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standen, anf deren Schicksale er mehrere Schau-münzen geprägt hatte, wovon eine diesem letzter»so wohl gefiel, daß er einen kostbaren Ring vomFinger, und solchen mit eigener Hand (wieLochner ausdrücklich sagt) an den Finger desKünstlers steckte!
Hamersveld,( ). So wird irgendwo,ohne Weiteres, ein Kupferstecher genannt.
* Hamilton, (Anton Jgnatius von), desunten folgenden Joh. Georgs Sohn (dessen imLex. unter dem Art. seines Großvaters Jakobsgedacht wird), geb. zu Wien 1696. lernte beyseinem Vater, und zeichnete sich in derselben Gat-tung aus. Anfänglich kam er in Sachsen-Weima-rische, und sieben Jahre später in Kur-Säch fischeDienste. Heinecke kJachr. I. 114.
* — — (Carl Wilhelm von), des unten fol-genden Jakobs jüngster Sohn, dessen das Lexikonunter seines Vaters Art. gedenkt. Geb. zu Brüssel,lernte bey seinem Vater und seinen Brudern. Nach-dem er die Kammerdiener-Stelle bey dem BischofAlex. Sigmund von Augsburg verlassen, legte ersich gänzlich auf die Kunst. Seine Arbeiten in derGattung, deren das Lex. Erwähnung thut, sahenpolirt wie ein Spiegel aus, und gaben (setzt deFoneenap hinzu), aus lauter Vollendung ein wenigins Trockene. Auch brachte er lange Zeit über einemsolchen Kunstdinge zu, und ließ sich dann verhält-nismäßig theuer bezahlen. Bisweilen malte er auchBildnisse, Jagdstücke und Pferde im Großen. (Bey-spiele von letzter» s. man in der Bischof!. Reitschulezu Augsburg.) In seinem Alter bekam er ein Ge-wächs an der Nase, und blieb von da an beständigzu Hanse. Bey seinem Tod hinterließ er eine Mengeunausgemalter Stücke. Einen ganzen Foliobandseiner Studien kaufte der damalige Cardinal-Bischofvon Constanz, die übrigen Zeichnungen Georg Christ.Kilian. Heinecke Aachr. I. 110—14.
* — — (Ferdinand oder Philipp Ferdinandvon), Jakobs ältester Sohn, dessen das Lex. unterseines Vaters Art. gedenkt. Derselbe ließ sich An-fangs zu Brüssel nieder. Späterhin gieng er nachWien. Neben Pferden malte er auch andre Thiere.Heinecke rJachr. i. 112. S. unten auchPhilipp Ferdinand.
— (Franz). S. Hamelron.
* — — (Gavinus). Bey anrückendem Altergieng Gavin nach England zurück. » Dieser Künst-ler " (heißt es irgendwo) » war kühn in seinen Er-findungen und geistreich im Ausdrucke. Wenn ereinen Fehler hatte, so war es der, daß er dieAntiken, zum Nachtheil der Wärme und der Ge-lindigkeit seiner Farben zu sehr siudirt hat." Einausführlicheres und gründlicheres Urtheil von ihmfällt die Schrift: Winkelinanrr und sein Jahr-hundert (S. 285—86.) wie folgt: » GavinusHamilton wurde der Kunst nützlicher, und verdientunser dankbares Andenken darum, daß er dasMangelhafte, Beschränkende der sonst gewöhnlichdargestellten historischen, allegorischen, oder ausder christlichen Mythe geschöpften Gegenstände ein-gesehen, und sich dafür vornehmlich an die Home-rischen Dichtungen gehalten hat. Er bearbeiteteeine ganze Folge von Erzählungen aus der Jlias,und hat überhaupt selten andern als griechischenStoff für seine Gemälde gewählt. Ob er übrigensimmer die am beßten für die Darstellung geeignetenGegenstände ausgefunden, ist hier nicht der Ort zuuntersuchen. Es war damals erstlich nur darumzu thun, der Kunst von dieser Seite eine bessereRichtung zu geben, und durch Hamiltons Be-mühungen öfnete sich derselben gleichsam eine neueschönere Welt; die Forderung des Poetischen wurdemehr rege, Hamilrons Werke, kritisch betrachtetund mit den Mengsischen verglichen, stehen in denTheilen, welche zum Technischen gerechnet werdenkönnen, meistens zurück. Zeichnung und Formenfind gut, doch chcht von solcher Reinheit und
Hamilton.
