebhafter Thätigkeit, in passenden Land-schaften mit schönen Fernen, und sehr verständigausgeführt, darstellen. L. Vorstermann hat nachihm eine Löwen- und eine Eber - Jagd, und W.Hollar einen todten Haasen sehr schön gestochen.Rost Vl. S- 156-57.
* — — (Quirin, auch Cornelius und Corin),Kupferstecher und Kupferätzer, geb. zu Antwerpenum 1622. Man weiß weiter nichts von ihm , als'daß er für die bekannte Gallcrie zu Brüssel histo-rische Blätter nach Bassano dem jüngern, Buo-narotti, Fetti, Giorgione, Padoaino, Palm« demAlten, Schiavone und Titian, und dann nachTeniers dem Vater niederländische Bauernstückeund Landschaften gestochen hat, welche Rost (VI.135-36.) anführt. Sehr wahrscheinlich muß ernoch um 7656 gelebt haben, unter welchem DatumL ein Bildniß des Libertus Fromondns kennt,das schwerlich von dem vorhin angeführten Cor-nelius seyn kann, so wie überhaupt die dießfal-ligen Artikel bey erwähntem Schriftsteller sowohl,als im Lexikon, durch den gegenwärtigen zu berich-tigen sind.
Boeler, (Joh. Friedr.) S. Poebler.
B 0 elIe, ( ) wird im eVlmsnaoli 6 . keanx-
Tkrrs von 7803 unter die damals in Paris leben-den Miniatur- und S-chmelzmaler gezahlt.
Boelmann, auch Bolmann, (Hrerony-mus), ein mittelmäßiger Kupferstecher, arbeiteteum den Anfang des X VIIl. Jahrhunderts zu Nürn-berg. L führt von ihm etliche Bildnisse und eineFolge von Thieren in 8 Blättern, wie es scheintnach seiner eigenen Zeichnung an. Uebrigens soller aber auch nach andern gearbeitet haben.
* B 0 ener, (Joh. Alexander). Neben andermkennt man von ihm: Der Stadt Nürnberg geist-und weltliche Gebäude, Platze, Prospekte, Klei-dertrachten u s. f auf 456 Folioblättern.
Dann führt /?. von ihm nahe an die 700 Bildnissean, welche bloß unter seinem Namen ans Lichttraten, und bemerkt dabey, daß er noch eine MengeBlätter nach andern gearbeitet habe.
Boer, (C.), ein Kupferstecher, von welchemman Schlachten nach A. Tempesta kennt.
Boergher, (Hans), ein Maler, welcher inC- Poelenburgs Manier gearbeitet haben soll.L. v. w.
Bo erhave, (N-) , ein Kupferstecher, dessenNamen man auf einem Blatt findet, welches einGrabmal vorstellt,
* B oerner, (I. B-) So wird hier und dortein Medailleur zn Rom ums I. r?c>c> genannt, deraber sehr wahrscheinlich kein andrer, als der imLexikon enthaltene P P. Borner ist.
— — ( ) ein deutscher Dilettante. Auf
der Ausstellung zu Dresden von 7320 sah man vonihm zwey Bildnisse in Pastell, welche einige Auf-munterung verdienten, s/rc.