Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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481
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Gtekoff.

Grekosf oder Greksw, (G. Alexander),ein russischer Zeichner' und Kupferstecher, lernteben Wortmann. Neben andern kennt man von ihmein schönes Bildniß von der Kaiserin Catha-rina ll- BernoullilV. 127. Dann ein andres:Des Großfürsten Paul Petrowitsch (dieses nachRotari) , und dir Zeichnung zu einem dritten vonÜ N. Zaar, Erben von Ernsten, nach Antropoff,mid von Winogradoff gestochen. Gemeinschaftlichmit diesem und etlichen andern gab er mich Aus-sichten von St. Petersburg. Fiorillo Ll.Sehr. II. 47 - 92 - roo.

Grel 0 r, ( ) reiste als ein junger Künstlermit dem berühmten Chardin nach Persien, der ihnaber so sehr tyrannisirte, daß derselbe mit einemandern reisenden Europäer (Ambras. Bembo vonVenedig) ums 1 .1671. von Jspahan nach Europazurückkehrte. Zu einer handschriftlichen Reisebe-schreibung dieses letztem, und (wie man jetzt ausobiger Anekdote ersieht) auch zu Lbardms Reisenlieferte Grelor die Zeichnungen. S. Mo>-e//r vis-

sertaricias intorno ad slenui ViaZ^iatori Vsns-2MNl. 4. Vene?. 80Z

* Grem, ( ). Wahrscheinlich, von den

beyden im Lex. bemerkten Vater und Sohn, dieserleßtre. oder dann vollends ein dritter dieses Ge-schlechts hatte in 1761. das Wappen zu der Am-sterdamer-Zeitung geschnitten. Heinecke N-Llachr. S. izo.

(ßremilly, ( ). So wird im ^ImanacV

Zs8 ksaux-Vrts von iZoz. ein damals zu Parislebender Kupferstecher genannt, der namentlich fürNaturgeschichte gearbeitet hatte.

Gremly, (Joh. Peter), ein geschickter Stein-metzmeister zu Dresden, geb. zu Egolschofen in derSchweiz 1754. lernte in Basel die Steinmetz-Pro-fession, und zugleich in Gyps modelllren. Nach-dem er in Colmar und Strasburg sein Talent wei-ter gebildet hatte, ließ er sich in Dresden nieder,verfertigte mehrere Kunstwerke, lieferte in den I1780—89 bey dem Aufbau des Kreuzkirchthumsviele Arbeiten, erndtete Beyfall, und starb imMa! 1797. Daur. Mehreremale hatte derselbeauf den Dresdner-Salons von seiner Arbeit aus-gestellt. So z. B. auf demjenigen von 179P dasModell einer freystehnden englischen Treppe, dievon Kennern sehr gerühmt wurde. Eben so seinenPolyedro oder vielseitigen Sonnenzeiger. Meus.Mus. 272.

Eirenee, (Anshelm Franz de la), Maler, desnachfolgenden Luwigs Sohn, bildete sich aus-schließend unter Vincent, und wird von FiorilloIII. 5>2 noch um 1805. unter die Lebenden gezählt,unter welchen er hingegen im ^Imanacü des öeaux-^rrs von iZoz. wenigstens unter den zu Pariswohnhaften Künstlern nicht erscheint.

— — (I- I- de la), wie wir Fiorillo III.512. verstehen, des gleichfolgenden Ludwigs Jo-hann Franzen jüngerer Bruder, auch de la Gre-nee der jüngere genannt, der unter diesem Na-men im TAmanaeli des Ileaux-Prcs von 1803.unter den damals in Paris lebenden Geschichts-malern, und auch im Lex. unter dem Art. seinesaltern Bruders erscheint. Derselbe lieferte bereitszur Ausstellung von 1771. zwey sehr gute Bilder,deren schon das Lex. Erwähnung thut. Um >780.wurde er als Professor der Akademie aufgenommen.Seither sah man von ihm (1791.) den Ulyß beyden Phäacern, wie er des Alcinous Hülfe anruft,um nach Jihaka zurückkehren zu können. Zu sei-nen neuesten Arbeiten gehören dann: Collatin, derdem Sextus Targuiuius den Leichnam der Lucretiaieigt; David, der den Goliath tödtet; Psyche imPallaste des Amor, und der Tod des H. Joseph,niit Figuren in Lebensgröße. „Die Kompositionin diesem letztem" (heißt es bey FiorlUo l. c.613.) ist heiter und gefällig , und es herrscht einegewisse Liebenswürdigkeit darinn, die übrrhaupt.un-

