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Ausstellungen verfehlte er es nie nach Paris zukommen, wo er dann immer eine beträchtliche An-zahl seiner Zeichnungen zurückließ; auch findet manviele derselben in den französischen und andernKabinetten. Eine solche wurde von einem italieni-schen Maler bey der Gemälde-Versteigerung PabstWius VI. der sie von dem Großherzog von Toskanaum Geschenk erhalten hatte, für 200. Thlr. er-auft. Er starb 24. Dez. 1800. und hinterließ eineGemälde-Galerie und ein ansehnliches Portefeuillevon Zeichnungen. Baur. Etliche Paar von ihmgeätzte Landschaften (eine in Kreiden - Manier) ,und dann an die dreyssig Blätter, welche Ambrosi,Chedel, Choffard, Cochin, Dazincourt, Gutten-berg, Lempereur, Paris (?) Patte, Piquenot undTardieu nach ihm gestochen haben, führt an.
* Deshayes, (Joh. Baptist). Da Colin deVermont keine Schüler annehmen wollte, so begaber sich unter die Leitung von Restout, der nocheinen gewissen Sinn für das Große und Edle hatte.Von einigen-wird er auch unter die Schüler vonVandieres gezählt. Schon in seinem zwey undzwanzigsten trug er den ersten Preis bey der Aka-demie davon, und wurde hierauf in die Königl.Zcichenschule aufgenommen, welche damals unterCarl Vanlvo stand, und worinn er auch drey Jahreblieb. Ein Joseph mit Potiphars Weibe machteihn mit Bouchcr bekannt, dessen älteste Tochter ernachwerts heirathete; und zwey andre seiner Bilder,ein Besuch der H. Jungfrau, und eine Verkündi-gung, fand man in Paris so schön, daß er sofortmehrere Bestellungen erhielt, und dann nach Italiengieng, wo er ein volles Jahr an einem Anfallevon Melancholie litt, glücklicher Weise aber sichwieder erholte, und nunmehr die bedeutendstenFortschritte machte. Nach seiner Rückkehr (1758.)wurde er von Boacher der Akademie vorgestellt,Lie ihn sofort unter ihre Mitglieder aufnahm. SeinReceptionsstück war: Venus, die Hectors Körperder Verwesung entzieht. Unter seinen Altarblätternwurden ein St. Andreas der das Kreuz anbetet,woran er den Märtyrertod leiden soll, für eine Kirchezu Rouen, und, für eine andre zu Orleans, einSt. Benedikt, der in seinem letzten Augenblick dasAbendmal empfängt, gerühmt. Die vielen Arbeiten,womit man ihn.überhäufte, untergruben s. schwacheGesundheit, und beschleunigten sein frühes Ende.Er hinterließ daher auch eine beträchtliche Anzahlunvollendeter Werke. Fton'Ho III. 372-73. »Wennwir" (sagt dieser Schriftsteller) »dieArbeiten vonDeshayes nicht nach dem höchsten Maaßstabemessen wollen, so können wir sie doch zu den hetz-ten zählen, die damals zum Vorscheine kamen. Ercomponirte große Scenen mit Leichtigkeit (so z. B.seine Vermählung der H. Jungfrau) und hatteeinen gefälligen Styl. Allein die einzelnen Theileführte er nicht sorgfältig aus." Dann heißt esbey Vareier und l'Evesque (es scheint aber, alsob erstrer nicht zu dem Urtheile stand, da solchesmit: Hrtlcla äs Nr. rubrizirt ist): »Er
hatte Warme und Charakter, ziemliche Correktheit,mehr Gefühl als Eleganz in den Formen, mehrAnlagen, das Große als das Schöne zu fassen.Sein Pinsel war voll (larZe) und fest; sein Kompo-sition verrieth Enthusiasm; sein Colorit hatte nichtsAuffallendes, aber sie war für die Geschichtsgat-tung nicht unschicklich. Er war mehr zu starkemAusdrucke als zu sanften Leidenschaften gestimmt."—Wenn ein solches Urtheil nicht ein Quodlibet heissensoll, so kennen wir keines. Von Cochin dem Sohnhat man: Lssais sur 1 a Vie de A. s.
