Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Zl8 Harper.

und wozu einige der vorzüglichsten lebenden Künst-ler in Frankreich (wie Lhauder, David, Eper,cieux, Gerard, dann eben. unser Harou, Ju-lien, Lands», Lenoir, Merimee und per-cier), ihre Kunstdeyträge liefern würden. VonHarou war namentlich der Entwurf des Sacel-lums, welches dieses Denkmal in sich fassen sollte.Fern//. L>M. Eine ausführliche Beschreibung undAbbildung desselben im Umrisse (welche zu denschönsten Erwartungen berechtigten), s. in Lan-ds ns Annal. II. 5 o— 52 . Ob solches wirklich zuStand gekommen sey, ist uns unbekannt.

Harper, (Adolph Friedrich), dessen imLex. unter dem Art. seines Vaters, des gleichfolgenden Johann, Erwähnung geschieht Dieserletztre war sein Lehrmeister. Nach dessen Todebesuchte er Frankreich und Italien, wo er sichbesonders auf die Landschaft legte, und nach acht-jährigen Reisen die schönsten Ansichten nach derNatur gezeichnet nach Haus brachte. Nachwertsward er Herzogl. Würtembergischer Hofmaler,Galerie-Direktor und Professor der schönen Künste-an der Hohen Karlsschule zu Stuttgard. Seit1798. lebte er wieder zu Berlin, seiner Vaterstadt,und starb daselbst 1806. Mensel Archiv. II.1. Los. Mensel I. nennt von ihm Landschaftenin Oel: Der Morgen; der Abend; der Windstoß;Aussicht von Tivoli (von Heidelof gestochen).Eben so kennt man drey andre italienische Land-schaften nach ihm, von M. Balleis; und einbraunes Acquarell-Blatt, das Innere des Coli-säums von Rom (wie es scheint von ihm selbst)führt der Winklersche Katalog an.

— — (Johann). Derselbe war eines Kauf-manns Sohn von Stokholm- Meytens und Kraftwaren seine ersten Lehrer. In 1709. gierig ermit Jsw.ael Mengs »ach Lübek, wo beyde beydem dortigen Maler P. Heinecken, in dessenHaus die Chymie betrieben wurde, sich im Mi-niatur- und Emailmalen übten. In 1712. kamer nach Berlin, und in 1719. dort als Hofmalerin Königliche Dienste, wo er dem Monarcheneine Menge seiner Generale und Offiziers, ganzerStatur, doch im Kleinen, auf Folio-Bogen inOel malen mußte; so daß er darüber fast ganzvon seiner ersten Gattung abkam. Nach ihm kenntMan, neben Anderm, von B- Probst gestochen,das berufene Lübecksche Wunderkind: Clirlst.Heur. Heinscksn, ?uer in^enlosiss. Imbs-csnsls. Heinecke lJachr. I. 52 — 53 .

Harpf, (Philipp), ein alter Kupferstecher,der seiner Zeit für das Püeatrum, Luropssnnrgearbeitet hat.

Harp recht, (Jsaak). So heißt ohne Wei-teres, ein Kupferstecher,^ bey Gandellini, vondem man allegorische Blätter auf die freyen undmechanischen Künste kennt.

^ Harrervyn, (Franz). Zeichner und Ku-pferstecher, geb. zu Brüssel um 1680. Von ihmkennt man, neben Anderm: Eine Folge von An-sichten zu te Roy's 1699. erschienenem: 6rnnäs8Naigons 6u örabant; so z. B> zwey Ansichtenvon Rubens Hause, nach der Zeichnung von I.van Croes; dann zwey seltene Bildnisse des Erz-herzog Albrechts von Oestreich, und der JnfantinJsabella von Spanien, beyde betend auf denKnieen (neben ihm St. Jacob, neben ihr St.Margareiha); beyde nach Rubens; ferner dieje-nigen des Herzogs Heinrichs von Guise und derHerzogin Margaretha von Valois, beyde nachseiner eigenen Zeichnung. Rost VI. 802. EinVerzeichniß meines sei. Vaters führt von ihmmehrere andre Bildnisse, dann Diomedes undManto, von V. Picart 17". gezeichnet, undnach ihm ein von Bouttats gestochenes Blatt an:IVlsrlaZs <le Okarles II. Roi avec

IVlar.,I.oulse ä'Orlesns en 167g.

