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edles, fruchtbares Genie, und richtige Beurthei-lung in Ausfindung der schicklichsten Umstände,unter welchen er seinen Gegenstand darstellen wollte.Da erüberdieß durch fleißige und überlegte Lectur,die besonders in spätern Jahren sein liebster Zeit-vertrieb war, sich eine Menge schöner Kenntnisseerworben hatte, wußte er immer viele Wahrheitund vollkommene Schicklichkeit in sein Detail zubringen. Das Costume kannte er aus dem Grund 5eben so die'Architektur und Linearperspektiv. Umvon seinen mannigfaltigen Talenten eine Idee zugeben, darf man nur seine Zeichnungen anführen,welche er für Racine, nach der Ausgabe von Lu-neau de Bossjermain, für Marmsntels Erzäh-lungen, für den Bsccaz und Arioft, und beson-ders für die Prachtedition der Werke von Voltairegeliefert hat, welcher letztre, von seinem großenVerdienst überzeugt, ihm die Auswahl der Gegen-stände vollkommen überließ" (und damit, möchtenwir hinzusetzen, einen ganz andern Beweis vonseinem eignen Kunstgeschmacke gab, als man essonst von andern sehr berühmten Namen zu sehengewohnt ist!. „In seinem Alter führte er ein äussersteingezogenes Leben Kunst und Lectur blieben,wie gesagt, seine einzige Leidenschaft; dessenunge-achtet war er nichts minder als menschenfeindlich,sondern vielmehr von sanften einnehmenden Sit-ten, und anziehendem Umgänge " Er selbst hatmehrere, doch meistens nur kleine Blätter in Kupfergeatzt, und selbst diese gewöhnlich noch von andernbeendigen lassen. Die Stecher dann, welche vor-züglich nach seinen Zeichnungen gearbeitet haben,waren: Aliamet, I. Baron, P. Chenu, P. Chof-fard, Cochin, N. Delaunay, Duclos, Fessard,
R. Gaillard, be Lauraine, lc Mire, D- Nee, I.F. Rousseau, I. B. Simonet und le Vasseur.
Gravenstein, ( ). Von einem sonst
unbekannten Maler dieses Namens findet man in
Norhnagels Verzeichniß Uo 25. em Stück, wel-ches todtes Wildprat mit einem Hühnerhunde vor-stellt.
Gravier, ( ). So heißt ein Künstler,
der in 1779 den IlortUs Ullwauus gestochen hat.
* Gravis. Setze hinzu: Auch Gravius.
S. Graf.
* Graziani, (Herkules). Lanzill. 2. 174,setzt seinen Tod erst in 1765. und sagt von ihm:„Dem Styl seines Meisters (Creti) fügte er einengrößern Charakter und frischem Pinsel bey, undnäherte sich so dem Franceschini u. a welche aufdie Schule von Cignani folgten. Freylich tadelteeiner seiner Nebenbuhler an ihm das allzuweichlichein seiner Manier, und das aüzukleinliche Bestrebennach neuen und doch unbedeutenden Zierathen.Andre bermißten bey ihm ein besseres Farben-Gleichgewicht, noch andre mehrern Geist; alle in-dessen müssen ihm doch das Genie und die Beflis-senheit zugestehen, mit den guten Künstlern seinerZeit wetkgceiferk zu haben, ja daß er Manchenübertreffen hätte, würde ihm nur ein geschicktererMeister zu Theil worden seyn. Bey St. Peter inBologna sieht man von ihm diesen Apostel, derden St. Apollinaris ordinirt, Line große Komposi-tion voll Würde-, die er späterhin, aus Auftragdes Papstes (LaMbertini) auch für St. Apollinarezu Rom wiederholte. Auch fein St. Peüegrin zuSinigaglia, und zu St. Peter zu Piacenza seineFürsten der Apostel, die sich mit dem Ausdruckesüßer Trauer von einander trennen, um jeder zuseiner Marter zu wandeln, haben viel Verdienst."Nach ihm hat I Benedetti den sel. Archang. Car-netoni, C. Bianchi das Bildniß des Gotkesgelehr-ten und Juristen I. I. Letus, V. Franceschini densel. Kardin. Niclaus Albergatti, und Cantarellieinen St. Apollinaris (wahrscheinlich eben obgesnanntes Gemäld) gestochen,
* — — (Jotz.Paul). Ist ein irriger Renvoi,
Green»
und betriff den unten folgenden Joh. Paul Gr--zini und Caspar Venturini.
