Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Goetze.

Gois» 461

B-bl. der Sch.Mss. XXX.241— 53 .317.u ff. rfticolai Relsen Vlll. 138-39. von Ster-ten II. 222. u. ff. An der citirken Stelle vonMeuselsMus. sagt L- B. Junker von ihm:

Er ist ein schöner, launigter, ganz gesellschaft-licher Mann. Seine Sache scheint" (es war nochin München) »hauptsächlich Miniaturmalerey zuseyn; doch hab' ich auch ein Oelgemälde von ihmqesehen, wo ich nicht irre eine Scene aus KönigLear, wo jedes Gesicht voll wahren Ausdrucks,die Kleidung costüm, die Bewegung wahrscheinlichwar. Bey Anlaß der Recensionen seiner leiden-schaftlichen Entwürfe meinte er: Daß er mehrGlück als Verstand gehabt habe. Dieß mag ge-sagt seyn, um ihn als einen Mann ohne alle Prä-tension darzustellen." Ein 20. seiner Blätter sindsehr genau im winklerfchen Katalog verzeichnet.

Goeye, (Paul), Stadtmaler zu Nürnberg,lebte noch i? 89 - In Mensel I. heißt es: Ob-gleich er gewöhnlich Tapeten male, seyen von ihmeinige vorzügliche Stücke in Oel, wie z. B. 1 a ka-mills <w Lalas bekannt; was aber späterhin (I. c.II.) dahin berichtigt wird: Daß er eigentlich nichthicher gehöre, da er bloß im Anstreichen der Kut-schen, Hausthüren und Laden excellire.

* — — (Madmois.), Gottfried Ber-nards Tochter, deren im Lex. unter dem Art. ihresBakers, ebenfalls als Künstlerin Erwähnung ge-schieht. Sie wurde zugleich für eine der schönstenAugsburgerinuen geachtet; eine Notizz, die man-cher andern wohl werth ist.

— — ( ) wird um i ?78 von Meusel

II. ohne Weiteres, Kirchenrathsbaumeister zu Lud-wigsburg genannt.

*Goetzinger, ( ) hieß Johann Sa-

muel, geb. 1734. lernte bey seinem (vor 1778 )verstorbenen Vater die Pettschirstecherkunst und dasMedaillenschneiden. Dann schnitt er auch in Glasund Stein, verfertigte Schwefel und Glas-pasten, und starb als Fürstl. Kammermedailleur zuAnspach 1791. Meusel I. und II. Mehrere Nach-richten von von ihm s. in Ebendess. Miscell. II.19-22. und Museum XVI. 289. hauptsächlichaber Lbendas. I. 51—53. wo seine Gravierarbei-ten fleissig und correkt genannt werden, dann aberan ihm gerügt wird: Daß er damals (i?87-) seineBestellungen meist seinen Söhnen überließ, bey sei-nen Ausfertigungen etwas schnell zu Werk gieng,sich so eben mit Pouffiren einer Büste seines eignenFürsten—bloß aus der Imagination beschäftigte;dabey, nach seiner eignen Sprache zu reden, einbesondrer Geist war, Jahre lang zu Haus blieb— wenn er dann aber etwa einen Ausflug wagte,die ganze Familie daran Theil nehmen ließ.

Goeyl, (Joseph), Bildhauer, arbeitete umi? 85 . zu Augsburg, von Sterken.

Gofar. S. (Laffa.

G offarr, (E-X So heißt irgendwo ein Künst-ler, der nach Rubens den Martyrtod von St- Lau-ten; gestochen habe.

Gogel, (Johann Martin und Johann Noah).Zwey Kunstliebhaber zu Frankfurt am Main; zeich-neten artige Landschaften mit Tusch auf Perga-ment. Sie ätzte» auch, jeder ein kleines Land-schäftgen mit lustigen Figuren im MerianischenGeschmacke 1661. H. S. Hüsgen S. 64.

Gohl, (Joh. Christian Samuel), geb. zu Ber-lin 174z. legte sich auf die Mathematik, und stu-dirte zu Braunschweig, wo er in Herzogl. DienstenHauptmann wurde. Das Bildnißmalen lernte erbey der Hofmalerin du Gase (Rosina Lisieewsky),und reiste mit ihr nach den Niederlanden, wo erein Jahr lang fleiffig studirte, und nach seiner Zu-rückkauft nach Gemälden in der Salzdahler - Galeriecopirte. Zu Berlin ließ er sich auch von seinerLehrmeisterin Bruder und Schwester in dem Coloritund in der Komposition mehrere Anleitung geben.

