Boes.
* Boes, (Hieron) S. Bos.
Boessey, (Mademoiselle), geb. in Lisieux(Dep. Calvados), Schülerin von Corneille vanSpaendoek. In der Gemäldeausstellung zu Parisvon iZoo sah man von ihr einen Korb mit Blumenauf einer Marmor-tafel en Gouache gemalt. Im^.lmsnsck äes Kssux - ^rts von 1803 Wird sieebenfalls noch unter die damals in Paris lebendenBlumenmaler gezählt.
* Boerhius oder Boetius, (ChristianFriedrich), Zeichner, Kupferstecher und Kupfer-atzcr.. Man wollte einen Barbier aus ihm machen;aber seine Neigung zur Kunst behielt die Oberhand.Noch mehr als seinen Lehrern hatte er seinem an-haltenden Fleisse zu danken. Verschiedene seinerBlätter sind in getuschter und Zeichnungsmanier;seine Weise, die Flcischpartbicn zu punktiren, waräusserst angenehm In weiß und schwarzer Krei-denmanier sehe man z. B- seine schönen Bildnissevon Hutin, Mengs, Casanova, und sein eigenes,auf blau Papier abgedruckt. Hiernächst arbeiteteer au den beyden Dresdner - Gallerien. Eine(Baseler-) Familie zu den Füßen der Maria mitdem Kinde, nach Holbein, ist sein Capitalblatt.Auch die Platte nach der berühmten Nacht desCorregio war der Beendigung nahe; allein in demBombardement des siebenjäbrigen Kriegs gieng siemit allen übrigen Effekten des Künstlers verloren.Nur drey Probeabdrücke davon wurden gerettet.Nach Wouwermanns gab er: Oskar-stier llssLüssssnr-, ein mit bewundernswürdigem Fleisseund außerordentlicher Zartheit ausgeführtes Blatt.Dieser Künstler bekleidete auch die Stelle eines Hof-kupferstechers , und starb zu Dresden 778 z. Rost)l. S. 92. 94 . Dort ist sein Todesjahr irrig auf1770 angegeben. Basan nannte ihn ebenfalls irrigCarl Franz; daher dennStrurt zwey Künstler ausihm gemacht hat. Verzeichnisse seiner bekanntestenBlätter findet man in der B-bl. der Schön. Miss.XXVlll. S. izi. in Ä) und bey Rost l. 0.
* Boerius, (Julius Cäsar). Ueber die Fen-ster von Gouda kennt man eine kleine Schrift:Lxpücstion 6s cs gni esc reprsssnts cisns lsrnsxrnstgns vicraZs cls l'Lgliss 8t. jesn ä6o«äe. I 2 mc».
Boerrertch, ( ) ein deutscher, um 1794
noch junger Bildhauer, von dem es damals hieß,daß man große Hofnungen von ihm schöpfen könne.Auf der Dresdner-Kunstausstellung desselben Jahrssah man nämlich von ihm einen Lheseus, der, aufBefehl seiner Mutter, den großen Stein empor-hebt, um die darunter liegenden Schuhe und Waf-fen seines Vaters heroorznnehmen: »Eine" (heißtes in Meusels kJ. Mus 261—62.) »sehr schöne,frey stehende Gruppe, in Thon boffiert, eine Ellehoch. Die Hauptfigur war vorzüglich wohl gestellt,und mit Verstand und Fleiß ausgeführt; die Ana-tomie in allen Theilen richtig beobachtet, und wohlmit der lebendigen Natur verbunden, so wie über-haupt das Ganze in einem guten Styl gearbeitet."Von den spätern Schicksalen dieses Künstlers habenwir indessen nicht das Mindeste vernommen.
Boertger, auch Boertiger, (JohannGottlieb), ein Kupferstecher, der vorzüglich inpunk-tirter Manier arbeitete; geboren zu Dresden 1766.Seine große Neigung zur Kunst veranlaßte ihn,sich mit unermüdetein Fleisse dem Zeichnen undKupferstechen zu wiedmen. Da er sich mehr imletztem zu vervollkommnen wünschte, so studirte erunter I. G. Schulz, bey dem er verschiedene Por-traits verfertigte Schon auf der Dresdner-Kunst-ausstellung von 1794 sah man von ihm einige Blat-ter, von denen es aber damals noch (s. MenselA. Mus. 260.) hieß: »Verschiedene Embryonenvon Probedrucken, die viel zu unreif das Tages-licht erblickten' Eine Calliope nach A- Kaufmann,fleiffig zusammengearbeitet " Seit 1796 lebte erin Leipzig, wo er viel für Buchhändler arbeitete.Eines seiner bedeutendem Blätter ist die berühmte
Bogdanoff. 91
Magdalena von Corregio aus der Dresdner-Galerie,nach einer Zeichnung von Seidelmann Rost 1 l.S. 381—82. wo mehrere seiner bcßten Arbeiten an-geführt sind. Er lebte noch iZoch
B 0 erriger, (I. G.) L führt einen Malerdieses Namens an, nach welchem I. C. Boecklindas Bildniß von Julian« Hummel in Kupfer ge-stochen habe.
