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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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462 Gois.

macht eine Bewegung, als wollte sie sich auf dieWälle der von ihr befreyten Stadt hinaufschwin-gen. Drey aus den Hauptepochen ihrer Lebens-geschichte entlehnte, sehr verständig componirteReliefs zieren den Untersatz." Abbildungen imUmrisse von dieser Bildsäule sowohl als von demGrupp der drey Horazier finden sich ebenfalls beyLands», welche das ihnen beygelegte Lob unsvollkommen zu bestätigen scheinen. Endlich einelesenswerthe Epistel über die erstre, an den Künst-ler von dem Professor F. p. A- Leger s. in degdlouvölles äes t^rts IV. 97—100. Ebenfalls imI. 1305. arbeitete Gois an dem Modell zu einerRitterstatüe des Kaisers Napoleon für die StadtOrleans. R» 7 /. xmü/.

G 0is, ( ). Nach einem andern, uns sonst

ganz unbekannten Künstler dieses Namens hat Si-mon: Is Pantheon» on lss Innres cie 1 a pablegestochen.

G s lawaczevskoi oder Golawa-schaffsky. S> Gholorvarschervskoi.

* Goldar, (Johann). Nach Basan (klä.SSL.) geb. zu Oxford 1729. Von ihm kennt manz. B- tüs rscrutln^ 8 erzsant, ths Uulusal undtüs 8 acri 6 cs , alle nach I. Collet; das Gesind-Einregistrirbüreau, nach Daws; und den wan-dernden Musikant, nach Dietrich. Mrc.

Golddach, (Christian Friedrich), Kalkulatorin der Raths - Einnahmstube zu Leipzig, geb. zuTauche 176z. ein Dilcttante der Astronomie, gabin 1799. zu Weimar, in Queerfol. einen: Neue-ster Aimmelsarlas, zum Gebrauch für Schul-und akademischen Unterricht, u. s. f. in einer neuenManier, mit doppelten schwarzen Sternchartenbearbeitet. Lebte noch 1305. Mensel Gel.Deutsch!.

Goldmann, (Niklaus). Dieser Künstler er-fand eine Manier, die Ionische Volute zu beschrei-ben, die er von Vitruvius hergeholt nannte, undwelche in der That vollkommener als Vignola'sseine deswegen war, da sie theils geometrischer,theils weil das innere Glied derselben mit dernämlichen Richtigkeit des Umrisses wie das äusseregezeichnet ist. Seine Anmerkungen hierüber s. ineiner Ausgabe des Vitruvs s. n. vsr. curantsAoL. cie /.cret, fol. /cmst. 649. Seine Schriftensind: ^rchitsstnrs milltsris 8- 4 n^ä. 6at. 643.Drsctatns äs usu Eircnli proportlonarli, lat. st^srrn. lol. 1 b. 656. — Os 8 rzckomstr 1 s — Voll-ständige Anweisung zur Civil-Baukunst (vermehrtdurch Sturm) Fol. Wolfenb. 696.

Goldschmidt, (Moises), Professor derZel-chenkunst an der jüdischen Schule zu Prag, lebtedort 1302. Deffentl. Aachc.

— — (Mademois.), eine geschickte Kunst-

stickerin zu Berlin. Von ihr sah man auf dem dor-tigen Salon von 1300. einen sehr schönen altenKopf. Lsrlin iZoo. V. 123.

Goldsmitb, ( ). Nach einem englischen

Künstler dieses Namens hat R. Pollard ein, unsübrigens unbekanntes, historisches Blatt geliefert.

Gole, (Johann), geb. zu Amsterdam um 1660.Seine Schwarzkunst - Blätter haben nichts Ausge-zeichnetes; die gestochenen schätzt man höher. RostVI. 273—74 führt einige von beyden Gattungen,ein Verzeichniß meines sel. Vaters aber weit meh-rere (an die 90. und darunter an die 70. Bild-nisse), theils mit, theils ohne Namen des Malers,von 1635—1714 datirt, an. Neben den Bildnis-sen waren die übrigen meist holländische Gattungs-stucke nach Bega, Hemskerck, Metz», Ostade, duSart, Schalken, Steen u. s. f. Dann aber dochauch: Susanna im Bade, nach A. Coypcl, eineH. Familie nach van Dyck, und den zum Luchsverwandelten Lyncus nach Lairesse. Ein Zehndseiner Blätter, besonders Bildnisse, führt derwinklersche Katalog an, und nennt unter den-

Golzius.

selben dasjenige des Bürgermeisters von Leyden,Rippcrts von Groenendyck, äusserst selten; so wiehinwieder der Katalog von Brandes ein sehrgroßes des Landgrafen Carl von Hessen fthögheißt. Beyde sind in Schwarzkunst geschabt.