Er malte einige historische Stücke (so wie ;. B.Venus bey dem Grabe des Adonis) , vornämlichaber Bildnisse. M'colar und Merisel II.

* G 0 ja oder Goya, (Don Franz), KönighSpanischer Kammermaler; ein sehr geachteterKünstler. Derselbe wurde erst in der Schule vonI. L. Martine; gebildet. Mit einigen andern sei-ner Kunstgenossen verschönerte er die neue Kirchedes H. Franziscus zu Madrid. Ein andres Bildvon ihm sieht man am Chor der Sakristey derKirche Madonna del Pilar zu Zaragoza, und einschönes Deckenstück in eben derselben. Er lebtenoch 1806. /iorillo IV. 4 'i. und 433.

Goj einer, (I.), ein uns sonst ganz unbe-kannter Künstler, nach welchem B. a BolswertJesus bey Martha und Maria gestochen hat.Huber 1431.

G 01ffon und vincent. Unter diesen Na-men hat man: Nemoirs artistells des Principesrelstlks ä 1a stdels repräsentativ!, des Anirnaux,concernant 1 s Lüsval. Alkort 1779 Z. Vol. inkolio, svec ki^nres.

* Gois, (N-), der Vater, dessen das Lex.8. V. Goy kürzlich gedenkt. Derselbe war schonum 1765. Mitglied der Königl. Akademie zu Paris,und 1778- Professor adjunktus derselben Seithertrat er, erst nach der Revolution, wie ganz neu ansLicht. Im Almanach clss IZeanx-Arts von 1803.Wird er nämlich unter den damals zu Paris leben-den Bildhauern, und von seinen Arbeiten: DerKanzler von Hopital, der Präsident Mols, unddas Basrelief über einer der Pforten des Justiz-pallastes angeführt. Auch unter der neuen Ord-nung der Dinge bekleidete er eine Lehrstelle an dersogenannten Spezialschule der Malerey- und Bild-hauerkunst zu Paris (Lands» Anna!. I. z6.)und lebte noch 1305. Ob hingegen Er, oder seinnachfolgender Sohn es sey, der im I. 1306. alsProfessor der Sculptur an der Lcole de peinturs,8culpture st Arckitecturs ds Paris mit 24 ,00.Livr. Gehalt gestanden, ist uns unbekannt.

— — ( ) des Obigen Sohn und Schüler,

ebenfalls Bildhauer, bekannt vörderst durch seineStatue der Venus, welche ihm den sogenanntenAufmunterungs - Preis erwarb; eben so durch seineGruppen von Regulus, und den drey Horaziern,wie sie zum Kampf aufbrechen; welche letztem erauf dem Salon des I. VIII Lebensgröße in Gipsaufgestellt, und woran jedermann den lebendigenAusdruck, die schönen Formen und eine sorg-fältige Ausarbeitung bewunderte. Hierauf, im1.1802. verfertigte er, anstatt des während derRevolution zugrundgegangmen Denkmals der Jo-hanna d'Arc zu Orleans, für diese Stadt dasModell zu einer Bildsäule der ermeldten Heldin inLebensgröße, in Erzt, mit mehrern Reliefs aufdem marmornen Piedestal. Eine ausführliche Be-schreibung derselben findet man bey Lands»(Annal. II 212-13 und III. no—12 Und vonihm selbst erschien eine solche, unter der Aufschrift:Reedistcation du lVIonument de Jesnne d'Arc dsnsla Vills d'Orlsans. 8. Paris 803. ckesUeber den Guß dieses Denkmals durch Rousseauund Honors, welcher ebenfalls von ihm geleitetwurde, l. man den im Atüsnee des Arts dießfallsvon Rondeler, Beauvarler und Duchesne er-statteten Bericht (Na^arün encyclopedigue 1805.X°. 2.) der zugleich Nachrichten zur Geschichte dergroßen Gießerey (für Kolossalstatüen) in Frank-reich enthielt, und ein erheblicher Beytrag zurKenntniß des mechanischen und praktischen Theilsdieser Kunst war. Von dieser letztgenannten Arbeitfällt Landon I!. cc. ein Urtheil wie folgt: „Diesesechs Schuh hohe Figur ist eben so edel im Blickals in der Stellung. Der Künstler hat Muth,Kühnheit, Stolz und den hohen Enthusiasmusseiner Heldin sehr wohl mit den schönen und un-muthigen Formen ihres Geschlechts zu verbindengewußt. Sie ist bewaffnet und geharnischt, und