* Graziani, (Paul). In P. de NobilibuSVerlage hat er z. B. Männer, welche gegen Ther-men Ziel schießen, nach Mich. Angelo, dann einenTriumph der Galathee, ohne Namett des Malers(1582. oder 85 -> gestochen, AFn.
* — — (Peter), von ihm, oder dann vonCicero Graziani, dessen im Lex. unter PetersArt. Erwähnung geschieht (doch glaublicher vonLetzter«, als dem wahrscheinlich ältern), sagtLanzi I. 519. daß er ein Schüler von Bourgignongewesen sey, der aber von demselben nichts alsseinen Farbenaustrag und den weiten Gesichtspunktangenommen habe.
* Grazini oder Grazzini, (Joh.PaulH
ein Maler von Ferrara, starb ,632 «glicht um1620. wie das Lex. im Art. von Caspar Ventnrinisagt). Er war anfänglich Goldschmied und lernteerst spat die Grundsätze der Malerey von seinemvertrauten Freunde, Carl Bonone u. a. Dannfieng er damit an, für seine Handwerksgenossenihren Kunstheiligen, St-Eligius zu malen, brachtedamit acht Jahre zu, lieferte aber dann ein Werk,das schon allein hinreicht, ihn für einen vottref-lichen Künstler zu erklären. Dasselbe sieht ganzeinem Pordenone gleich. Und damals wär er einFünfziger! Aehnliche kleinere Arbeiten sieht mannoch hin uiw wieder von ihm bey Privaten, Da-rriII. 2. 259 - ,
* Grebber oder Greeber, (Peter oder
P. D-). Sein einziges selbst geätztes Blatt führtHves in seinem Suplemcnt zum RembrandtschenKatalog S - 78 - t- än Dann kennt mannach ihm z. B das Grabmal eines Lizentiaten derTheologie, Niclaus Nonius (wie es scheint seinesFreundes) mit der Unterschrift: ?. l). (Webbercormec. von C. Bloemart. Dann unbekannte Bild-nisse von A. Riedel; einen Kopf von Schulze, undeinen St. Johann in der Wüste, ohne Namendes Stechers. unw ALsr.
Grebel. S. den Art. Erd«.
Greben, (Hans >, ein Maler zu Cvlln an derSpree, starb i 6 oz, rJicslai.
*Grebler, ( ). Nach einem sonst unbe-
kannten Maler dieses Namens findet man einen ge-ätzten Kopfvon Riedel. Wohl obiger Grebbcr.
* Greca, (Vincenz della). Von seiner KircheSt. Domenico zu Rom kennt man ein gestochenesBlatt.
* Grecche, auch Grecs, (Dominik. belle),S- Teoscopoli.
(Frecheres. S. Gregherrs.
* Gre cchi, (Mare Anton). Nach Lanzi!.Zsso. war er auch Maler, und sah man von ihm ineiner Kirche zu Foligno eine mit seinem Namenund der Jahrszahl 1634- unterzeichnete H. Familie,vielleicht dieselbe, welche man von ihm, mit derH. Catharina staffirt, auch gestochen findet. NachGandellini arbeitete er bloß mit dem Grabstichel.Seine dort angeführten Blätter sind 1 S 95 -S 7 -datirt.
Grecs,^Vita), Lin jüdischer Mgler von Ve-rona ; machte sich um 1779- zu Florenz durch seineKunst in Bildnissen berühmt. Ww.
— — (Vitus), ein Maler zu Neapel, warPauls, dessen das Lex. gedenkt, Vater, undSaüvatsr Rosa's mütterlicher Großvater.
Grecsff. S. Greksff.
* Grecslini, (Anton). S. Ccicolini,nicht Dricolini, wie es im Lex. heißt.
Green, (Hippisley). S. Georg Farringtsn-