Heinze.
Matthäus Gondelach, der - wie es scheint, ddsVaters schöne Wittwe — vielleicht dem Kaiser zuEhren, geheyrathet hatten IlLc.
Heinze, (F. B.) So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, der um 1760. inSchlesien gearbeitet hatte.
' — — (I. E.) S. oben Heinstus.
Heisl'g, (Andreas). So hieß um 1706. einConducteur in Knrbrandenburgischen Diensten,beym Charlottenburgischen Schloßbau. Lsticolai.
— (Franz Carl). Derselbe war vonWien gebürtig, und that sich in punktirter Arbeithervor.
Heiß, (Elias Christoph). Derselbe kam 1704.mit I- G. Wolfgang nach Berlin und ward füreinige Zeit Hofkupferstecher. Mrc. Er war einerder ersten, welcher in Deutschland mit einigemErfolg in Schwarzkunst arbeitete. Ein Verzeichnißmeines sel Vaters führt von ihm an die 80. Bild-nisse, theils mit, theils ohne Namen des Malersan, von welchen er einige gemeinschaftlich mitB- Vogel geliefert hatte. Eines derselben desBischofs Joh. Ph. Schoenborn von Würzburg istwenigstens — in Lebensgröße. Ferner kennt manvon ihm l ebenfalls zugleich mit Vogel ausgefer-tigt) eine Mutter Gottes auf der Weltkugel undeine Anbetung der Hirten, weiters: Die Zusammen-kunft der ersten Eremiten (alle ohne Namen desMalers); dann eine Verkündigung, nach I. H.Bergmüller, (These) und einen Christus am Oelbergnach C. Maratti. Rost II. 49 -
----- (Gottlieb), dessen das Lex. unter demNamen seines obigen Oheims Erwähnung thut.Basan (L6. seo.) laßt ihn, vielleicht richtig, zuHamburg, aber um 33 . Jahr zu spat (1719 ) ge-boren werden. Von ihm kennt man, neben An-dern!, einen St. Sebastian nach Amiconi, füreine Thesis, und eine Abnehmung vom Kreuze,nach Balestra; dann die Bildnisse des BischofAlex Sigmund von Augsburg , nach Bergmüller;und Joh. Weidncrs, nach Eichlcr.
? — — (Johann), lernte (nicht, wie daskex. sagt, bey I. H. Schönfeld, sondern) beyJohann Sichelbein. B. Kilian hat nach ihm dieBildnisse des Römischen Consuls und MärtyrersBoetius und — Abt Ulrichs II. von Zwifalt ge-stochen.
Heißmann, ( ). So heißt irgendwo,
ohne Weiteres, ein englischer Maler, nach wel-chem I. Smith Bildnisse gestochen habe.
* Hejus, der antickeEdelsteinschncider. SeineDiana die Jägerin, von welcher das Lex. spricht -könnte auch ein Jphigenia seyn. Die Figur istmager und dünne, in dem ältesten griechischen,dem egyptischen ähnelnden Styl. Der Stein be-findet sich auf einem Agath X.o Zy. (nicht
06.) Mehreres darüber s. bey Murr S. 83 .
Hekep, (Samuel). So nennt Basan (L<Usee.) ohne Weiteres, einen englischen Schwarzkunst-stecher, welcher nach Reynolds gearbeitet habe.
Hekker,( ), ein Maler von Breßlau,lebte im 1 .1802. und wurde in Kunstblättern sehrberühmt. Meusel Archiv I. i 65 .
Heland, (M R.), ein schwedischer Kupfer-stecher. Von ihm sind die schönsten Blätter in der>m I. 1801. und 2. erschienenen Vo^s^s pitto-resgne su Cap Xorö p. äUe/ärürmrä, nach denZeichnungen dieses letztern in Aquatinta gestochen,welche mit ausserordentlicher Treu viele Harmonie>m Ganzen verbinden.