Harrtet, (Fulgiron Johann), ein neuererfranzösischer Maler, gebürtig von Paris, Schüler

Harsdorf.

von David. Schon i. I. 1792. gewann er durchseinen auf dem Schlachtfelds sterbenden Brutusden Preis, welcher ihm, bey der damals aufge-hobnen Akademie, durch ein Jury von 5 o. Per-sonen (theils Künstlern, theils Liebhabern), zuer-kannt ward. Im I. VII. trug er ebenfalls denersten Preis des National-Instituts durch einGemäld davon, welches den Kampf der Horazierund Curiazier darstellte. Sein Mitwerber warLeroi. Ein andres großes Bild von ihm, welchesden Tod des Virgils vorstellt, fand ebenfallsgroßen Beyfall. Kenner nannten den Gedankenedel und schön, und die Zeichnung ziemlich tadellos.Dagegen wurde, theils gegen die Composition,die vereint auftretenden Calliope und Parze, theilsgegen das Colorit mancherley eingewandt. All-gemeinen Preis erhielt in 1802. sein Androclusmit dem Löwen in der Wüste. »Der Ausdruck,die gute geschmackvolle Zeichnung, das kräftigeColorit, und die leichte angenehme Ausarbeitung"(hieß es damals in Landons Annalen I.25 /. und II. 19. wo davon auch die Abbildungim Umrisse steht), »geben gegründete Hoffnung,daß der junge Künstler seinem Zeitalter Ehremachen werde." Iiorillo 11l. und 5iH.Auf derselben Ausstellung fanden sich noch vonihm drey Zeichnungen in Kreide: Ein auf Blumenliegendes Kind; dann die Muse der Geschichte,und ein Horatius Cocles (wahrscheinlich dererste Gedanke zu dem unten folgenden GemäldesIm ^lmLnacl, cles 6eaux-^rts von 180Z wirdHarrtet noch unter den zu Paris lebenden Künst-lern genannt; alsdann gierig er als Pensiviinairder Regierung nach Rom, und starb daselbst imFrühjahr I 8 o 5 . Auf der Kunstausstellung derdortigen franz. Akademie in ermelbtem Jahr (nachseinem Tod), sah man dann von ihm eben seinangefangenes mächtiges historisches Werk voni 5 . (anderwerts heißt es gar: /,o.) lebensgroße»Figuren, welches den gleich vorhin erwähnte»Römer auf der Sublicischen Brücke vorstellt, nebstnoch ein Paar Scizzen zu eben diesem Gemälde.Zeichnung und Colorit waren bewundernswürdig,und hätten dem größten Künstler Ehre gemacht,zu welchen ihn auch Schlegel in seinem Schrei-ben an Esche ('Jen. A. L> Z- Jntell. Bl. bl°.121. und 22.), unter den Geschichtsmalern zählte,die er in Rom gefunden hatte. Ob es dann nachden Zeichnungen dieses, oder eines andern Künst-lers dieses Namens sey, daß H. Guttcnberg(180/j.) für das XXVIII. Heft des lziusös kran-yois den sterbenden Fechter, Al. Tardieu (1806.)für das XI.I. Heft St. Michael der den Drachenerlegt, nach Raphael, und I. Godefron für dasXI.1I. einen todten Christ auf dem Echooß derH. Jungfrau nach Haun. Carracci gestochen hak,ist uns unbekannt. Wir vermuthen aber daserstere, da die Zeichnungen für dieses Prachtwerkimmer eine geraume Zeit vor ihrem Gebrauch inBereitschaft zu liegen pflegen.

* Harris, ( ). Dixon hat nach ihm

den Zahnarzt und den Operator, und Prankereine Aussicht zu Lilford in Norkhampton-Sturegestochen.

— — ( ). Wahrscheinlich ein von dem

Obigen verschiedner englischer Maler, und Secre-tair der Aurelian-Society zu London, die sichmit Untersuchung der Insekten und ihrer Ver-wandlungen beschäftigte, welcher.er ein großesJnsektenwerk in Folio zueignete. Mrc.

Harsdorf, (CasparFriedrich), ein geschick-ter Baumeister, geb. 1735. Derselbe studirte inFrankreich und Italien, wo er zu Rom eine Stelleunter den Arkadicrn erhielt. Nach seiner Rückkehrward er erster Königl. Dänischer Hofbaumeister(1770.), Professor der Architektur bey der Akade-mie der bildendem Künste zu Kopenhagen, undDirektor derselben (1778 ). Bald darauf erhielter den Rang eines wirklichen Justizraths. Mitall' diesen Titeln starb er 1799. Von seinen Ar-