Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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52 g Heinecke. Heinz.

den Reichsritkers Carl Heinriche Söhn, ebenfällsund zwar ausübender Kunstliebhaber. Von ihmkennt man sowohl sein eigenes, als das Bildnißseiner Mutter, nach St. Aubins Zeichnung; dannkleine Blatter nach Dietrich (diese so gekratzt, jenehingegen so schön) in Kupfer geätzt, daß wir zwei-feln, ob nicht etwa ein Pariser-Künstler die letztemzwey hübschen Kunstkinder des jungen Herrn Reichs-ritters zur Taufe gehoben habe? Noch führt derKatalog von Brandes zwey andre kleine Blätter:Kinder die sich mit Fisch - und Vogelfang belusti-gen, von ihm an.

Heinecke, (Carl Heinrich), Reichsritter,Kunstliebhaber, geb. zu Lübeck i 7 n 5 . »ach andern1712. und gest. 1790. als Chursachsischer GeheimerKammerrath zu Alt-Dvbcrn in der Nieder-Lausitz.Von seiner unstreitig großen Kenntniß der Kunstge-schichte zeugen seine: Nachrichten von Runstlernund Runstsachen 2 Th) 8. Leipz. 768-69. danndie Fortsetzung derselben: Neue Nachrichten,u. s. f. von welchen aber nur der erste Th. 8. Leipz.786 erschienen war, und in der Zwischenzeit seine

läse Generals ä'uus sollsction complstts ä'b)-stampes 8. I^eips. st Vieune 771. welches nurein Vorläufer seines ausführlichen Oictionusirsües -zrtistss üont nous svons <lss Lstampegwar, welches er in 1778. aus Licht zu geben an-fieng, das aber (mit allen seinen mannigfaltigenGebrechen, leider!) in 1790. durch seinen Tod un-terbrochen wurde, und mit dem Ende des viertenBandes schon mitten im Buchstaben D- steckst,blieb. Und welcher Verleger hat bisher -- undwelcher wird vollends künftig, bey dem gegenwär-tigen Jammer aller Art in Deutschland die Fortse-tzung wagen, wenn auch die Handschrift davon —woran wir zweifeln — bis zu einer gewissen Voll-ständigkeit gebracht, noch vorhanden seyn sollte?Seine Sammlung von Kupferstichen, damals eineder stärksten und seltensten in ganz Deutschland,und namentlich auch an die 5 ooo. Künstler-Bild-nisse *), hatte nach seinem Tode die PascalischeKönigl. Preuß, Hofoffizin an sich gebracht. Men-sel Mus. Xlll. 91. und

— (Paul), dessen im Lex. unter dem Art.von ssarh. Ells. Heinecke gedacht wird. Derselbewar Miniatur - und Email-Maler, und in derChymie sehr gut bewandert. Er blühete zu Lübeckum 1709. Heinecke tJachr. I. 52.

Hei nick, (Johann), ein uns sonst unbekannterKünstler dieses Namens, wird von RirrershausenS- 242. als Maler von Weidwerk, Federvieh u.dgl. angeführt.

Heinig, (St.). Ein solcher zeichnete, wiees in unsern Handschriften ohne Weiteres heißt,Bildnisse nach dem Leben.

* Heini scheck, ( ). Derselbe hieß Mat-

thias, geb. 1708. zu Hamburg, und kam 1741.von Bayreuth nach Berlin. Der König bezahlte ihmfür das Ausmalen von drey Zimmern im altenSchlosse zu Potsdam 16000. Rthlr. Er ahmte auchzuweilen Gemälde mit Seiden nach. Späterhingieng er nach Bayreuth zurück, und starb daselbst1772. (nicht 1760. wie das Lex. sagt). ALc.

Heinitz von Heinrhal, (Jgnaz). Sobeißt irgendwo, ohne Weiteres, ein Maler, derum 1780. zu Wien gearbeitet habe.

Heinius, ( ) ein Name, den man auf

einer Hamburgischen Schaumünze von 1711. findet.Sammlung berühmter Medailleurs bl». 112.

Heinrich, (Johann Georg). Nach einem sonstunbekannten Künstler dieses Namens hat I. deGross den Ursprung des Cistenzienser - Ordensgeatzt.

Heinsch, (Johann Georg). So heißt in

n) Diejenige meines sel. Vaters, die ich wohl schon

und täglich von mir vermehrt wird, dürfte noch leicht

He in ecke's Nachr. I. 104. ein uns sonst un-bekannter deutscher Künstler, nach dessen Zeichnun-gen Jerem. Kilian mehrere Blätter zu den Lebens-beschreibungen der Märtyrer und der GesellschaftJesu gestochen habe.

