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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Hackern

auf eine Selbstbiographie von ihm gründet),und wahrscheinlich die erste unpartheyische Wür-digung seiner Kunst zu erwarten. Schon um1787. schrieb Hackert ein, in Form eines Briefs,an den damaligen englischen Gesandten zu Neapel,Ritter Hamllron gerichtetes Pamphlet8ul1 uso6sll Vernics nella pittura. welches späterhin(4. Dresden 1801.) übersetzt und vermehrt inDruck erschien, und aber, seinem wesentlichenZnnhalte nach (s. Meusels HI. Miscell. IX.3/. u. ff.) von wenig Bedeutung war. Um die-selbe Zeit arbeitete er an einer Abhandlung überdie Landschafrsnialerey, wovon man sich vielversprochen hatte. Dieß ist wahrscheinlich dieselbeSchrift, welche vor wenigen Jahren, unter demTitel: Principes, pour spprsnäre a äessiner1e ps^saZe 6'ayres naturs ans Licht kam» undvon 8. von ihm geätzten Blättern begleitet war,worinn er, mit der ihm eigenen Kunst etliche dervornehmsten Baumarten äusserst charakteristischdarstellte, und ohne Zweifel dasselbe ist, was wir

anderwerts deutsch: Theoretisch-praktische An-leitung zum richtigen und geschmackvollenLandschaftszeichnen nach der zsjiarür, 2.Hefte (hier mit n. Kupfern) Fol. Nürnberg8o3. 3. Th. 8. Gr. angezeigt finden. Die beßteLitteratur von mehr als 100. theils von, theilsnach unserm Jacob Philipp gelieferten Blättern,findet sich im winklerschen Gant-Catalog, wobesonders die von Dunker, Eichler, Gmelin undVolpato (öfters von mehrern gemeinschaftlich)theils geetzten, theils gestochenen schön genanntwerden.

* Hackert, (Johann Gottlieb). Jacob Phi-lipps, wahrscheinlich zweyt-ältester Bruder (wohl-er 1744. geborne), gieng um 1765. mit demsel-ben nach Paris, wo er mit vielem Ruhm arbeitete,und hierauf nach Rom, wo er bereits um 1770.zum größten Leidwesen seines Bruders Todes verrbliech. Mehreres ist uns von diesem Künstlernicht bekannt, als was noch das Lex. unter demArt. Iac. Philipps von ihm anführt. Das Ge-burtsjahr (1744.), welches von Einigen auchGeorg zugetheilt wird, ist wahrscheinlich für diesendas irrige. Zwey einzige Blätter nach I. G. ausdem Mechelschcn Verlage (1776.), welche Ge-bikgsansichten im Bisthume Basel enthalten,führt der Winklcrsche Gant-Catalog an*).

* — (Johann). Nach einigen geb. zuAmsterdam i635. Es ist zu bedauern (heißt esbey Rost VI. gZ. ), daß in seinen Gemälden dergraue Ton (wir möchten eher sagen der bräun-lichte) oft herrschend ist. Indessen sind seine Ar-beiten (namentlich auch der Figuren wegen, dieer, Weiler sich selbst schwach in diesem Kunsttheilfand, durch van der Velde darein malen ließ)sehr geschätzt und selten. Dieser Künstler warübrigens, nach Merlan einer der ersten, wel-cher Schweizer-Natur studirt, aber, so wenigals alle seine ausländischen (vielleicht auch ein-heimischen) Nachfolger, niemals ihren ächtenCharakter ergriffen hatte; ein Verdienst, welchesunter den Malern —vielleicht dem einzigen Lud-wig Heß, unter den Zeichnern und Stechernden Aaberli, Rierer und Biedermann gebührt.Sechs von unserm Hackert, in Ü)arrerlo's Ge-schmacke, doch mit einer minder leichten undabwechselnden Nadel geätzte Landschaften/ welcheBartsch IV. 28g— gZ. umständlich beschreibt ,sind, die erste mit: loknnnss Hackert luv. etlec. die zweyte mit ). H. die übrigen gar nichtfignirt, alle aber nummerirt. Und nun höre mannoch die Summa von Basans liederlicher Nach-laßigkeit, der (L6. sec.) dem alten Landschafter

Haeften.

Hackert das Blatt eines Tods der Virginia,nach dem neuen Engländer Dance zuzahlen,und ihn nämlich mit I. G. Halb verwechselnkann.

