Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Zv 2 Guttenbruntt.

wo ein Künstler, nach welchem C. Pechtvill dasVildniß von Niclaus, Prinzen von Esterhazy ge-stochen hat.

Gnerenbrunn oder Guttembrunn,( ) ein sächsischer Maler, stellte um > 785 . mit

dem gelehrten Alterthumsforscher Labbroni zuFlorenz, gemeinschaftliche Versuche an, um dieEnkaustik wieder herzustellen, welche vortreflich ge-lungen seyn sollen; und wozu er sich, nach derVorschrift seines Freunds, -einzig mit veneziani-schem Wachs vermischter Naphtha bediente. Die-ser Künstler ist wohl offenbar derselbe, welcher obenLudwig (gureborn heißt; und eben io wahr-scheinlich der nämliche, welcher noch 1806. (da-mals Rath betitelt) auf dem Dresdner-Salondesselben Jahrs zwey Copien in verjüngtem Maatz-stabe von Correggio's Nacht und stimm St. Georgausgestellt hatte. Fiortllo Ll. Schr. II. iZo.Tkkc. und Oeffcntl. Nachr.

— — ( ). So heißt auch im Russischen

Hofkalender von iZo-s. ein damals in St. Peters-burg lebender Bildnißmaler, der doch mit demgleich vorerwähnten sächsischen Künstler kaum Einerund Derselbe seyn kann.

Guttenson, (Hans), von St. Gallen, eingeschickter Münzmeister u. Stempelschneider. Ward1554. zum Münzmeister in Zürich angenommen,und blieb es bis -560. Um 1565. kam cr dann indie Münze zu Meyscnheim in ZwcybrückischenDiensten, und starb 1566. Seine Söhne Thomasund David folgten ihm in seinem Amt; Thomasaber führte sich betrüglich auf, ,und kam 1571- mVerhaft. Sammlung merkwürdiger Medail-leurs X°. 512. und uz.

* Gurrte rez. S. Gurterez

Gurwein, (Franz Joseph, Johann Caspar,Johann Melchior und Niclaus Anton), alles Kup-ferstecher, die im XVII. und XVIlk. Jahrh, zuAugsburg gearbeitet haben, von Sterten S.402. Von Ich. Caspar kennt man ein Ecce Homo(1639.), und das Bildniß des Solothurner-Kapu-ziners, Joseph Reich, beyde ohne Namen desMalers,

Gwy n.

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Bildniß des Kardinals Stephan le Camus, iml,schon früher (1637-) G. Vallet ebendasselbe ae.stochen hatte. Mc.

Guy 0 r, (Lorenz), geb. zu Paris 1756. Schü-ler von le Grand und Lilliard, Stecher mit derNadel und in Farben, arbeitete um 1737. voniM-lich in letztgedachter - Zwittermanier. Rost VlllZ 48 - wo von ihm: l'Oil üu üenie (Wappen vonNccker) nach Croisier— Ilumsiürö etüu iio^, nach Debucourt — Llemsnoe ös HenriIV. nach N. Delarive von Lille — dann vier artigeProspekte von Athen, nach Pernay — Ansichtenaller Monumente und Palläste von Paris, nachSergeant — und endlich mehrere Hefte von Pari-ser - Ausrufern und Trachten angeführt werden.Eine Stelle bey Basan (Lll. sec.) wo es vondiesem Künstler heißt, daß er verschiedene Blatterpatriotischen Inhalts geliefert hatte, laßt uns ver-muthen , daß er der nämliche sey, der während derRevolution die Stelle eines französ. Residenten inGraubündten rühmlich bekleidet hatte. Ob es dannwieder derselbe sey, von welchem man noch ,zoz.und 4 in Leuoirs iVIuses üss IVlonumens stan-<;ois — die einen sagen, sehr genau und nett, dieandern, sehr nachläßig gestochene Blätter findet-der hienachst, ebenfalls 1803— 4 - unter dem Na-men A. Gnyor, gemeinschaftlich mit VanthierZeichnungen zu Isi. Guyot's (weitschichtig ange-legtem) Werke lieferte, das zur Aufschrift trug:kottLköllilw üss freistes, ou nouvsuu kecneilcoutousltt cs gus l'^utiguitö ki^ures oous rlaisss cie plus beau et cis plus utils s l'usa^e gsceux pul exsroent hart öu äesseiuete. (und wo-von das Heft von I2. Blättern nicht mehr als 5.Livr. kostete) — und endlich auch derselbe, von wel-chem ein Vcrzeichniß meines sel. Vaters ein Bild-niß von Colbert, und, gemeinschaftlich mit Or-gelet gestochen: Lntrös clu ?nucs äs Lomie ssOiz'on 1643. (beyde ohne Namen des Malers oderZeichners) anführt, ist uns Alles unbekannt. Wahr-scheinlich aber gehören diese beyden letzter» Blattereinem ganz andern altern Künstler zu. Mc.

