Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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508 Haege.

gestochen, theils blos mit dem Grabstichel vollen-det. Barrsch nennt sie: Den großen und denkleinen Gchmaucher; die Schmaucherjnnen, dieverliebte Frau, die Sänger und die Fischer. Aufden Sängern (ohne Jahrszahl) liest man: Het«resten v?in in^n leven tot Hntnarpen (daserste in meinem Leben zu Antwerpen, d. h. meinerstes Blatt). „Die drey geschabten Blätter zei-gen" (nach dem Urtheil des gedachten Kunst-richters) »unsern Künstler als geschickten Zeichner.In den übrigen entdeckt man eine Nadel vonwenig Geschmack, den Grabstichel zu führen. In-dessen sind alle schwer zu fiyden." Dann hatBasän nach ihm: I.N könne Union, und I.Sarrabat: 1.68 üeux t)onfe886ur8 gestochen.

Haege, (Thierry oder Dietrich van der),ein guter Maler zu Antwerpen um 1680. SeineTochter war des Jacob van Roore Mutter. EinSohn und ein Neffe von ihm übten gleicheKunst. 7 l^?c.

Haeger, (Zacharias), Baumeister zu Pragum 1802.

Haegginer, (Hans Heinrich), ein Malerzu Zürich um 160/,. von dem wir aber blos denNamen kennen.

Haegi, (Heinrich), eines Landmanns Sohn,geb. zu Hausen bey Cappel, Cant. Zürich 1766.malte trefliche Bildnisse in Miniatur und Gouache.Seine neuern Schicksale sind uns unbekannt. Mrc.

Haejus, (Fr.), ein Kupferstecher. Von ihmkennt man, neben Anderm, das Bildniß des Her-zog Bernhards von Sachsen-Weimar.

Haelszel, (Joh. Baptist), ein Blumen-maler aus Sachsen, arbeitete zu Wien, wo er1776. im 66. Jahre seines Alters verstorben war.Man siehet von seiner Arbeit in der dortigen K.K. Bildergallerie.

* Haelwech oder Haelwegh. S. Hal-rveg.

Haemmer, (Johann), ein guter Vogel-Blumen-und Arabeökenmaler in Zürich um 1780.auch damals der beßte Vergolder daselbst.

Händel, (Maximilian), ein geschickter böh-mischer Bildnissemaler; arbeitete zu Wien, wo er1728. im 62. Jahre seines Alters verstorben war.

Haenisch oder Heunisch, ( ). Nach

einem uns sonst ganz unbekannten Maler diesesNamens, der um 1760. zu Braunschweig arbei-tete, hat Dause die Bildnisse des Herzogs Fer-dinand, und der Prinzessin von Braunschweiggestochen.

Haenietn, (Mademoks.). Tochter eines Hof-und Regierungsraths zu Anspach, Schülerin vonNaumann. Ob dieselbe die Kunst blos als Di-lettantin, oder als eigentliche Künstlerin geübthabe, ist uns unbekannt. Wir vermuthen aberwirklich das letztre. Immerhin hieß es von ihrum 1788. (Meusels Mus V. 15.), daß siealle Anlagen habe, einst eine Angelika Kaufmannzu werden. Damals malte sie indessen blos nochvortrefliche Bildnisse; und seither haben wir vonihr nicht das Geringste vernommen.

Hännel oder Henne!, (Marx), vonWien, ein geschickter Bildnißmaler in Oel undPastel. Seine beßten Arbeiten verfertigte er von1730—42. Füßli Annal. I. iZ.

Haertel, (Joh. Georg), ein sehr geschickterSchreiner zu Augspurg; zeichnete 1623. den Auf-riß des dafigen Gymnasiums bey S. Anna, wel-chen Lucas Kilian in Kupfer gestochen, vonSterken 114«

* Hasse, (van). S- Haase.

Hagebuche.

Haeubler, (N.). Soheißt irgendwo kurz,ein Kupferstecher, der um 1668. gearbeitet habe.

