Desmarest.
bekannten Lord Bristol verfertigte er ein gräßlichesBild in Lebensgröße, den sterbenden Cato, der sichdie Eingeweide aus dem Leibe reißt, und jetzt nachdem Tode des Lords dem Künstler geblieben ist,der noch in seinen beßten Jahren im I. iZoz. zuFlorenz lebte, und dessen gebildeten Geist, und —seine bey einem sonst ernsten Charakter, übrigensäusserst lebhafte Unterhaltung, der oberwähnteKunstlichter eben so, wie sein Kunsttalent nichtgenug rühmen konnte. Allein zu Ende des ge-nannten Jahrs iZoz. riß in Loscana ihn einfrühzei-tiger Tod dahin. Fioritto III. 427. der von ihm, alssein beßtcs in Rom gearbeitetes Gemälde, einenin dem Armen des schönen Theoxenus sterbendenPindarus hält.
Desmarest, auch Dumarest, ( )
ebenfalls ein französischer Kupferstecher dieses Na-mens der neuesten Zeit, von weichem wir zwarnichts anzuführen wissen, der aber doch von be-deutendem Rufe seyn muß, da derselbe, öffentlichenBlättern zufolge, durch das Dekret der fränkischenRegierung vom 2z. Jan. iZoz- zum Mitglieds dervierten Klasse (der Schönen Künste) vierter Sektiontder Kupferstecherkunst) des National-Instituts zuParis erwählt wurde.
* Desmareeauz-, auch Demarteau(Egidius), der Aeltere, Stecher in Crayon- undPastell-Manier, geb. zu Lüttich 1722. und gest.zu Paris, am Schlagfiusse 1776. als Pensionnairdes Königs. Im I. r?6?. oder 69. ward er,auf ein Blatt nach Cochin hin, das den Tod desbey einem Aufruhre verwundeten Lykurgs vorstellt,zum Mitgliede der Königl. Akademie der Malereyaufgenommen. Wie schon das Lexikon bemerkt,gehört er unter diejenigen, welche sich die Erfin-dung des Stechens in Zeichnungs-Manier zueig-neten; und sicher gebührt ihm wenigstens der Ruhm,diese Kunst vervollkommnet zu haben. Er war einso fleifsiger Künstler, daß sein Werk über 560.Blätter enthält, von welchen Rost VIII. 194— 95 .die vorzüglichsten anführt, die sowohl Bildnisse,als Geschichte, und selbst Landschaften in erwähn-ter und ander» Manieren, nach Boucher, Cochin,Doyen, Houel, Stellaert und I. B. M. Pierre,zum Gegenstand haben, das erwähnte Receptions-stück seines Lykurgus aber immer sein Hauptblattblieb.
Despeches.
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zuerst soll erhoben haben (letztres Blatt v. Embrun be-endigt), gestochenhat. L u.Mrc. S.auchDumoulm.
Desmoulins, ( ). So nennt auch S)
einen Maler, nach welchem G. Rousselet das Bild-mß von Tanequil le Fevre, und Bonnet theilsemzele Blatter von Thieren, theils ganze Hefte vonHunden, Katzen, Pferden, Eseln , Hahnen undVogeln soll gestochen haben.
Desnos. S. Denos.
Desnoyers, (August), einer der ersten (1806)zu Paris lebenden, und noch sehr jungen, Zeichnerund Kupferstecher, der bereits um igm. einenPreis in seiner Kunst erhielt. Von ihm kannteman schon vor ein Paar Jahren: Dädalus undJcarus nach Landon; die Hoffnung, die den Un-glücklichen bis zum Grab unterstützt, in punktirterManier, nach Caraffe; Venus, welche den Amorentwaffnet, nach Robert Lefevre; und lss peniblesTlclieux nach HIlaire le Dru, ebenfalls in punk-tirter Manier — ein Blatt, welches theils seinesinnern Werthes, theils der Zeitumsiände wegen sehrviel Glück machte, und von L a n d 0 n (AnnalenI. 287—89-) ausführlich beschrieben wird. Seitder Zeit indessen hat er sich an weit Höheres ge-wagt. Nach seinen und Jsabeys Zeichnungen er-schienen nämlich nicht nur -805. die Bildnisse desKaisers Napoleons und dessen Familie in derRistoirs äu Louronnement, sondern von ihm istauch hauptsächlich das vortrefliche Blatt: la VierZs,üits ladellsJardlinsre, nachRaphael, mit einemGeist und einer Kunst gestochen, welche derjenigenvon Edelink und andrer der größten Meister kaumweichen darf. „Wohl ohne Vergleich" (sagt dasZüricher - Journal für Litteratur und RunstI. 77.) »das schönste und lieblichste unter denneuesten Produkten der Stecherkunst, das man ingewissem" (wahrscheinlich in jedem) „Sinn unta-delich nennen kann. Ein glänzender, kräftiger undzugleich in den feinern Theilen sehr zarter Grab-stichel, eine mannigfaltige u. doch harmonische Ab-wechslung der Töne, und eine liebvolle Vollen-dung aller, auch der kleinsten Theile, bezeugen dasgroße Talent des Künstlers," u. s. f. Auch imXXVII. Hefte des Lluses ssrsn^ois findet manvon ihm das vortrefliche Blatt eines antiken Amors,nach der Zeichnung von Jngrs.