* Golfino. S. Giolfino.

Golpaja, (Loren; della), ein Goldschmied,wird von Baldinucci (iV. 758 ) angeführt.

Golzius, (Heinrich), Maler, Zeichner,Kupferstecher und Formschneider. Nach der Rück-kehr von seinen Reisen ließ er sich zu Harlem nieder,wo er eine Wittwe, die Mutter von Jacob Ma-tham, heirathete, und nachwärts auch daselbstverstorben war. Treflich hat diesen merkwürdigenKünstler Leveque gewürdigt, wie folgt: «Gol-zius bereiste Deutschland und Italien, und st„-dirte Raphael und die Antiken, ohne jene barba-rische Manier zu verlieren, welche die Deutschensich angewöhnt hatten, mittlerweile sie MichaelAngelo nachzuahmen vermeinten. Gelehrt in derZeichnung verdarb er wieder durch seinen fehler-haften Geschmack die Achtusttz, welche sonst seineWissenschaft verdienen würde. Dagegen kann manihm so manches Lob nicht versagen, das man sei-nen Talenten in der Stecherkunst, seiner sinnreichenKomposition, und sogar einer gewissen Grazieschuldig ist, welche seine wilde Manier (manierssauvaxs) nicht ganz zerstören konnte. Ihn alsobloß als Kupferstecher betrachtet, findet man frey-lich in seinen Taillen eine Bizarrerie, ein allzursichtbares Bestreben, sich als geschickten Dürinistenzu zeigen, einen Mangel an Uebereinstimmung imEffekte, und allzuviele Nachläßigkeit oder Nicht-kenntniß des Helldunkels. Aber mit noch so vielenFehlern, deren er einige mit seinen Zeitgenossengemein hatte, kann doch keiner von diesen ihmgleichgestellt werden. Ihm scheint die Natur denVorzug, den Charakter seiner Arbeiten nach Will-kühr zu verändern, reichlich ausgespendet zu haben.Im Ganzen ist seine Gravur groß (lar^s), undseine Stiche Maaßen sich Kühnheit an; bisweilenauch führen seine enger gehaltenen Arbeiten zu einerstillern Ruhe, zu einer reizendem und wahremFarbe. Man kennt Blätter von ihm, wo alle seineTaillen Bewegung haben, ohne daß eine derselbenseltsam contournirt sey; wo seine Köpfe durchgeschickte und geistreiche Touchen belebt sind , undwo die Mischung des Feinen und Männlichen,jedes gleich gut angebracht, zusammenwirkt, umden dargestellten Gegenständen ihren genauen Cha-rakter zu geben. Man weißt, wie sehr er dieLiebhaber seiner Zeit durch Nachahmung AlbrechtDürers und Lucas von Leyden in Zeichnung undGravur tauschte. Eines dieser Blatter, welches erzu räuchern (oder, wie Hepdenreich übersetzt, zubeschmauchen) die Vorsicht hatte, wurde sehrtheuer bezahlt, weil man es für ein bisher unbe-kanntes Blatt von Dürer hielt. Diese Nachah-mungen sind es, welche man die Meisterstücke vonGolzius nennt, nicht weil es wirklich seine beßtenWerke waren, sondern weil sie vorzüglich dazubeytrugen, seinen Ruhm zu gründen. — Zu malenfieng er erst in seinem 42sten Jahr an, und zwarGeschichte sowohl als Bildnisse. Seine Art dasNackte zu zeichnen keilt man schon aus seinen Stichen.Von der Wahrheit seines Colorits wird viel Gutesgesagt. Dann hatte er auch die Geduld Zeichnungenmit der Feder von lebensgroßen Figuren zu machen,und dieselben haben weder die Trockenheit nochdie Kleinlichkeit der Manier, welche man von emecsolchen Prozedur erwarten sollte. Eine dergleichenbefindet sich in der Sammlung der Akademie zuGt. Petersburg." Das vollständigste beschreibendeund beurtheilende Verzeichniß seiner Stiche liefertohne Zweifel Barrsch, im III. Th. seines kschtrodrsvsur, wo solches (S. 11—94) nicht minderals 34 S. einnimmt. Diesen fügt er noch (gegenseine Gewohnheit) auf 89. S. alle dasjenige bey,was, nach seinen häufigen Handzeichnungen,welche oft gestochnen Blattern so ähnlich waren,