Haus! in, (Simon), ein Maler zu Frank-furt am Mayn; arbeitete um 1680. mit einigenandern an den historischen Gemälden der dasigenSt. Catharinenkirche. Hüsgen S. 89.

Haepler oder Haedeler, ( ). Ein

Kupferstecher zu Antwerpen um 1670. Derselbeatzte nach Crispean van Broecks Erfindung. Soz. B. in Illonuinentum üumonoe

Lalutis. Christ giebt S. 206. sein Zeichen an.

Haf/ (Johann Lorenz), ein Formschneider,geb. zu Schwäbisch-Hall 1727- Don Leipzigkam er nach Berlin, wo er Schattenrisse verfer-tigte, welche vielen Beyfall fanden. Man kenntvon ihm drey Lieferungen in Holz geschnittenerThiere mit der Beschreibung, welche den Titelführt: vstarurgeschichre dervierfüßigen Thiere,für Rinder und auch Erwachsene. Berlin792. Er war Ehrenmitglied der Märkischen öko-nomischen Gesellschaft zu Potsdam, und starb zuBerlin 1802. Meusels Archiv I. 166.

Haffenecker, (Anton). K. K- Hofbau-meister zu Prag; geb. 172 . Derselbe baute dievon Loragko angefangene und von Anton Guntzfortgeführte königliche Burg zu Prag, von 1769.bis 1776. vollends aus. Er lebte noch 1778.Mensel I.

* Haffner oder Hafner, (Ant. Maria u.Heinrich), welches letztem im Lex. unter dem Art.des erstem (jüngern) Bruders Erwähnung geschieht.Lanzi II. 2. 20Z—4. u. 344 - setzt Heinrichs Ge-burtsjahr in 1640. und nennt beyde Mitellisten inAbsicht auf Anmuth und Harmonie ihrer Färbung.Beyde arbeiteten Vieles, auch Historisches, mitCanuti, ihrem Meister, in Rom; und für Fran-zeschini mußte Heinrich in der Kirche CorpusDomini zu Bologna die Architektur malen. Auchin Genua waren sie den gedachten beyden Meisternöfters beholfen. Anton hinterließ einen größer»Ruf als sein Bruder, und verdiente ihn auchvielleicht, wenigstens durch seine noch lieblichereFärbung. Der Großherzog Johann Gaston riefihn nach Florenz, um seinen Rath wegen desAltars in harten Steinen zu vernehmen, den erin der Kapelle Et. Lorenzo de Depositi errich-ten ließ.

— — (Heinrich). S. den gleich folgendenArt. seines Vaters.

— — (Hermann), des Raths zu Nürnberg,Münz - Eisen - Siegel- und Wappensteinschneider;er lernte diese Kunst bey Matthaus Schaffer von1662. bis 1668. und starb 1691. 72. I alt. SeinSohn Heinrich hatte gleiche Bedienung, undstarb 1722. 54. I. alt. In einer andern Notitzwerden ihre Lebensjahre gerade umgekehrt ange-geben. Sammlung berühmter Medailleurs

h!°. 144. 145.

-- — (Joh. Christoph), ein Kupferstecherzu Augspurg, von welchem man historische Blätterund Bildnisse (wie z. B. des Kaufmanns undRechtsgelehrten, Abraham Hosennestels des I.),kennt. Er starb 1764. im 86. Jahre seines Alters,von Sterten S. 402.

* -(Melchior). Ein Verzeichnis meines

sel. Vaters führt nach ihm ein Dutzend Bildnissenach H. Z. Raidel und I. Z. Rauler an. DieHiLtoria iVlosebi ist nach Andern 1682. gedruckt.

* Haften. S. Haeften.

Hagebucke, ( ). So hieß einer der

Künstler, welche in dem Industrie-Salon desScheide-Departements im Sept. 180Z. zu Ant-werpen, in Gegenwart des ersten Consuls ihreZeichnungen und Gemälde ausgestellt hatten.Meusel Archiv II. i 63 .