Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
489
JPEG-Download
 

Gröskurt.

der Künste in England, und Kapitain unter derMiliz in Surrey, war, nachdem er die Alterthü-mer von England, Wales und Schottland durcheine Reihe von Ansichten von verfallenen Klösternund andern Ruinen erläutert hatte, im Begriff,die Ausführung seines ganzen Plans durch die vonE-chotkland zu beendigen, als er, ungefähr einenMonat nach seiner Anstellung in diesem letztemLande > 79 > in einem Alter von zs- I. starb. Manhat von ihm, neben andern, die englische Sprach-und andre Alterthümer erläuternde Schriften tIrestigs on aricient Hrmour et eapons; kulssfor öravvinA caricatures > ttie subzect iüustrsteä^,,ch four Lopperplstes > vltb an essazr oricomic kamtinZ. Baut.

»Groskurt, ( ). Derselbe hieß H. P.

Er arbeitete auch für den König in Preussen. Manfindet von ihm Denkmünzen von 1694. bis 1726.Mc.

* Grosmann,^ (Carl August), Zeichnet,Kupferstecher, Kupferätzer und Kunsthändler. Geb.zu Königsbrück in der Ober - Lausnitz 174«. undgest gegen Ende des XVIIl. Jahrh. Im Katalogvon wmkler, dessen Kunstcorrespondent er war,finden sich wahrscheinlich alle seine Arbeiten ver-zeichnet, meist Gattungsstücke in Ostade's Ge-schmack, und zum Theil für Almanache bestimmt.Mnliches hat dann I. M. Frey nach ihm gesto-chen. Von ihm selbst kennt man noch 16. Prospektedeutscher Städte. Seine Aimanachsblätter mitGegenständen aus Siegwart werden für sein Beß-res gehalten.

*Grosni'er, (Madmois.). Neben Andermkennt man von ihr zwey Blätter: 1 a Marmore« etl'Ours. Mrc.

Groß, (Abraham. S. Graß.

— — (Adam Ernst), ein Maler aus Böhmen;arbeitete in Diensten des Freyherr», von Plenken,Kaisers Oberamts - Kanzlers in Dreslau. Er starbdaselbst um ,694.

— — ( ) geb. zu Minuenden im Herzog-

thum Würtemberg; erwarb sich auf Reisen, beson-ders in Holland, nicht gemeine Kenntnisse in derBaukunst. Er ward Ober-Landbauinspektor undExpeditionsrath in Stuttgard um 1770. SeineGebäude empfehlen sich hauptsächlich durch Dauerund Bequemlichkeit. Derselbe hatte das ganzeBauwesen der vorher abgebrannten Stadt Göppin-gen geleitet. Dann kennt man von ihm verschie-dene, eben so sehr durch Einfachheit als durchStarke ausgezeichnete Brücken, wie z. B. die Nek-karbrücke zu Plochingen. Mensel I. II. Er lebtenoch 1739.

— — ( ) ^n Kupferstecher; arbeitete

im XVII. Jahrh, in England. Von ihm kenntman, neben Anderm, das Bildniß des Arztes Ke-nelm Digby. Mrc.

Grossart, (Madame). Dieselbe wird vonFlonllo III. 526. ohne Weiteres, unter den (i 8 c> 5 -)noch lebenden Bildniß- und Gattungsmalern ge-nannt.

G ro ss,, (Bartholome). So wird bey Lanz,(II. 286.) ohne Weiteres, ein Maler von Parmagenannt, der, nebst seinem Eydam, Jacob Loscht,um ,46s. dort gearbeitet habe.

Grosstus, ( ) ein Maler aus Braun-

schweig , befand sich in Gesellschaft des Herrn -Ber-lhold (d. i. Jtzig) aus Berlin, im Frühjahr i 8 c> 3 -zu Konstantinopel.

Großmann, (Leopold), baute 1763. dieArche zu Maria Heimsuchung im Waisenhaus- zuWien. Nicolat.

* Gror. S. Groorh.

Grueriabergkr.

