Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Harding.

se l A. Ml'sc. XIV. 6Z6. ek ssgg. wo von demselben eine ausführliche ästhetische Beurtheilunggegeben wird.

Harding, (W. S.) So heißt ein englischerMaler, nach welchem Bartolozzi, Delattre,Ogborne,I. Parker und P. W. Lvmkins meist Gattungs-Blätter, Szenen aus Shakespear u. s. f. in schwarzund roth punktirter Manier gestochen haben, vondenen der Gantkatalog von Brandes mehrere an-führt, und schon nennt.

— — ( ). So wird irgendwo, ohne

Weiteres ein Architektur- und Perspektivmaler ge-nannt, der in der Manier von I. P. Pannini ge-arbeitet habe.

Hardorf, (Gerold), ein geschickter deutscherGeschichts- und Bildnißmaler, geb. 1769. in demsogenannten Alten Lande, lernte zuerst bey AntonTischbein in Hamburg, und seit 1788. zu Dresdenbey dem Pros. Casanova, wo er schon damalsgroße Hoffnungen von sich gab. Auf der dortigenKunstausstellung von 1794. sah man von ihm einenKam nach dem Brudermorde, in Oel, woranComposition, Ausdruck und Colorit sehr gerühmt,und nur wenige geringere Flecken von Kennerngerügt wurden. Eben so in ein Paar Bildnissen,in einer Copie nach Flink, und endlich in einerZeichnung < das Orakel zu Delphi) nach einem Ge-mälde seines Meisters, Casanova. In 1796. gienger wieder nach Hamburg, und malte für die dortigeMaria-Magdalena-Kirche zwey Altarblatter, dieKreuzigung und die Einsetzung des Abendmahls,welche ihm gleichfalls viel Ehre brachten. Meu -sels M Mus. 264. und Al. Mr'sc. II. 267—58.Hamb. L. S-64.

* Hardouin, (Michel). Gandellini nenntihn Controlleur der Kön. Französ. Gebäude.

Harou. 5^

schönes Bildniß von Edmund Burke nach Reynoldskennt.

* Hardy, (Peter). Eine Vase mit Kinderspielennach ihm s. bey Thomassm No. 209.

_ — ( )- So heißt auch ein französischer

Capltain, und ausübender Kunstliebhaber, nachdessen Zeichnung P.CHoffard: Vns «je la Lonrss«je Ounkeiyue gestochen hat.

Harezom,( ), ein Kupferstecher, unterdessen Namen man ein satyrisches Blakt auf Hein-rich III. König in Frankreich, mit der Aufschrift:1'Isle «jes Hermapüroijites kennt.

Hargrave,( ), ein Engländer; arbeiteteum 1760. in Schwarzkunst »ach C- Molenaer, u. a.

* Harings, (Daniel). Nach ihm hat Jaa-pinks das Bildniß Gisb. Jdapinks gestochen.

* Hartem, (Cornelius van), der im Lex.( wie es seyn soll) unter «Lornelis erscheint. Einegute Litteratur der nach ihm gestochenen Blatter,s. im Winklerschen Katalog, der uns seiner Zeitzu spat zu Gesichte kam. Demselben zufolge soller auch selbst in Kupfer geatzt haben, was alles(wie so Vieles) im Suplemente nachzuholen ist.

* — — (Niklaus van), ein Beyname vonBerghem.

Harleston, ( ). So heißt irgendwo ein

Kupferstecher, der nach P. A. Baudoin gearbei-tet habe.

Harmar, (Lh.). So nennt Basan (L6.sec.) einen Künstler, der zu London zwey Blattermit Frauenbildern in einer Landschaft gestochenhabe, von welchen das eine zur Jnnschrift hat:krorrr tüs Languet Leo.

Hardr, ( ). So heißt irgendwo ein hol-

ländischer Kupferstecher, der um 1660. gearbeitethabe, und von dem man ein Bildniß König CarlGustavs von Schweden kennt.

Hardtfeldt oder Harevele, (Bernhard).Von ihm kennt man nach Rubens: Christus amKreuz; im Hintergründe die Stadt Jerusalem.