— — (G. C.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, der um 1635. zuRegensburg gearbeitet habe, und vielleicht mitEinem der Obigen Eine Person seyn dürfte.

* — — (Johann Baptist oder Johann Bal-thasar). Wir halten.letztres für richtiger. Kupfer-stecher der Universität Würzburg um 1764. Vonihm kennt nian, nach I. Zick: Simson, dem dieAugen ausgestochert werden; die Auferweckungdes Sohns der Sunamithin, und diejenige desSohns der Wittwe von Zarpath. Dann gab er:^Ipüabsta varis sx sntiyuis Diplomat. et Loclilie.Nso. «liversorum 8osoulorum 1765. Auch inHezebergers IclmoArapüia ksbendee^ensi , undin der großen Bambergisöhen Dcduction wegenFürth findet man viele Blatter von ihm. Ob esdieser oder einer von dem Obigen sey, welchenBasan (Lö. ssL ) Johann, sein Geburtsort Mün-chen, und das Geburtsjahr 1711. nennt, ist unsunbekannt. Nach ihm soll letztrer mehrere Blätternach Amiconi (neben Anderm zwey Amerikaner,mit 1744. datirt) gestochen haben.

Guyard, (Madem.). Eine geschickte franzö-sische Bildnißmalerin, welche, nach dem Urtheilder Kenner, mit der berühmten Madmois. Lebrunbey den Kunstausstellungen zu Paris nicht selten wett-eifern durfte, starb daselbst im Frühjahr i8oz.Ihnen beyden (sagen die b-iouv. cles ^rts. 1. 30.)hatte man die Menge angenehmer Künstlerinnenzu verdanken, von denen mehrere als Muster undGegenstände der Nacheiferung aufzustellen sind.Ob dieß vielleicht noch dieselbe Künstlerin sey,welche schon oben s. v. Gujard erscheint, ist unsunbekannt.

— — ( )> So wird auch im (Umsmcli

6es koaux-^rts von 130z. ein damals in Parislebender Gemäldehändler genannt, der von obigemGuyot (von dem wir übrigens glauben, daß erebenfalls Kupftrstichhandel treibt) durch seine Woh-nung unterschieden ist.

* Guzmann, (Johann de). S. Sacra-menro.

— — (Don Joseph Coboy), geb. zu Iae»1666. ein spanischer Maler aus der Schule desje-nigen Valois, der hinwieder seine Bildung demSebast. Martine; verdankte. Derselbe ließ sichzu Cordova nieder, und starb daselbst 1746- DieMalereyen am Ende des Kreuzgangs von St.Juan de Dios und la Merced calzada daselbstsind von seiner Hand, und in der Manier desMartine; geschmackvoll ausgeführt. Fiorills lV.379 "80.

— — (Peter de), el Coxo, oder der Lahme,

ein verdienstvoller spanischer Maler, Schüler desPatrizio Caxes, der mit vielen Andern den Pallastdel Pardo unter Philipp III. zierte, und, nachdem Tode des Nie. Granello, Königl. Maler wurde.Fiorillo IV. i?2—7Z.

— — (Dou Pedro de), ein spanischer Maler

des XVII. Jahrh, gebürtig von Lucena, von dem

man in der Parochialkirche daselbst, und im Krenz-gange de la Merced calzada zu Sevilla Verlage-dene Gemälde antrift, die ein heiteres Colonchaben, aber von fehlerhafter Zeichnung sind.

* Gwyn, (Johann oder Jacob), ein irlän-discher Maler und Mitglied der Akademie zu Lon-don um 1760. Nach ihm hat ein Ungenannter: