Hamilton.
Handeriot. §iz
«- Hamtleon, (Joh.Georg von), Jakobs zweyterSohn, dessen das Lex. unter dem Art. seines Vatersaedenkt. Er malte Pferde und stillliegende Sachen,als Blumen, Früchte, Insekten u.dgl. BeyseinerRückkehr nach Wien wurde er Kabinetsmaler desFürsten von Schwarzenberg. Jetzt legte er sichausschließend aufs Pfecdemalen ins Kleine, undwar besonders geschickt, die verschiedenen Rahenderselben darzustellen. Joh. Ph. Kilian sah diesenKünstler i/är. noch in Wien, als er eben zum Kais.Kabinetsmaler ernannt wurde, und eine jungemuntere Frau geheyrathet hatte. Er starb 64. Jahralt. Hetnecke Flache. I. 112—15.
— — (Philipp Ferdinand von). Hetnecke(Hackn-, l. 112.) nennt ihn Jakobs ältesten Sohn,der sich Anfangs zu Brüssel niedergelassen, näch-tens in Kais. Dienste gegangen sey, und Thiereund Pferde im Großen gemalt habe. Anderwertswird er indessen auch Geflügelmaler genannt, undbemerkt, daß sich Mehreres von ihm in der KK.Galerie zu Wien befinde, wo er in 1760. verstorbensey. Dieser Künstler ist übrigens wohl kein Andrerals derjenige Ferdinand, dessen auch das Lex.als Sohns von Jakob, unter dem Art. desselbengedenkt; so wie wir hinwieder vermuthen, daß ervon denen, die ihn Geflügelmaler nennen, mitAnton Ignatz verwechselt werde, welcher eben-falls in erwähntem Art. zum Vorschein kömmt.
— — (Wilhelm), Ritter, Geschichtsmaler,Mitglied der Akademie zu London, blühete daselbstum 1780 nach welchem Bartolozzi, I. Caldwal,Facius und Michel, F. Harvard, und Arch. Ro-bertson eine ziemliche Anzahl Blätter meist in punk-lirter und Aguatinta-Manier gestochen haben, vonwelchen der Gantkatalog von Brandes i 5 . an-führt, und vorzüglich das Bildniß der MistrißGibbons in dem Trauerspiel Jsabella, von Caldwal,und die Zerstörung der spanischen Batterien vorGibraltar, von Robertson, kehr schön nennt. Dannfindet sich in dem Journal für bükiencle KünsteS. go. gh. 101. und 102. die Beschreibung vonsieben Blättern, welche W. Angus, Bartolozzi, I.Cvllyer, I Fittler, Simon und R-Thew nach ihmfür die Shakspearsche Galerie gestochen haben, undvon welchen dort besonders Rosalinde, die demOrlando erscheint, von Simon, ein angenehmes,und die lebendig gewordene Bildsäule aus demWintermährchen (Akt V. Sc. 7.) ein trcfljch be-handeltes Blatt genannt, überhaupt aber in er-wähntem Journal vielmehr die Urbilder als dieStiche beurtheilt werden. Dieser geschickte Künstlersiarb 1801. Nouv. ü. ^rts l. 4».
— — ( ), ein in der Geschichte der Be-
freyung seines Vaterlands bekannter amerikanischerObrisier, malte das Bildniß des eben so berühmtenenglischen patriotischen Kundschafters, MajorsAndre'. Nach ihm gestochen findet man dasselbein I. Marshall's Leben von Washington. *)
Hammer, (Friedrich Niklaus), aus demEchwarzenburgischen gebürtig; malte zu FrankfurtamMayn schöne Bildnisse, Feldschlachten, Jagdenund Stillleben mit Beyfall. Er starb um 1748. inMoßbach bey Bieberich. H. p. Hüsgen S. 122.
— — (Michael), Kunstdreher zu Nürnberg,geb. daselbst 1720. lernte bey seinem Vater, eben-falls einem Drechslermeister. Er selbst schnittBildnisse, Figuren und Basreliefs sehr künstlich inElfenbein. Er, und auch sein Vater noch, lebtenzu Nürnberg 1789. Mensel II.
— I ). Von einem neuern Künstlerdieses Namens sah man auf der Kunstausstel-lung zu Dresden 1806. die beyden sächsischenSchlösser Kriebstein und Ehrenberg, nach derNatur in Sepia getuscht und sehr fleißig ausge-führt. Mensel Auch. II. 1. 97. Ob dies der-
selbe sey, der seither (Tüb. Morgenbl. S. 40.)auch als Stecher von kleinen Dresdner-Prospektennach Thormayr erscheint, ist uns unbekannt.