Nach ihm haben Aveline, Bonnet, Floding, I.C. Francois, Hemery, Laurent, Levesque undParizeau Blätter des verschiedensten Jnnhalts(Bildnisse, Landschaft, doch vornämlich Geschichte)gestochen, die bey L verzeichnet sind; und dürf-ten vielleicht die beyden geatzten von seinem Schüler,P. Parizeau (die Marter von St. Andreas) und eindrittes von Ebendemselben in Tuschmanier (Achillesin den Wellen des Lanthus) den wesentlichenKunstwerth des Malers für's Ausland am Ge-treuesten darstellen.
Desmarest.
* Deshayes, ( ) der Bildnißmaler, dessendas Lexikon gedenkt, malte auch andre GegenständeMrc. Nach Fl'orillo III. 373. scheint aber dieserdes obigen jüngerer Bruder gewesen zu seyn, deraber nichts Großes geleistet hätte.
— — ( ). Noch einen andern Deshapeg
(Maler oder Stecher?) führt //. an, der zu denFeiten des Abt von Marqlles gelebt hätte, undvon dem man eine, mit seinem Namen bezeichnete,Abnehmung vom Kreuze, und das illuminirte Blatteines St. Bruno kenne.
— — ( ). Endlich wird auch so, im)U-
manscü des 8 eaux-^rt 8 von 1803. ein neuererKünstler unter der Rubrik der damals in Parislebenden Landschafts - Marine- und Architektur-malern genannt.
Desjardlns, ( ). So wird im älmg.
UNLÜ des keaux - ^rts von iZc> 3 . ein damals iuParis lebender Baumeister genannt.
Destderio, (Franz). So nennt /s. einenLandschaftsmaler von Pistoja, der mit dem folgen-den schwerlich derselbe ist, und von welchem manzwey selbst geätzte Landschaften mit Hirten kenne.
* — — — (Monsu), lebte, nach Lanz,I. 6 io. zu Correnzio's Zeiten, der die perspektivi-schen Gemälde des erstem mit vortreflichen kleinenFiguren soll geziert haben.
Desir, ( ) ein Künstler dieses Namens
Wird im Almanach des 6 esux-^rts von iZoz.unter den damals in Paris lebenden Bildnißmalemgenannt.
Deslandes, (A.Daudier). So nentL einenPerspektiv - Maler, nach welchem Jsr. Silvestreeinige Aussichten gestochen hätte.
Des! er, (Johann). Und so einen deutschenMaler, nach welchem er zwey von I. A. Boenergestochene Bildnisse anführt.
* Deslye. S. Lyens, (des).
* Desmaisons, (Peter), geb. zu Paris.Derselbe gab schon in seinem zwanzigsten JahrBeweise seiner Fähigkeiten. Von ihm kennt manverschiedene ansehnliche Bauten von 1733^76-Von letzterm Jahre datirt sich der nach seinenZeichnungen wieder aufgebaute Theil des abge-brannten Pallastes (?). Er erhielt den St. Michaels-Orden. Msc. A. führt nach ihm gestochene Planeund Aufrisse der großen Stiege im ErzbischöflichenPallaste zu Paris, dann zwey Blätter von Ran-sonettS: l'Arrivee du Kais a soukalais destustice,und Vue perspective du kalals Royal an.
Desmarais, (B.). So nennt einen Bau-meister von Turin, nach welchem G- A. Belmondedie Ansicht einer durch den Fürsten von Lichkensteinzu Turin veranstalteten Illumination gestochen habe.
* Desmarees, (Georg). S. Marees.
* Desmarest, (M.). S. Marais, (des).
— — auch Desmarez und de Marös,
( ) eitt französischer Geschichksmaler der neue-
sten Zeit. Derselbe war bis znm Ausbruche derRevolution Sekretair bey der französischen Gesandt-schaft zu Stockholm, und beschäftigte sich Ich»"während dieser Zeit als Liebhaber mit der Kunst,der er sich nachher, als er seinen Posten verlor,ganz und mit so viel Erfolg widmete, daß cr's indem schwersten Fache derselben zu einem hohen Gras.der Vollkomenheit brachte, wenn gleich seine Schulein einigen Theilen der Kunst ihn verdorben hat-»Demarez" (so urtheilt Fernorv von ihm) »hatdas Talent der Erfindung, Feuer und Energie;er liebt pathetische, tragische Auftritte, und selbstsein Colorit ist dem Ernst seiner Gegenstände an-gemessen , aber dabey roh und unharmonisch. D>eAnordnung dann theatralisch, und der Ausdruck «>Stellungen und Gebehrden übertrieben." Für veu