Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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431
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Germain.

*Germ»l'n, ( ) wahrscheinlich derselbe

französische Kupferstecher, den das Lex anführt,der in einer unsrer Handschriften I. F. Germain -und bloßer Liebhaber heißt. Von ihm führt einVerzeichni'ß Meines fei. Vaters, nebst ein PaarLandschaften von eigener Erfindung Mehrrres an,das er gemeinschaftlich mit Dequevauviller, Madm.Dcny, Dupin und Lienard, nach Chatelets, Re-nards und Roberts Zeichnung, wahrscheinlich fürdie VoyaAss äs blaplsg gestochen hak. Noch ver-muthen wir aber, daß dieser Künstler mit obigenLudwig G- Eine Person seyn dürfte.

* — — (Samt). Der Bischof von Paris.Neben Andern» baute er in der Nahe dieser Stadt,wie einige behaupten auf der Stelle eines vorma-ligen Isis - Tempels, die Kirche des H. Vincent,aü welcher von 550-57. gearbeitet wurde. Die-selbe besaß einen großen Reichthum an Marmorund Vergoldungen, wurde aber von den Norman-nen im IX, Jahrh, dreymal geplündert, und imXI. Jahrh, wieder aufgebauet, und erhielt später-hin den Namen ihres ersten Baumeisters. Donihm war auch ein in Angers, zu Ehren einesandern St. Germains, Bischofs von Auperre, er-richteter Tempel, und ein Kloster zu Mans. ckM-LM lLä. terr:. I. 102.

— — — — So hieß auch, wenn wir an-ders Bastm(L<l. 8so.) trauen dürfen, ein mittel-mäßiger Maler, geb zu Turin 1679. der in 1721.zu Paris mit Miffistppi-Billets ein ausgezeichne-tes Glück machte, und in seiner Jugend auch einigeLandschaften nicht übel geätzt haben soll.

Ger man, (Macrinus). Nach einem Künstlerdieses Namens hat I. Valk (eher Jerem. Falk) ge-stochen.

Gerald, (Balthasar), «ir, geschickter Kunst-gießer von Nürnberg. Von seinem Guße ist daseben so berühmte als geschmacklose Monument-welches um das I. 1663, der Unbefleckten Em-pfänglich, auf dem Hof zu Wien , nach dem Mo-dell eines unbekannten Künstlers, und nicht un-wahrscheinlich nach der Zeichnung Ludwig Burnac-«ini's errichtet worden. Füßli Annaü II. 5.

Geropki'n. S. Semhoff.

*Gerrin. S. Guerin.

Gerritsen, (Vibrand). S. Steffens;.

Gerry, (Johann). So nennt sich ein fran-zösischer Emailmaler (L^molator), der um 1Z55.geblühet hatte. Fiorillo III. 53. Anmerk.

Gerson, ( ) geb. zu Konstantinopel um

»760. erhielt Unterricht im Miniakurmalen von A.d'Abelle, und malte um 1794. wohlgetroffene Bild-nisse zu Hamburg. Hainb LLnstl. lJachr. S. 17.

Gerstel, (Adam), ein Jesuit und Kunstlieb-haber. M- Küssel hat einen H. Jgnarius Lojolanach ihm geätzt. Mrr.

Gerstenberg, ( von), ein geborner Er-furter; schnitt mit'der Scheere auf Pergament undPapier Historien und Landschaften, wobey er ge-stand, daß er nicht das Mindeste von der Zeichen-kunst verstehe; was man ohne Zweifel auch sonstbemerkt haben würde. Er arbeitete um 1730. zuWien. Meus. Misc. XIII. 42.

Gerstenbergk, (Joh. Lauren; Jul. von),Professor der bürgerlichen Baukunst in Jena, kün-digte 1306. an: Anleitung zur mathematischen undtopographischen Zeichnungslehre, nach einem eige-nen System bearbeitet gr. 3. mit 5. Kpf. in Quer-fol. welche neben Anderm sein System über dieGebirgszeichnung enthalten sollte.,

Gersten«, ( ) ein deutscher Kupferste-

cher. Von ihm und Blaschke sind die 21 Blätterzu dem Wiener- Taschenbuchs von 1306. welche.

Grßner. 43t

aus Sr. Llöns Reise durch Neapel dnd Sizilieügeschöpft waren.