Hammerer, (Johann), Werkmeister undBildhauer zu Straßburg um 1486. Von ihm ist diein Stein ausgehauene und mit vielen Bildern ge-zierte Dohmkanzel, wozu Cullin und Sohn 1617.den Deckel von Schreinerarbeit verfertigten. ä'rüa-und
Hampe, ( ), ein neuerer Künstler aus
Berlin. Auf der dortigen Ausstellung in 1800. sahman nach seiner Zeichnung drey Blätter von J. S.Ringk, welche Szenen aus der vaterländischenGeschichte vorstellen, und, neben andern,, einerdiesfälligen in 1799. ergangenen Auffoderung desKöniges entsprechen sollten; nämlich: Der PrinzHeinrich in der Schlacht bey Prag, und Friedrichder Große, theils in, theils nach der Schlacht beyLiegnitz. »Bey dem ersten" (heißt es dann, wiees scheint selbst von den Urbildern) „ist die Zeichnungschlecht, und die Darstellung aus einem ganz fal-schen Gesichtspunkt aufgefaßt; so auch bey demdritten; das zweyte ist besser, doch auch nicht seh-lerfrey." Und dann von dem Stiche: »Derselbeist im Ganzen recht gut; doch fehlt es diesen Stückenan" (zwo Hauptsachen) „der Ausführung undHaltung." Lei/r» 1800. II..88.
Han, (Ulrich), ein von Wien gebürtiger Buch-drucker zu Rom, gab dort in 1467. NcüitstionesZok. cls Nurrs cremata, Earclinsl. mit 54 . Holz-schnitten, welche nicht übel gezeichnet seyn, undbereits eine geübte Hand im Formschneiden verrathensollen. Von dieser Kunstseltenheir, von welchersich ein Exemplar auf der Stadtbibliothek zu Pürn-berg befindet, giebt Hetnecke in seiner löse §s-ncruls p. 149—20. ausführliche Nachricht, undeine zweyte Auflage derselben von 1472. deren eben-daselbst gedacht wird, führt wenigstens auf denZweifel, ob Han nicht selbst an erwähnten Verzie-rungen Künstler-Antheil genommen habe, da esnämlich am Schluß der Ausgabe von 1467. bloßheißt: kirnte surrt Loutemplritiones etc. per7//»crmr am End derjenigen von 1470. hin-gegen sich die Worte finden: narr atrumerito plri-nisll calarnonSgus stilo ereo, secl srciliciosngunstam uclrnventione imprirnensti seu csracte-ri^urrcii sie eKiZiaruni all 6ei lnnclem inüustrie-c>us est consuirurtum per f/cia/ncum (?«//««^lemauum, et Nimmrem äe
— — S. Hau.
Hancarvtlle, (der Ritter von), ein Kunst-liebhaber, ätzte zu Neapel eine Sammlung vonAlterthümern aus dem Cabinette des Ritters W.Hamilton, die er mit Farben abgedruckt 1767. ansLicht stellte.
* Handeriot oder Anbotst, (Franz),geb. zu Paris um 1662. Derselbe hat in Frankreichund Italien nach mehrern berühmten Meistern ge-arbeitet. Sein Styl hatte einige Aehnlichkeit mitdem von Franz Poilly; in Ansehung der Wirkung/aber stand er ihm nach. Indessen werden seineBlätter, in Ansehung der Urbilder, nach welchener gearbeitet, sehr gesucht. So z. B. zwey Ver-kündigungen nach Albani (vorzüglich); das Bildnißdes Kardin. Joh. Everhard von Nidhard nachI. de la Donde; die Marter von'St. Johann demEvangelisten nach le Brun; eine Dornenkrönungnach Hann. Carracci, ohne Namen des Malers;eine andre nach Domenichin; eine Maria die demKinde die Brust reicht, und eine Magdalena, nachGuido; eine Esther vor Ahasverus, und eine Hoch-zeit von Cana, »ach Guillebault; der barmherzigeSamariter nach Poussin; eine Maria mit demKinde,das dem kleinen Johannes eine Krone reicht, nachRaphael; der ungläubige Thomas, nach le Sueur,
'") In wie weit die hier neu erscheinenden Hamiktons Nachkommen von Jakob Hamilton und dessen Söhnen,oder auch der übrigen Hamiktons sind, deren das Lcrikon gedenkt, ist uns unbekannt. Noch bemerktHetnecke (Nachr. I. 112.) daß sich zu seiner Zeit (um 1770.) Künstler von dieser Familie in Schwedensollen befunden haben, von welche» aber nichts -Weiteres zu unsrer Kunde gelanget ist.
Uuu 2