4go G r ü ndle r.
Grkndler, (Gottfried August), von Alten-bürg gebürtig, übte das Kupferstechen , war abereigentlich ein Maler, und stand auch als ein solcherin Diensten bey dem Fürsten Christian Ernest vonCoburg - Saalfeld. In 1763. befand er sich zuHalle in Sachsen, wo er dem dortigen Waisen-Hause sein Naturalien - und Kunstkabinet einrichtenmußte, worauf er sich (hauptsächlich auf die Me-thode, Insekten nach ihrer Abwechselung undSchattirung zu rangiren, und das Geheimniß,solche unverletzt und in ihrem völligen Glänze zuerhalten), treflich verstand. Von seiner Kunst alsKupferstecher sagt He in ecke flache. II. 4. siesey (wie billig) den Umstanden und der Bezahlungdes Orts gemäß.
— — (Johann August), ein Kupferstecher zuHalle in Sachsen, arbeitete bort um 1756. meistensfür Buchhändler, Bildnisse von Aerzten (Büchner),Rechtsgelchrten (Boehmer), Philosophen (G. F.Meyers mitunter auch Königen (Carl I.), gewöhn-lich ohne Namen des Malers. Ein Verzeichnismeines sel. Vaters führt ein Zehnd derselben an.Er starb -775. Mehrere Nachrichten von ihm fin-det man bey Adelung. S. auch L. Borght-giani in den gegenwärtigen Zusätzen.
* Grueneberg, (Martin). Neben Andermbaute er: Die reförmirte Parochialkirche, dasHospital, die Friedrichstätter-Kirche, das Cöllni-sche Rathhaus, und endlich (nicht rJebrtng, wiees anderswo heißt, sondern ebenfalls Er) dasOb-servatorium zu Berlin. He «necke Nachr. I.^9—50. und
Grünervald, (G- W.), gebürtig von Meis-sen, Zeichner und Kupferstecher, Schüler von A.Zingg. Seit vielen Jahren hat derselbe letztreKunst, wofür er ungemeine Anlagen hatte, verlas-sen , um in der Porzellanfabrjk zu Meisten in Goldzu arbeiten. Inzwischen kennt man von ihm großeCharakterköpfe, nebst 14. kleinern, nach Raphael,und eine Menge kleiner Figuren und Kindergruppen— Alles auf Einem Querfolio - Blatt («??«.) sozart gestochen, daß es geätzt scheint Die Plattesoll nicht mehr vorhanden seyn.
* — — (Hans und Matthäus), welche im
Lex. in Einem Art. vereint erscheinen. In der Zu-eignung eines gewissen Iobtns von Strasburg anden damaligen Bischof von Basel, zu Fischart'sUebersetzung von O. Panvini's Lüssieg?ontiäcumwird, neben Anderm, eines Malers Mathis vonGschnaburg gedacht, »dessen köstlich Gemäld zuJßna (Jßni) zu sehen", von welchem Fror, Ho(Ll. Schr. II. Z-sr.) doch, wie es uns scheint,ohne genügsamen Grund, vermuthet, daß darun-ter unser Matthäus Grünervald verstanden seynmöchte. Von ihm kennt man eine Apokalypse, inDürers Geschmack, von Hans einen Blocksbergmit Weibern, beyde in Holzschnitt; und von odernach Einem von beyden, eine Aussicht von König-stein (?). Mrc. und , welcher des Mat-
thäus Monogramm anführt.
Grün!er, (Johann Friedrich). So nenntMeusel II. ohne Weiteres, einen Kupferstecher zuLeipzig (l? 89 ), geb. zu Trünzig bey Awickau i?6r.
Grüsou, (Joh. Philipp). S. Gruson.
Grumbrecht, (A. E), ein Maler, nachwelchem M. Tyroff die Bildnisse dreyer' Grafenvon der Lippen - Bükenburg gestochen hat. ss-rr.
Grum off, ( ). So heißt ein um 1304.
zu St. Petersburg lebender Bildnißmaler, der da-mals dort zu den ersten gezählt wurde, und vonwelchem, neben andern, das Bildniß des Vizekanz-lers Alex. Kurakin sitzend in Lebensgröße vielenBeyfall fand. Meusel Arch. IV. 91.