Hacquln, ( ). So heißt ein Mater,

nach welchem Th. de Leu das Bildniß einer Weh-mutter geätzt hat. Unbekännk ist es uns, ob es der-selbe sey, von dem es in Landons Anna!.(I. 25 o.) und in den Xouv. 6es Hrts. (I. 5 /.)heißt, daß derselbe schon vor ungefähr 40. Jah-ren, nebst Picault, die Kunst verstand, alte Ge-mälde ohne Schaden von ihrem Grund wegzu-nehmen; und zwar Hacquin so, daß er diehölzerne Tafel, worauf das Bild gemalt war,wegzusägen und am End wegzuätzen wußte; waser auch an einer Charitas von Andr. del Snrtoglücklich versucht hatte.

— ^ ( ). <Kohn des ebenerwähnten

Gemälde - Restaurators, lebte in Paris' zu Anfangdes XIX. Jahrh, und verstand in einem vorzüg-lichen Grade die nämliche Kunst seines Vaters,welche er an der berühmten Madonna de Folignvvon Raphael mit dem vollkommensten Erfolg aus-übte. Die Methode, deren er sich bediente, findetsich in Ländons Annal und den Xouvellsslies Arts (II. cc.), und eben so in MeuselsArch. I. i3o. u. ss. ausführlich beschrieben.

Haddik, (Joh. Baptist Graf von). K. K.Kämmerer, ein Liebhaber; verfertigte mit Was-serfarben historische Gemälde. Eines derselbenerwarb ihm 1786. die Stelle eines Ehrenmitgliedsder K. K. Künstler-Academie zu Wien. Ä?sc.

* Hadert, (Jacob Philipp). So heißt ir-gendwo irrig Jac. Phil. Hackert.

Hadrarva, ( ). Ob selbst ausübender

Künstler, oder blos reifender Dillettante. ist unsunbekannt, gab im I. 179,. RggnaZII 61 vnr!scavi e scoverte <Zi Tzurlckita', lütte voll'

Isola 61 Oaprl ccm Ii§. 4. welche auch deutsch,unter dem Titel: Freundschaftliche Briefe überauf der Insel Tapri neu entdeckte und ausge-grabene Alterthümer, mir Rupfern, Barrenund Münzen, 4 - Dresden, erschienen waren.

* Haeberlin oder Hebetlein, (Leonh.).Maler in Nürnberg; geb. 1)84. lebte noch i655.

Haecht, (G. van). So heißt ein niederlän-discher Künstler, der nach Hann. Carracci eineHeiligen - Marter und eine Verfolgung von St.Paul, und nach P. Porbus einen Christ gestocherthak.

— — (Wilhelm). Uttd so nennt der Katalog

von Minkler ebenfalls einen niederländischen Ku-pferstecher und Kunstverlegcr des XVII. Jahr-hunderts (ob derselbe mit dem Obigen, ist unsunbekannt), von welchem er 4 - satyrische Blattermit einer Menge Figuren und Thieren anführt,welche: Die verkehrte Welt, der schlafende Löwe,der gierige Wolf, und die blinden Hirten rubri-zirt, und (seltsam) mit: L/aec/rt compo.

et cel. (cselavlt) (Vfierix) nach M.

van Cleven signirt sind.

* Haefeen, (Niclaus van). Von seinenselbst geätzten Blätter, deren ^Bartsch (V. 44^--49.) neune kennt, und sorgfältig beschreibt, sindviere mit 1694. und ein drittes mit 1701. datirt.Drey derselben: Sein eigenes Bildniß, und dertrinkende Bauer und Bäuerin sind in Schwarz-kunst geschabt, die übrigen theils geätzt, theils

") Wir bescheiden uns gerne, daß in obigen Artikeln über die vier Gebrüder Hackert sich einige Unrichtigkeitvorfinden mag, welche jedoch hauptsächlich ihre Alters - Rangordnung betreffen durfte. Nach unsern Notizzenscheint uns nämlich die im Terte bemerkte noch immerhin die richtigste zu seyn.

-. Philipp Jakob, geb. 1734. gest. 1807.

2 . Carl tludwtg, „ i74<>. „ -8 .

Z. Johann Gottlieb, » -744. >, -77°. ^

ä. Georg, » i/55. » -805, oder -Lob.

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