Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Guile.

Ücr' arbeitete zu Madrid, wo er für den Herzogenvon Berwik einen Pallast in griechischem Geschmackentwarf, und zu bauen anfieng. Er starb aber um1770 da dieses Gebäude nur bis auf das untersteStockwerk aufgerichtet war, und Ventura Rodri-ciuez führte dasselbe mit allgemeinen Beyfall aus.Mr.

Guile, ( ) ein uns sonst ganz unbekannter

französischer Maler, nach welchem Beauvarlet einPlatt: les Ol-sscusss gestochen hat.

* Gullrani, (Johann), Bildhauer. S.

Giuliano.

* Guillain, (Simon). Nach d'Argensvillegeb. zu Paris i 58 r. und daselbst gest. 1658. (nicht70 wie das Lex. sagt). Wir halten aber die An-gabe des Lex. für die weit richtigere. Der (in sei-ner Ungenauheit abscheuliche) Basan (Lä. sec.)verwechselt nichts Geringeres als sein Geburts- insein ungefähres Todesjahr, und giebt ihm Tourszur Vaterstadt. Sein Vater trug den Namenpere Cambrai von seinem Geburtsort. Er giengfrühe nach Rom. Alles, was man indessen vonseinem dortigen Aufenthalt weißt, ist, daß er balddie schönsten Anlagen entwickelte, und daß dasStudium für ihn mehr Zeirvertrieb als Arbeit zuseyn schien. Nach seiner Rückkehr heirakhete er eineSchwester desBildhauers Cochet. Von seiner aus-serordentlichen Leichtigkeit zeuget die Menge seinerWerke, welche bey d'Argensville (!I. 139-45.)ausführlich beschrieben find. Dort wird das wich-tigste derselben das Denkmal genannt, welches erzu Ehren Ludwig XIH. und XIV. auf der Brückeau Change zu Paris im I. 1647. errichtet hatte,wovon indessen allerley Beywerke, besonders aberdas Architektonische daran, wegen seiner Kleinlich-keit und Trockenheit begründeten Tadel fand. Aehn-lichen Mangel an Leichtigkeit bemerkte man an sei-nen Statuen in der Feuillantenkirche: Glauben,Demuth, Hoffnung und Liebe. Sehr gerühmtwird dann die schöne knieende Figur der verwittib-ten Prinzessin von Conds, Charl. Cather. de laTremouille, im Chor des Frauenklosters Ave-Maria, besonders Kopf und Hände, welche alleWeichheit des Fleisches ausdrücken; und eben soder gute Geschmack an den Verzierungen diesesDenkmals. Dagegen wird dort ein Herkules undeine Minerva über dem Portal des Hotels Lon-gueville, Werkstatts - Arbeit genannt. Rector derAkademie ward er nach d'Argensville 1657.(wohl richtiger 1673. wie das Lex. sagt; am Wahr-scheinlichsten aber um 1664. nach des altern MichelCvrncille's Tod, dessen Nachfolger er, eben auchnach d'Argensville war). Sein großer Fleißverschaffte ihm ein ansehnliches Vermögen. Dabeywar er die Rechtschaffenheit selbst; edel in seinemganzen Benehmen ohne Stolz, wußte er auch inseine einfachste Handlung etwas Höfliches zu legen.Endlich stand er im allgemeinen Ruf eines wackernDegens, was bey der unvollkommnen Polizei) desZeitalters, zu eigenem, und> nach GuillainsBürgerfinn, auch zu fremdem Schutze, eine nöthigeund löbliche Tugend war. Gestochen nach ihmkennen wir einzig: Ein Grupp Pferde und Trito-nen im Apollo-Bade zu Verfailles, von S. Dau-det. Daß er hinwieder selber in Kupfer geatzthabe, ist bekannt; und sind von seinen Blatternvornamlich zu bemerken: Das Leben von St. Diego,nach H. Carracci und Albani in der Kapelle derKirche St. Jacob der Spagniolen zu Rom (20.Bl.) 1649 Dann nach Hannibal allein die soge-nannten Ausrufer von Bologna: l'/lcrte per via,

0 tutti i Llamor: <ii ebi vanno vsnäsnäo msrclin Lolo^na (Zi. Bl.) Dolox. 1646. und endlichnach Ludw. Carraccio die Kirchen - Märtyrer.