Schönheit, wie wir an Mengsens Werken gelobt;das Colorit hat ebenfalls weniger Blüthe, wenigerSchmelz und Kraft; es fällt zuweilen gar etwasschmutzig und hefenartig aus. Der Pinsel ist zwarüberhaupt freyer, doch führt ihn Mengs mit größe-rer Kunst und endigt feine Werke in allen Theilenbesser; Hamilton hat dagegen mehr Gewandtheitim Gebrauch der Motive und ordnet gefälliger an.Seine Hebe kann in dieser Rücksicht als ganz vor-züglich angeführt werden." Auch der Verfassergegenwärtiger Zusätze kannte diesen geschicktenMann um 1762. in Rom. Zum wirklich großenMaler gebrach ihm auch nach unserm Sinne nichts,als eine selbst nur erträgliche Färbung. Mengsund Winkelmann bemerkten oft, es müßte ihmam Sehns-Organ gefehlt haben, und die wahreFarbe der Natur ihm ganz anders als den übrigenMenschen erschienen seyn. Er war zugleich Gemal-dehändler, und, wenn wir uns nicht irren, durchdies Gewerbe sowohl als durch auf seine eignenKosten bewerkstelligte Eruition alter Kunstwerkereich geworden. Denn damals war es die güldeneZeit, brittische Kunstincroyables zu prellen. Anseiner Lclrola ltnlica arbeiteten die KupferstecherA. Campanella, A. Capellan, C- Linti, I. Vol-pato u. s. f. Nach ihm selbst dann haben Ardell,Bartolozzi, P Dorghese, I. Caldwall, Cunego,Earlom, Facius,F. Harvard, R-Houston, F. Legat,Ph. A. Kilian, B. Michel, und Morghen, theilsBildnisse, meist aber historische Blätter gestochenund in Schwarzkunst geschabt. Im Katalog vonBrandes werden die meisten von Cunego ange-führt, und dort besonders die Kronenrsagung derKönigin Maria, von Francis Legat, und dann dieMalere» und Poesie von Raphael Morghen sehrschöne Blätter genannt. Ein Verzeichniß meinessei. Vaters aber giebt ihrer weit mehrere an. UnserKünstler, der ungefehr in gleichem Alter mit Mengsseyn mochte, müßte, der erwähnten Schrift: Win-kelmann u. sein Jahrh. (S. 285.) zufolge später-hin noch einmal nach Rom zurückgekehrt, und umden Anfang des Jahrhunderts dort verstorben seyn.In Fernorv's Leben von Carsten's S. 128. heißtes von ihm um 1792: »Hamilton" (damals ebenwieder in Rom) »malte in seinem hohen Alternicht mehr."
— — (G-), ein neuerer englischer Maler,arbeitete für die bekannte Shakespearische Galerie:Die Mutter, Gemahlin und Kinder Coriolans,vor ihm in flehender Stellung.
— — (H. D) Nach einem Künstler diesesNamens (wie es scheint lediglich Büdnißmaler),von dessen Lebensumständen uns übrigens nicht dasgeringste bekannt ist, haben Bartolozzi, Earlom,Finlayson, Green, Huston und Watson vortref-liche Bildnisse englischer Standspersonen beyderleyGeschlechts, Schauspieler u. s. f. gestochen, vondenen ein Zehend in Brandes Gantkatalog ver-zeichnet sind.
* — — (Jakob von). Derselbe gieng, derReligion wegen nach Brüssel, und starb dorr ineinem Alter von 80 Jahren. Henecke hsachr.I. 112.
* — — (Johann). Unter Carl WilhelmHamrlton's Nachlasse befand sich eine mit diesemNamen signirte Zeichnung in niederländischem Ge-schmack, welche einen Jäger zu Pferde in alterTracht mit Falken zur Reigerbeitze vorstellt; undaber wahrscheinlich von keinem andern als demJohann dem Pferdemaler herrührt, dessen dasLexikon unter Jakobs Art. gedenkt. HeineckesJachr. I. 114.
— — — — — , ein andrer, als der Pferde-maler, dessen das Lex. unter dem Art. Jakobs H.gedenkt, schrieb ein vollständiges System derPcr-spektiv, welches 1749. Fol. zu London, mit Figurenin Druck erschien, hlftc. Ob derselbe etwa mitdem Johann Hamilton Morrimer des Lex. EintPerson seyn dürste, ist uns unbekannt.