Boerrner, (Wilhelm), ein Hessischer Maler;studirte auf Unkosten seines Landesherr» mehrereJahre zu Rom, vorzüglich unter Mengs, und er-warb sich schon damals mit einem lebensgroßenBilde, Jupiter und Ganymed, billiges Lob. »DieCharaktere beyder Figuren" (heißt es in der Schrift:Winkelinsnn und sein Jahrhundert, S. 307 )»waren im Sinne der Antiken gehalten, die An-ordnung kunstgerecht, das Colorit reinlich."^ Als-dann besuchte er, mit Nahl, die Kunstschätze zuWien und Dresden, und kam um 1782 mit demRuhm eines geschickten Künstlers nach Kasscl zu-rück , wo er zum Hofmaler und Professor der dor-tigen Akademie ernannt wurde. Er hat auch eini-ges in Kupfer geätzt; wie z. V. nach crmeldtemNahl ebenfalls einen Jupiter und Ganymed.Kenner bedauerten, daß ein Künstler, der in derGeschichtsmalerey so viel leisten konnte, mehrereJahre durch sich fast ausschließend mit dem Por-trait beschäftigen muß, obgleich er auch in diesesnoch genug Interesse und Charakter zu legen weiß.Von seinen neuesten historisch Gemälden werben be-sonders gerühmt: M^g-s Abschied von ihrenKindern, vor der Ermordung derselben (Portraitder Schauspielerin Haßloch; Venus und Amor,der von ihr durch Liebkosungen seine Waffen wie-der zu erlangen Host; und Amor als Jüngling,der Psyche'n in den Olymp trägt. Im I. ^>805verfertigte er ein großes historisches Gemälde,welches den Kurfürsten, in Begleitung der Minerva,als Wohlthäter seiner Armee (bey Gelegenheit einerTruppen-Soldsvermehrung) darstellte. In schö-nen Gruppen - hieß es in den Zeitungen) stehenDiesämtlichen Generals und Kommandeurs der Kür-Hesslsche» Truppen in ihren Uniformen als Portraitnach dem Leben da; im Mittelgrunde zeigt sich derTempel des Ruhms, und in der Ferne erblicktman das Kurf. Schloß Wilhelmshöhe ehemalsder Weissenstein genannt. Frühere Arbeiten vonihm- wie z B- die allegorischen Figuren derFreude und Fröhlichkeit von 179-;, und hauptsäch-lich bald nachher Pygmalion und seine Statue indem Augenblick ihrer Verwandlung, welches derdamalige H. Erbprinz kaufte, wurden zu seinerZeit ebenfalls sehr gerühmt, und finden sich beschrie-ben in einem Aufsätze von Engelschall in Meus.N Misc. Vki. 943 - 45 .
Boettus, (Giovanile, oder Juvenalis), einZeichner und Kupferstecher, der nach verschiedenenMeistern arbeitete. führt von ihm ein Bild-niß des Anton Monachus von 1635 ohne Namendes Malers an.
* Boetus von Carthago l. Boechus.
* Boffrand, (GermanK giebt, wahr-scheinlich irrig, Nanci für seinen Geburtsort an.Er war Mitglied der Akademie. Sein Werk überdie Baukunst heißt: ^rckitsctnre ou PrincipesAensranx äs cet srt etc. Paris 74;. (nicht 754).Die Schrift über Kellers Guß der RitterstatueLudwig XI V. ist mit den beygefügten Vorstellun-gen ein Meisterstück von belehrender Deutlichkeit,und äusserst selten, p Patte hat das von ihmerbaute Spithal der Findelkinder auf drey Blät-tern gestochen; und eben so findet man nach seinenZeichnungen Verschiedenes in der ^rckntectnrvt'rsohoiss.
Bogdanoff, (I.), vermuthlich ein russischerMaler, von welchem man in der kaiserlichen Gallcriezu Petersburg XR 208. Alexander und die Familiedes Darius siehet.
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