Helarr, (Johann), ein Maler zu Rheims umMo. I. Colin hat verschiedene Bildnisse nachwm gestochen. So z. B. diejenigen von AndreasCoquebert, des Marquis d'Olisy Michael Larchers,
Helmann. 529
des Dr. Peter Rvutiers - und des Canonicüs Jac.Thuret's.
Heide, ( ), ein Ebeniste in Dresden. Auf
der dortigen Kunstausstellung vom I. i8o5. sahman von ihm ein in Lindenholz geschnittenes Bou-quet, dessen feine Gruppirung sowohl als die sau-bere Ausarbeitung von Kennern gerühmt wurde.Oeffentl. Bl.
Helbig, (I. G.) So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein deutscher Künstler, welcher Bild-nisse- wie z. B. dasjenige des RechtsgelehrtenAlb. von KalneiN gestochen Haber
Held, (Johann Ehrenfried), geb. zu Zittau inOber-Lausitz 1762. lag erst in Leipzig ganz andernStudien ob, widmete sich alsdann später, ohnefremde Unterweisung, der Kunst, und malte theilsMiniatur-Bildnisse, theils Landschaften und Ge-schichten in Pastell. Roller S. 67. wo er unterdie (1788.) zu Dresden lebenden Künstler gezähltwird.
-- — (Johann Gottfried), Königl. Preussi-scher Medailleur zu Breßlau; lebte noch 1763.Samml. berühmter Medailleurs Ist.o Z08.
* Heldenmuth, ein Beyname von EliasBoeck.
Helfenberger, ( ). So wird im-zi-
msnsck cle8 llesux-^rts von i 8 o 3 . ein damalsin Paris lebender Bildhauer, aus der Klasse dererdie man dort pracüciens heißt, genannt.
Helfinger, (Hans), lebte um 1610. Am-brosius Blaarer, damals im Kloster zu Alpers-bach, schickte seiner Mutter zu Constanz ein vonihm gemaltes Bildniß des H. Venediktus. Mec.
* Helicon. Im Lex. l. anstatt Asceseus:Aceseus.
Helie, ( ). So wird im ^Irnanscb Zes
Lesux-Lrts von t 8 o 3 . ein damals in Paris leben-der Baumeister genannt.
Hell, (Abraham del)( vermuthlich ein Nieder-länder ; hielt sich um i 56 Z. zu Augsburg auf, woer 1298. starb. Er malte 1676. zu Regensburg dieBildnisse der sich daselbst aufhaltenden Kaiser!.Familie. Sein Sohn Hieronymus lebte i 6 c» 3 . zuWien. von Sterren S. 277.
Helle, (Jsaak). So nennt Fiorillo IV. 94,einen spanischen Maler, der sich durch einige um1662. in der Kathedrale zu Toledo ausgeführteWerke einen Namen gemacht, aus welchen manersehe, daß er in Italien studirt, und den kühnenStyl des Michael Angelo, dessen Unterricht ervielleicht genossen, nachgeahmt habe.
* Hellen. Bracci (Nsb. 77.) behauptet, daßder Carniol mit dem Harpocrakes dieses altenSteinschneiders, dessen das Lexikon gedenkt, einÄntinous sey.
Heller- (Stephan), ein uns sonst ganz unbe-kannter Kupferstecher- dessen Zeichen Christ S-362.anzeigt.
Hell 0 t, ( ), ein französischer Porcellan-
maler gegen End des XVIII. Jahrhunderts, demes vorzüglich gelang, seine Farben, besonders dasDunkelblau, mit größter Kraft und Glanz aufzu»tragen. Fiorillo III. 585 .
Helmatin, (H. M.) S. Heilmann.
— -- (Jsidor Stanislaus), geb. zu Lille inFlandern 1743. ein Schüler von I. Ph. le Bas,der seinem Meister Ehre machte, und nach ver-schiedenen Malern mit vielem Geschmack gestochenhat Rost VIII. 292—95. führt von ihm eineziemliche Anzahl Blätter an, die zwischen 1779.und 86. datirt sind. So z. B- Joseph und Potiphar,Susanns und die Alten, und die sterbende Cleo-patra, alle nach Lagrenee; dann allerley, meist
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