Gerrner. ( ). So heißt irgendwo ein

Maler, nach welchem Viatis das Bildniß des Got-tesgelehrten Barch. Viatus gestochen hat.

^Gervais öder Gervase, (Carl). Starb174 ». In seiner Biographie wird er als ein mittel-mäßiger, und dafür, nach Gewohnheit, sehr ein-bildischer Künstler beschrieben. S. auch Jervaise-mit dem er vielleicht derselbe seyn dürfte.

— — (Elias)- ein geschickter Medailleur zuNettwird, dessen Namen man üuf Churmainzischen,Churtricrischen und Abt Ellwangischen Thalern von1764. bis 1763. antrist. Sammt, berühmterMedailleurs 468.

— — ( ). Unter biesem Namen findet

man auch einen, uns Unbekannten Kupferstich,mit der Unterschrift: /.oürr an terra tzst raclieux.1634. Möge das Blatt nur auch glänzend seyn!

Gesell oder Lsell, (Georg). Peter derGroße nahm ihn 1717. zu Amsterdam in seineDienste. Er excellirke in Stillleben, worinn er "(heißt es in einer unsrer Handschriften etwas kraus)

Vorzüglichkeiten mit ihre» Eigenschaften vor-stellte." Die Bildnisse der Evangelisten und Apostelin der evangelischen Peterskirche zu Petersburgsind von ihm nach lauter lebenden Originalen ge-malt. Er heirathete Dorochea Maria Graf, derberühmten Maria Sibylla Merian Tochter, undst l? 4 Z- Meus. Misc. XI. 260.

Gesse, ( ) ein Historienmaler, von wel-

chem man in der deutschen Kirche zu Narva einPaar Gemälde siehet, die er 1733. verfertigte. Erst. daselbst um 1765. Ler-romi/i III. 291.

* Gesss, (Franz). Aus einer adelichen Fa-milie ward er Anfangs zu dem Studium der Wis-senschaften angehalten, machte aber darin ganzkeine Fortschritte. Als Künstler tvaren seine Er-findungen voll Geist - und in Absicht auf Fertigkeitbeneidete ihn selbst sein Lehrer Guido. Vermittelstdieser fiel er auf verschiedene Manieren, und ge-rieth endlich auf die beßte. In dieser ist sein schö-ner St. Francesko alla Nunziata zu Bologna, undAnderes, was ihm wirklich den Namen eineszweien Guido erwarb, den er aber nachwärtsmißbrauchte, so daß es ihm am Ende wie allenSchnell - und>Viel - Malern ergieng , und er sei-nen Ruhm durch eine Menge Arbeiten einbüßte,wo, ausser einem gewissen schönen Charakter undvieler Zartheit, nichts Löbliches mehr zu erblickenwar; lauter kaltes, trocknes, oberflächliches,auch nicht selten verzeichnetes Zeug. Inzwischenblieb ihm die Ehre , daß man sich lange noch häufigzankte: Ob gewisse Tafeln zu seinen bessern, oderzu Guido's schwächsten gehörten? II. 2.

109—10. Von seinen Händeln in Neapel s. Eben-das. I. 615.

Geßner. (Johann Conrad), nicht unwahr-scheinlich der Vater Salomo Geßners, desDichters, der für sein Vergnügen ein Paar Bild-nisse : Heinrich Bullingers und Thomas Platters-dann (i ?>5 ) einen Plan der Stadt Zürich nach H.Vogel geätzt hatte.

— — — — des Dichter Salomo Geg-ners älterer Sohn, geb. zu Zürich 1764. Einfrüher Hang führte ihn auf die Gattung der Pferd-ünd Schlachtenmalerey. Seine ersten eigentlichenStudien machte er in Dresden, unter der Anlei-tung von Graf und Zingg., den alten trautenFreunden seines Vaters, auf der bärtigen Akade-mie und Galerie. Hier entwickelte sich zugleichauch sein zweytes großes Talent für die Land-schaftsisialerey, welche er, von da an, neben sei-ner ersten Gattung, und gewöhnlich verbunden mitderselben, theils nach der Natur, theils nach gros-sen Meistern »«ermüdet übte. Auf dem Dresdner-Salon vom 1 .1785. stellte er bereits sehr schon?