Hardtroick, (Constantin), Schriftschneiderund Schriftgießer in Nürnberg, geb. 1660. ist unseinzig durch sein Bildniß bekannt.

Hardrvl'IIr'er, (Julie). So nennt Basan(Lcl. sse.) eine Künstlerin, welche nach le Princezwey kleine Blatter, einen alten Manns - und einenjungen Frauen-Kopf, beyde in Profil gestochen habe.

Hardp, (Bernhard Caspar), Dohmvicar zuCölln, ein großer Künstler in Wachs zu poußiren,der namentlich allerley Leidenschaften und Gemüths-lagen der Menschen mit bewundernswürdiger Wahr-heit auszudrücken wußte. Auch malte er schon um1776 vortreflich in Email, und verfertigte endlich,theils Himmels - und Erdkugeln und Microscopienvon ungewöhnlicher Güte, theils optische Gemälde,durch welche er die lebhafteste Täuschung verur-sachte. In allen diesen Künsten, so wie in mehrernandern Zweigen von Wissenschaften, hatte er keinenLehrer, sondern alle seine Kenntnisse durch eigenesStudium und anhaltende Versuche sich erworben.Er lebte noch, ziemlich bejahrt, 1806. obwohl erden Jugend auf einer nur sehr schwächlichen Ge-sundheit genoß; und schlug daher vor mehrernwahren ein sehr glänzendes Glück aus, das ihmvon einem reichen Britten angeboten wurde. Diefranzösischen Generale bewiesen, während ihresAufenthaltes zu Cölln, ei.ne ganz besondre Achtungfür ihn. Auch wird seine Humanität eben so sehrals sein Kunstgenie und seine Wissenschaft gerühmt.Mensel 1.11. Leipz. A. L. Z. 1806. 'Jntelli-genzbl. H. iz. nah

. 71 "" (J-), ein englischer Kupferstecher, vonwelchem man in braun punktirter Manier ein sehr

Harmens, (Lubbert). Ein holländischerSchifszimmermann, kam ib 5 Z. mit Michel Mat-thias Gmids gen Berlin, setzte sich aber zuKönigsberg in Preussen, wo er Fregatten undKriegsschiffe baute. Man wollte ihn daselbst nichtdulden, weil er reformiert war. Kaum konnteihn ein Patent als Churfürst!. Schifszimmermannschützen. M'colai. (Diesen Artikel finde ich inden Handschriften meines fel. Vaters, aus mirunbekannten Gründen, eingeschaltet).

* Harms, (Joh. Oswald), starb zu Hamburg.Der wmklersche Katalog führt von ihm 7.Römische Ruinen, mit dem Titel: Alarms in-ven-rione cli ttovms s TVckitetture clisss^natse satte con sqna sorts cia (7. 0. 167Z.

mit schönen Landschafksgründen und Figuren imGeschmacke von Salv. Rosa, und mit einemMonogramm seines Taufnamens an. Ein andresseiner Blätter führt zum Titel: l'böatre yus isMagistrat cle Örssäs sit ejsver «jevant laIVIsison «je Vllls, sn snfet «je 1 'bomrna^srenän ä l'Llecteur en 1681.

Har 0, (Bartholome de). So nennt FlorilloIV. 271. ohne Weiteres einen spanischen Künst-ler (Maler, Bildhauer oder Architekten), der,nebst vielen andern Artisten seiner Nation, i. I.1661. die Immunitäten der Malercy bey der Re-gierung vertheidigte, und es dahin brachte, daßdie Künstler von Abgaben, Zöllen, Kriegsdienstenu. s. f. frey gesprochen wurden.

-(Juan de). Noch einen ältern Künstler

dieses Namens, aus der ersten Hälfte des XVI.Jahrh, nennt Fiorillo IV. 172. als Maler undZeitgenossen des Carducho.

Harou, (Romanus), ein geschickter franzö-sischer Baumeister der neuesten Zeit, gebürthig vonAngely. Unter-seiner Leitung sollte schon um 1802.das Denkmal errichtet werden, welches eine Ge-sellschaft von Kunstfreunden dem großen Nies.Poussin zu erwähntem Angely, als dessen Ge-burtsstadt, durch Unterschrift zu stiften gedachten