Grumper, (Johann). So heißt Ritters-hausen, ohne Weiteres, einen Bildhauer zu Mün-chen um 1620.
Guadal.
Grund, (Johann Jacob, oder Norberq),geb. zu Günzenhausen im Anspachischen 175-Sohn eines Hof-Harfenisten zu Würzburg,dirte anfangs und wollte Jesuite werden, als dieAufhebung des Ordens dazwischen trat; hierauferlernre er die Miniaturmalerey, und übte sieAnspach sehr glücklich aus. In den Achtziger-Jahren scheint er sich nach Rom begeben zu haben,wo er 1793. sich noch aufenthielt. In MeusGel. Deutsch!. erscheint er um >30«. noch lebendals Maler zu Prag. Schon um 1789. gab er einemalerische Reise nach Rom (2. Thle, 3. Weis-senbnrg), welche in demselben Jahr, mit bloßerVeränderung des Verlegers auch zu Wien, unterdem neuen Titel: Malerische Reise eines deut-schen Rünstlers nach Rom, ein würdigerPendant zuvolkmann's undArchenhol; Wer-ken, verkauft wurde.
Grundter, (Franz Xaver). So heißt irgend-wo ein Baumeister, der in «777. das Schauspiel-haus zu Augsburg gebaut habe.
Grüner, (I. E.), Kanzleysekretair, Nach-worts Rath und Amtmann zuKoburg, ein Lieb-haber der Kunstgeschichte, vielleicht selbst ausüben-der Dilettante. Von ihm las man um 1790. meh-rere, in sehr gutem Geist geschriebener Aufsätze inMeusels Mus. Nämlich lX. 27-s Ueber Wen-zel Hollar. — X. 342. Ueber einige neue in Eng-land erschienene Kupferstiche. — 354. Recensiondes Latulo^ue ruisorms lls siosuvre cls
— XII. 590. Eben so vonGoerhe's römischem Karneval. — XV. 145.Eben so von Heinecke's ! ÜLtionnairs des /Irti8tes1 s. II. — XVI. 237. Ueber einige neue bunteenglische Kupferstiche. — 242. Anzeige von Hurbers Xotioe8 ^erierales , nebst dem Wunsche Vonneuen Imposturss inriocsntes, — dem Wir gernebeypflichten wollten, wenn anders bloß Männervon A. Bartsch Talenten solche auszuführen sicherkühnen würben.
Grunmer, (Adam), wird vonLersnerdl.235.) unter den alten Malern der Stadt Frankfurtam Main angeführt.
* Grupello, (Gabriel). Derselbe war an-fangs ein Mäurer, und hat sich selbst in einerkleinen Bildsäule von weissem Marmor als einenMäurer-Lehrburschen, mit einem Korb in derHand, vorgestellt, ^c.
Gruson oder Grüson, (JohannPhilipp),Professor der mathematischen Wissenschaften amadelichen Kadettenkorps zu Berlin seit 1794. (vor-her seit 179«. Königl. Preussischer Ober-Baude-partements-Assessor, und noch früher Königl. Preuff.Baucondukteur z» Magdeburg), geb. in der Neu-stadt Magdeburg 1763. Von ihm kennt man eineMenge mathematischer und ökonomischer Schrif-ten, die in Meusels Gel. Deutsch!, verzeich-net sind, und aber Architektur selbst nicht zumGegenstand haben. Er lebte noch 1796.
Geyer. S. Grsef.
Gryff, ( ). Unter diesem Namen findet
man 44. Blätter, welche den Titel: Nogueriesführen.
*Guadacknt, (Franz). S- den Art. GabrielUgh«.
*GuadagNlN«, (Jacob). Mit ihm (sagtLanz« II. 123.) erlosch noch vollends zu Bassanodie dortige Schule von da Ponte, deren Arbeitener noch, freylich nur sehr schwach, copirt hatte.
Guadal, ( ) ein uns sonst unbekannter
Maler zu St. Petersburg. Auf der dortigen Kunst-ausstellung 1304. sah «nan von ihm das Bildmßdes Kaisers Alexander zu Pferde, woran aber so-wohl Aehnlichkeit als Zeichnung durchaus verfehltwaren. Das Pferd drohte auf seinen drey Beinenauf den Zuschauer zu fallen, und man fürchtete