Grenee. 48t

fern Künstler charakteristrt. Es ist für den Haüptältavder Carmeliter - Kirche in der Straße Vaugirardzu Paris bestimmt, und eines der ersten religiösenDenkmäler, womit man die Kirchen, seitdem sieihre Heiligkeit wieder erlangten, versehen hat."Eben so sah man von ihm auf der Pariser-Aus-stellung des I. XIII. (1804.) das Bildniß Philippsvon Chabot in ganzer Statur, woran man dasstudirte Detail und das brillante Ganze rühmte;dann ferners einen Archimed, der aus dem Badetrittet, von dem es indessen hieß: „Der graziösePinsel dieses Künstlers, der schon so oft reizendeFrauenzimmer gemalt hat, scheint minder glücklichzu seyn, wenn er eine männliche vigoröse Figurdarstellen soll." Xnuvelles de.? Arts IV. 116.Dieser Künstler lebte noch 1806. gleich seinemBruder schon 1303. Professor an der sogenanntenSpezialschule zu Paris (in den neuesten Tagen wie-der Lcole de stsinture, 8cu!pture er ^roliiree-tnrs de ?sris benannt) und seit 1806. mit 24,00.Livr. Jahrsgehalt. Beyde Drüder genossen dieEhre, daß von ihrer Arbeit im siluses spscial dsVersailles eine Stelle erhielt. Welcher von ihnertdann noch um 1803. es (wie billig) nicht unterseiner Würde hielt, neue Zeichnungen von Formenund Zierathen für die Porzellanfabrik zu Sevres zugeben, ist uns unbekannt. Wahrscheinlich nach demunsrigen hatA. lc Grand zwey Blätter: ls plus bsauBitre, und: Ils sont sieureux, gestochen.

* Grenee, ( dela), oder auch Greneeder altere. Derselbe hieß Ludwig JohannFranz, geb. zu Paris um 1727. Er war ein Zög-ling von Carl Vanloo, stellte sich aber, wie manaus seinen Werken sieht, den Guido und Albanozu Mustern auf. Da er mit rastloser Thätigkeitstudirte, und verschiedene Preise gewann, so wurdeer als Pensionnair nach Rom geschickt. Nach sei-ner Rückkehr fand er eine Stelle unter den Mit-gliedern der Akademie. Sein Aufnahmsstück warder Raub der Dejanira, ein Bild, das wegen sei-ner kräftigen Behandlung und der anziehnden Grazieeinen hohen Rang unter den Produkten der neuern(nicht neuesten) französischen Schule behauptet.In 1760. wurde er an Lorrains Stelle nach St.Petersburg, als Professor der dortigen Kunstaka-demie berufen. Da er aber mit dem Haupte der-selben, dem Kammerherrn Schuwalof zerfiel,nahm er 1761. seinen Abschied und reiste nachFrankreich zurück. Man siehet von ihm in gedach-ter Akademie ein großes allegorisches Gemälde,welches den Schutz der Kaiserin Elisabeth über dieschönen Künste darstellt. Jetzt malte er zu Parisfür verschiedene Kabinette, und hauptsächlich Vie-les für die Galerie zu Choisi, wodurch er sich soberühmt machte, daß man in 1761. ihm das Direk-torat der franzvs. Akademie zu Rom anvertraute,und ihm zugleich den Titel eines Rector Adjunktusderjenigen zu Paris beylegte. Hier unternahm ereinige große Kompositionen, worunter sich vorzüg-lich eine auszeichnete, die den Alexander, der dieFamilie des Darius tröstet, darstellt; Anordnung,Zeichnung und dreiste Führung des Pinsels in der-selben, fanden allgemeinen Beyfall. Ein andresdieser Bilder (wohl ein eigentliches Gegenstück) warebenfalls sein Alexander, der den CommandantenBakum um die Mauern von Gaza schleifen läßt,was vornämlich des meisterhaften Ausdrucks wegengelobt wurde. Zu seinen letzten Arbeiten dann ge-hörten : Sein Cassander, der durch die Würde derMutter Alexanders von ihrer Ermordung zurück-geschreckt wird; Lithon und Aurora; .Rinald, derdie Waffen wieder ergreift, und die Wittwe vonMalabar. Fiorillo III. 511—12. la Greneestarb nicht, wie es bey Rost VIII. 213. unrichtigheißt, 1736. zu Rom (wohl hatte er um diese Zeitin dem dortigen Direktorate Mcnageot zum Nach-folger) sondern erst am 30. Prair. I. XIII. (1804.)im 81. Jahr seines Alters, im Louvre zu Paris,mit dem Ellen langen Titel: de la I.6xic>u d'Iion-neur, ancien Premier peintrs d'Lliöadetli, 1 m-peratrice destnssie, ansien Oireeteur ds I'^cs-

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