GuiIIan 0, ( ). So heißt irgendwo, ohne.Weiteres, ein Bildnißmaler, nach welchem Gau-cher gestochen habe.

Guillaume, Abtvon Sk.Benigne zu Dijon,baute zu Anfang des XI. Jahrh, eine Rotunda,

Guillemard.

wozu ihm der Bischof Bruno die Materialien, be-sonders die Säulen von Stein und Marmor, ausandern Gegenden kommen ließ. Fiorillo lll. Z-r.nach /knnal. Orcl. 8. genes. "V. IV. p. I?l.

8plcile§. 1. 1.

Guillaume, ( ). So wird im Alma-

naett äss gesux-Lrts von igoz. ein Künstler unterder Rubrik der damals zu Paris lebenden Stein,schneidet und Ornamentschnitzler genannt.

Guillomer, ( ). Und so irgendwo,

ohne Anderes, ein Bildhauer von Paris.

Guillaumor, ( ) Baumeister und In-

genieur zu Paris; ward i 78 o nach dem Absterbendes berühmten Soufflot zu Vollendung des prächti,gen Kirchenbaues von Genevieve bestellt. Mrc. Obes der nämliche sey, der noch im Mm-mack äeggeaux-^rts von iZoz. unter den damals in Parislebenden Baumeistern erscheint, von welchem dortCasernen - Bauten angeführt werden, und dem zu-gleich die Direction der Gobelins-Manufaktur auf-getragen war (in welcher letzter» Eigenschaft erauch bey Fiorillo III. 565. genennt wird), ist unsunbekannt.

Guilleaumonr, (Joh. Franz), Tapeziererder Universität zu Paris um 1720. Er ist durchsein Bildniß bekannt.

* Guillebüud, (B). Nach ihm hat R.Sardelle das Bildniß des Pros. Dav. Constants zuLausanne, Seiler dasjenige des Dr Mangels vonGenf, und I. G. Wille eines des Marchgraf CarlFriedrichs von Baden gestochen.

* — — ( ) des Obigen Sohn, dessen das

Lex. unter des Vaters Namen Erwähnung thut.Er malte Bildnisse in Pastell, nicht größer alsNet-scher, Douw ». a. Niederländer. Der Verf. gegen-wärtiger Supplemente besitzt von ihm ein solche»(sein eigenes, in 1762. gemalt, mit zwey Händen)das in Absicht auf Kunst nichts zu wünschen übrigläßt.

* Guillebaur, (Simon). S. oben Gui-debaulr. Nach einem Guillebaud oder Guille-baulr findet sich auch in einem Verzeichniß meinessel. Vaters eingetragen: Divpkss et Lrnblemessur les Principales actions cle la Lampa^ns äs

1693.

* Guilledot oder Guilleror, ( ).

Letztres soll sein rechter Name seyn. Fio,

rillo III. 197. s. v. Guilledor nennt ihn einenLandschaftsmaler, der viel Genie bewiesen habe.

Guillemar, ( ) KK- Obergraveur in

Prag. Im I. 1804. verfertigte er zwey Schau-münzen auf den Kaiser und den Erzherzog Carl.Auf der Kehrseite der erster» sah man Se. Mas. zuPferde, die Armee die die Honneurs abgiebt, undim Hintergründe »och das Lager. Auf der Kehr-seite der zweyten einen Tisch, Krone und Zepter,das Böhmische Wappen, einen Regenbogen, eineniederschwebende Taube, gesegnete Saaten, Baumemit Blüthen und Früchten, und noch eine Unter-schrift. Ob (wie ein deutsches Blatt bemerkt) alledas ohne Miscrocop sichtbar sey, wird nicht gesagt.S. unten auch Guillemard.

— — oder Guilemard, ( ). So

wird auch irgendwo ein vorzüglicher Miniatur-Maler in Prag genannt, der dort um ,302. gear-beitet habe, und vielleicht ein Sohn des Vorge-nannten seyn dürfte.

Guillemard, (H.). So beißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Maler zu Paris, nach welchemI. Daullö das Bildniß des Abts von St. Gene-vieve, P- Sutaine's, und G. Scotin einen St.Vincenz de Paula gestochen haben.

— — ( ). Ein geschickter Stahlschneider

dieses Namens; verfertigte um 1755. eine schöneMedaille auf die Erzherzogin Maria Antonia, ver-

Sss?