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Beschäftigung gab. Einige schöne Gemälde vonihm, die sich in der Kirche des H. Milan befan-den, giengen bey einem Brande von 1720. zuGrunds. Sein Beßtes indessen (vier Bildnisse vonKardinälen) haben sich erhalten, und zieren dieSakristey von St. Jsidoro el Real. FiorillolV. M.
Gonzales, (Raphael). So heißt ein spa-nischer Goldarbeiter, der gegen Ende des XVII.Jahrh, geblüht zu haben scheint, von dem uns abernichts Weiteres bekannt ist, als daß er das großeTabernackel in der Kathedrale zu Segovia aufge-führt, und im Archive daselbst eine handschrift-> liche Notiz; hinterlassen hat, wie solches ausein-ander zu nehmen sey. Fiorillo IV. 273.
. — — (Torribio), Baumeister und Kupfer-stecher, gebürtig von Toledo, wird unter die Schü-ler des Becerra (starb 1570.) gezählt. FiorilloIV. 106. *)
* Gool, (Johann van). I. Houbraken hatsein von ihm selbst gemaltes Bildniß in Kupfer ge-stochen. M>c.
* Gor, (Peter), Kommissarius der Königl.Gießerey in Frankreich. Er goß auch die StatüeLudwig XV. zu Rennes, nach le Moine, und dieRitter - Statüe Friedrich V. Königs in Dänemark,nach Sailly.
Gorck, (Georg Christian), ein in der Mathe-matik und Malerey wohlerfahrner Nürnberger;machte weitläuftige Reisen, und unterwies die Kö-nigin Christina in der Zeichenkunst. Er starb inseinem Vaterlands 1637. im 72. Jahre seines Al-ters. Doppelmayr S. 172.
* Gori, (Lambert), hieß Lamberr Christian.Liorillo I. 46 z- zahlt ihn 1793. noch unter dieLebenden, und sagt von ihm, daß er immer nochfortfuhr, mit dem Beystände seiner Schüler die Ar-beiten in Scagliola je mehr und mehr zu vervoll-kommnen; und daß er eben (wie schon dasLex.sagt) nicht bloß alle Arten Marmor, sondern auchhistorische u. a. Gemälde abbilde.
Gorsanus. S. Gorgasus.
Gorzius, (Gualdorp), genannt Geldorp.Unter diesem letztem Namen sagt Gandellini vonihm wohl unrichtig, daß er in London gearbeitet,und glaubt, daß er auch Bildnisse gestochen habe.Von seiner seltsamen Weise, deren schon das Lex.gedenkt, Köpfe von andern Künstlern auf dasTuch durchzuzeichnen, behauptet er, daß Gorziussich derselben sogar zu"eigentlichen Bildnissen be-dient, und dann jedesmal — den Kopf gewählthabe, der ihm seinem Urbilds der ähnlichste z'll seynschien. Nach ihm hat I. Gple das Bildniß Hein-richs IV. von Frankreich, P. Jselburg die Brust-bilder von Christus und Maria, und die drey Kir-chenvater St. Gregor, St. Ambrosius und St.Augustin, de Paas, die vier Evangelisten, einenMagdalenen- und einen Madonnenkopf gestochen.Von letzterm sagt der winklersche Katalog, daß erfür so schön als ein Guido geachtet werde.
Gos, (I.). So wird irgendwo, ohne Wei-teres, ein Kupferstecher in Schlesien genannt, derim XVII. Jahrh, gearbeitet habe.
Goske, ( ) ein geschickter Stukko-Arbei-
ter, blühete um 1710. im Haag. UffenbachIII. 372 -
Gorcum, (D. van), gab um 1305. Unterrichtin der Architektur in der Zeichenschule zu Arnhem.
Gordieerv. S. Ghordeierv.