— — — — der Jüngere, geb. zu Lüttich,ein Neffe und Schüler des Obigen, arbeitete voll-kommen in derselben Manier, und trug den Na-men eines Kupferstechers des Königes, von demer auch ein Jahrgeld erhielt. Derselbe hat denVerlag seines Oheims beträchtlich vermehrt, undeinen Katalog davon drucken lassen. Rost VIII.196. führt von ihm: le klaisir innocent, und:le IVlouton clieri, daittl zwey Jagdstücke, undeinen liegenden Amor der weint, Alles nach Huet,in vermischter Rothstein- und Schwarzkreidenmanieran. Im Ulmsnacli des Usaux-Tlrts von i8c>Z.wird er noch unter die zu Paris lebenden Kupfer-stecher gezählt. Auch in den Xouvellss des ^rtsIV. 163. (also noch i 8 c> 4 -) wird von ihm einApollo vom Belvedere, nach Grangers Zeichnungangeführt.
Desmokes, (Arnold), vermuthlich ein fran-zösischer Glasmaler; verfertigte die aus 20. Tafelnbestehende Fenstergemäldeder erzbischöfiichen Haupt-kirche zu Auch, der Hauptstadt in Gascogne. Die' meisten darauf gemalte Figuren sind in natürlicherGröße vorgestellt, und die Hauptgegenstande sindaus den Geschichten des alten und neuen Testa-ments entlehnt. Alle diese Stücke sind richtig ge-zeichnet und von lebhaftem Colorite. Sie wurden1509. beendigt, ie 1°. I. L. iz.
Desmoulins, (I. B-S. F ), ein französi-scher Kupferstecher, der um 1775. nach Chatelet,H. Robert, u. a. dann auch für die Vs^aZe pi»torssgue 6s Xaplss, und eine Ansicht des Cratersvon Monte nuovo, so wie sich derselbe in -538.
Deson, (P.), ein französischer Kupferätzer.Man kennt von ihm neben Andern» einen Plan vonder Stadt Dünkirchen. Mrc.
Desori'a, ( ) ein Künstler dieses Namens
Wird im TVmanasü des Lsaux - Arts von 130z.als ein zu Evreux wohnender Maler genannt, undvon ihm neben Anderm ein Theseus angeführt,der das Schwerdt seines Vaters entdeckt.
* Deform eaup, (Johann Bapt.), lebte zuAnfang des XVIII. Jahrhunderts. Nach ihm hatDesplaces ein Mädchen mit einem Vogel (1716.)und Duchange (1718 ) eine Diana gestochen, dieden Cupido entwaffnet.
*Desove, (Jakob). S. Seve, (Jakob de).'
* Despax, (I. B.), ein Maler, den Lr'o-rillo III. 289- einen der beßten Schüler von A.Rivalz nennt. Derselbe setzte sich zu Toulouse, undwar Mitglied der dort errichteten Akademie. Fr.Baour (?) hat nach ihm (1725.) das Bildniß PeterGondelin's, eines Gascognischen Dichters, undI. F. Foulquier (abermals ein unbekannter Name)zu Toulouse, den Tod der St. Monica, ein Altar-blatt, gestochen. A.
Despeches, (Florent). So nennt einenKupferstecher, der zu den Zeiten des Abt vonMarotte« lebte, und nach Raphael gearbeitethaben soll.
— — — — Und eben so hieß, dem Supple-ment im Lexikon zufolge, ein französischer Land-schaftmaler, der um 1760. zu Marseille arbeitete.
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