» Heinsius, (Joh. Ernst), den auch Men-sel I.) freylich lediglich nach dem Lex. anführt.Nachgelassene Handschriften meines sel. Vatershielten zwar dafür, daß unter diesem NameneinI. E- Hainze gemeint sey, nach welche I. M.Bernigeroth ein Bildniß des Arztes C. I.,Schiergestochen hat. Allein ein Aufsatz in Meus. L!.Miscell. IX. 99—101. belehrt uns wieder einesganz andern. Nach demselben ward er zu Hild-burghausen geboren, und übte seine Kunst vor-nehmlich zu Weimar und Rudolstadt aus, wo ereine Menge Personen in Brustbild und Lebens-größe, mit einem leichten, frischen und fließenden !Pinsel malte. In dem fürstlichen Schlosse zu Rn- !

dolstadt sieht man auch einige historische Gesell- !

schaflsstücke von ihm, welche die fftyen Künste in !modernem Kostüme (?) darstellen. Seine Bildnissewaren äusserst kenntlich, doch, besonders was dieHinterköpfe betraf, nicht immer richtig gezeichnet.Dann aber hatte er dafür ein lebhaftes, schmel-zendes Colorit, nur bisweilen in den Schatten et-was dunkel; in den Mitteltinten desto angenehmer. !Die Gewänder behandelte er sehr gut. (Der ganzeAufsatz wäre lesenswerth —^ wenn er nur einenmerkwürdigern Künstler betraft).

* Heinz, (Joseph). Einige behaupten, ersey von Basel gebürtig. Nach Vermander lernteer auch zu Prag bey Johann van Aachen. Er warBürger zu Augsburg, wo er 1604. das dortigeSiegelhaus baute, und bald nachher iM 44 . Jahreseines Alters zu Prag, (nicht zu Wien wie das Lex.jagt) verstorben war, und in der kleinen Et.Mathias-Kapelle mit einem Monumente begraben !liegt. Von ihm sah man ein Bildniß, welches ihnselber, einen Bruder (?) von ihm, und seine Frauoder Schwester (letztre als Gemäld auf der Stafeley) ,vorstellt, auf der Kunstausstellung zu Bern von1804. und ein kleines, allerliebstes Gesellschaft-stück: Heinz, seine Frau, zwey junge Söhne, undein Töchtergen, bey dem H. Canonicus Nuscheletin Zürich. Anziehenderes als das Köpfgen derFrau kann man sich nichts denken. Das soll selbstKais. Rudolph II. Majestät gefunden haben. EineZeitlang arbeitete er auch zu München. Ein Ver-zeichniß meines sel. Vaters führt 22. Blatter, meisthistorischen Inhalts an, welche D. Custos, W. 'Hollar, I. Major, hauptsächlich aber L. Kilianund E. Sadeler nach ihm gestochen haben. Diemehren, derselben beschreibt der Winklersche Ka-talog sehr genau, und legt einen mehr als gemeinenWerth auf sie; solche sind theils geistlichen,theils mythologischen und allegorischen Inhalts.Neben ändern wird dort eine Grablegung von Sa-deler (große Composition) ein schönes Nachtstück—eine Allegorie, wo die Gerechtigkeit auf einemDenkmal, Wahrheit und Liebe zur Seite, denBetrug unter ihr gefesselt halt, von L. Kilian, einseltenes Blatt genannt — hauptsächlich aber, vonEbendemselben gestochen, der Raub der Proftrpinaangeführt; ein berühmtes Gemälde, welches Heinzzu Prag für den Kaiser Rudolf ausgefertigt hatte,und das späterhin nach Dresden kam, wo es, wieschon das Lex. bemerkt, so lange für einen JuliusRomanus gehalten wurde, bis eben der Stich vonRilian (nicht Sadeler wie es dort heißt) denIrrthum entdeckt hatte. Noch rühmt der Katalogvon Brandes eine Diana und Aktaon nach ihm,von einem Ungenannten (doch glaublich von Th-de Bry) als schön und selten, und dann das (wirk-lich vortrefliche) Bildniß des Malers M. de Vos,von E- Sadeler.

— der jüngere, lernte zuerstbey seinem Vater, dann bey seinem Stiefvater,

mannigfaltig gereichet habe, aber niemals zahlen mochte,die stärkere seyn.