Gr 0 tescht, (Jacob de), ein Groteskenlna-ler zu Turin um 1550. ng. b.

Gr 0 rhfcheItng, (Benedikt), ein Maler; ar-beitete um 1690. zu Kopenhagen. Ancobae«L.Mrö.

Grorra, (Anton). So nennt Lasan (L«l.sec.) einen uns sonst unbekannten Künstler, wel-cher 57. Bildnisse von Fürsten und Fürstinnen desHauses Oestreich gestochen habe.

Grove, (Henning). S. Graf.

Gr 0 y, ( ). So nennt Mensel II. (somit

um ,739.) einen Bildnißmaler zu Stuttgardt, des-sen damalige vornehmste Arbeit ein Churfürstl.Bayrisches Familienstück in München gewesenseyn soll.

Grozter, (Joseph), ein Kupferstecher zu Lowdon. Von ihm kennt man einen St Johann,und ein andres Blatt: 8kierp«röei8, beyde nachReynolds. Dieß ist wahrscheinlich derselbeKünstler, der bey Lasan > LN. 8«o.) I. Grozecheißt, und von dem er sagt, daß solcher um 1737.und 88. nach verschiedenen englischen Meistern inpunktirter Manier gestochen habe.

Grubenmann, (Hans und Ulrich), zweygeschickte Bau- und Zimmermeister, gebürtig vonTüffen, in dem Schweizer-Canton Äppenzell A.N bauten um die Mitte des XVIII. Jahrh eineMenge hübscher Landkirchen in der Eidgenossen-schaft; vornamlich aber machten sie sich durch dreyhölzerne Brücken, zwey über den Rhein (zu Reiche-nau in Bündten und zu Schafhausen), und eineüber die Limmath bey dem Kloster Wettingen / be-rühmt; welche aber alle in ,799. ein Raub derKriegsflamme geworden. Von denselben findetman einige i? 7 Z. zu Paris gedruckte Nachrichten.Noch bessere, nebst Abbildungen in Cope's Rei-sen, und in Ebels Schilderung der Gebirgs-völker der Gchrveiz I. 388—93- und von der zuSchafhausen insbesonders ein eigener Aufsatz vonL- Jetzler (1778.).

Gruber, (G.). So heißt im winklerschettKatalog, ohne Weiteres, ein Baumeister in Ruß-land, nach dessen Zeichnung G. A. Liebe und G.C. Endner zu Leipzig, unter Aufsicht des ArchitektSiegels, zwey prächtige Architekturblätter, in Far-ben ausgemalt geliefert haben, welche sehr seltensind, da sie niemals ins Commerz gekommen waren.Auf einem derselben liest man an einer großenSäule: o^mnaaium ?olocen8« 80c. ,s«8u. Ö.v. v. Dasselbe sollte nämlich zu Mohilow sehrgrandios ausgeführt werden, kam aber niemalszu Stande.

— — (Tobias), Abbe, jubilirter KK-Kam-meral-Baudirektor zu Prag, Mitglied der Königl.Böhm. Gesellschaft der Wissenschaften und Sekre-tair der Kunstakademie zu Prag, gab 1304. einekritische Uebersicht der Linearperspektive zur Verein-fachung und Versinnlichung des Unterrichtes fürangehnde Künstler. 8- Prag bey Hasse (9. Kpst.)welche gerühmt wurde. Starb 1306. MenselArch. II. I. 2oz.

Grue, (G. F. A.). So nennt Gandellmi,ohne Weiteres, einen Künstler, welcher Landschaf-ten gestochen habe.

Grübler, (Florian), ein Bildhauer vonKol-nitz; studirte in der Akademie zu Mannheim, woer »779. den dritten Preis erhielt.

Gruentbroech, (Johann), genannt Sol-farolo, Landschaftsmaler zu Mailand um 1630.L. A. Tavella war sein Schüler. 8VME X. L.II. l 99 -

Genen aberger, (Jacob), Maler in Nürn-berg, in »541. alt 42. 1 . Derselbe ist bloß durchsein Bildniß bekannt. Mcc.

Rrr