Görge, ( ) ein französischer Maler, lebte
um 1573. Man hat sein Bildniß (?) in einemHandtlsse. M§c,
Goxi, (Angelus). Mit Joseph Tonelli undJoseph Masini arbeitete er in 1658. gemeinschaft-lich Perspektiv (welche er bey Baccio del Viancoerlernt hatte) im Corridor der GroßherzoglichenGalerie zu Florenz, welche aber (wie Lanzi I. 242.bemerkt) eben nicht zu ihrer aüerbeßten Arbeiten ge-hörten (Ob es dieselben Arbeiten siud, welche,unter dem Titel: H^ioni Alorioss ösAli uonülirilluster blorsntini, nach I. Menabuoni's Zeich-nung, von einer Menge Künstlern gestochen wor-den , ist uns unbekannt. S. Äer'ELs lä. Zerrer.6 i.). Dann aber war er ein guter Früchte- undbesonders Blumenmaler, und Bartholome Bimbihierin sein Schüler l. c. 240.). Loick.
E« I. 229.
Gosmond,( ) ein französischer Künstler,welcher verschiedene französische Kriegsoperationender I 1744 - und 45. in Kupfer gestochen, diewahrscheinlich zu einem uns unbekannten Werkegehören, und von welchen ein Verzeichniß meinessei. Vaters 33. enthält.
* Gossart, ist der eigentliche Familiennamevon Johann Mabuse.
Gosse, (P-). Unter diesem Namen findetMan, ohne denjenigen des Malers, zwey Plane derSchlachten bey Vellinghausen und Willemstadt ge-ätzt.
G 0 ssyn, ( ) ein uns sonst ganz unbekann-
ter Künstler dieses Namens malte niederländischeBauernstücke. S. Aorhnagel 394.
Goren, (Jacob van der). So nennt FiorillsIV. 342. einen Antwerper, der die Aufsicht überdie Tapetenfabrik führte, welche Philipp V. inSpanien um 1720. gegründet hatte, worin dieschönsten Gemälde nach ältern und neuern Meisterngeliefert wurden.
— — (Anton Franz), Abt, geb. zu Florenz-691. gest. 1757. »Dieser berühmte Mann" (heißt
es in der Schrift: Vrnkelmaiin und sein Jahr-hundert S. 269.) »war, seiner tiefen Gelehrsam-keit und seines hellen Verstands wegen, der vorzüg-lichste Alterthumsforscher seiner Zeit, und der erste,welcher die übertriebenen Begriffe, die sonst vonder Vvrtreflichkeit der Etrurischen Kunst im Gangewaren, etwas einschränkte. Dadurch wurde zurBeseitigung eines sehr großen Hindernisses der An-fang gemacht, welches die Fortschritte der Alter-thumskunde, hauptsächlich in sofern sie auf Kunst-geschichte und Kunsierkenntniß hinarbeitet, langegehemmt hat." Neben Andern» hat derselbe auchConsivi's Leben von Michael Angelo, mit Anmer-kungen verschiedener Gelehrten begleitet (1753.)neu ans Licht gestellt.
— E— (Joseph), ein Bruder des Abts A. F.Gort, übte sie Malerey zu Florenz. ALc.
Gotheraut. S. Gaurherot.
Gori, (Maurelius), ein Maler von Ferrara,Schüler von Facchinetti; man kennt von ihm per-spektivische Staffeleygemälde. D-r-rM I. 263.
Göttavelli, (G-), ein Abt und Maler vonJmola; lernte zu Bologna bey Victorius Bigari.Er gewann 1769. alle Prämien in der Hosäerni»Elemslitma, und kehrte darauf in sein Vaterlandzurück. Meusel Miscell. XIII.
Göttbewahr, (Ferdinand), Maler zu Mün-chen, übte diese Kunst um »604. unter der Anlei-tung des damals an dem Münchner-Hofe anwe-senden Peter Candido. LVeftenrieder.
" Gotti, (Vincenz).' Lanzi II. 2. i 48 - setztsein Todesjahr in 1636 und will gar nur in Reggio2 i 8 - Altarblätter von ihm zählen.
Einen Andreas Gonzales, Maler von Lissabon, den das Ler. hat, scheint Fiorillo nicht ru kennen.