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das Bildniß von I. F. Osterwald, V. O. III.gestochen haben.
Henck, ( ), ein Bildschnitzler, von wel-
chem r^othnagel ^092. ein sehr schönes vonElfenbein verfertigtes Crucifix von 10. Zollenanführt.
— — ( ), ein Frauenzimmer dieses Na-
mens, von welchem ebenfalls rJochnagel d!°. i34-ein Bildniß in van Dycks Manier anführt.
Hendrrcp, (Gillis). So heißt ein nieder-ländischer Kunstverleger, unterdessen Namen manverschiedene Blatter nach Rubens und Van Dyck,nach ersterm z. B. den guten Hirt, und eine Ma-donna, (beyde ohne Namen des Stechers), danneine andre Madonna die das Kind umarmt, eineHimmelfahrt, und eine liegende Diana mit Sa-tyren von S- a Bolswert, nach dem letztem abereine Kreuzerhöhung und einen Salvator Mundi,(beyde ebenfalls ohne Bezeichnung des Stechers)angeführt findet.
Hendriks, (W.), ein neuerer Künstler vonHarlem, der sich durch seine mit Saftfarben.vor-trefiich gemalte und zum Sprechen ähnliche Bild-nisse einen großen Ruhm erworben. Um 1794. sahman, neben Anderm, von ihm diejenigen eines104. Jahr alten Mannes P. Vincents und seiner102. I. alten Frau, B. Jansen, aus dem DorfeSassem zwischen Haarlem und Leiden, in ihrerHütte am Tisch sitzend vorgestellt, welche damalsder geschickte I. de Wit Iansz von Amsterdam inKupfer zu bringen gedachte. Mensel V!. MusZ60.
Hendrpck, (Ambrosius). So heißt irgendwoein niederländischer Schwarzkunst-Stecher, vondem man ein mit 1700. datirtes Bildniß des Cister-zienser-Abts Claudius Petit kennt.
Hendu, ( ), ein vermuthlich englischer
Maler, nach welchem I. Wilson die Geschichte von--des alten Tobias wieder erlangtem Gesichte ge-stochen hat.
Hengenräder, ( ), ein junger deutscher
Künstler? Proben von seinen schönen Talenten gaber bereits durch mehrere Zeichnungen für die um1807. in dem Franenholzischen Verlag erschie-nene deutsche Ornithologie. Tüb. Morgenbl.1807. St. 4a.
Heningsen, ( ), ein Kupferstecher, der
um 1760. nach Bouchars Zeichnungen in Röthel-manier gestochen hat.
Henne, (Eberhard Siegfried), Kupferstecher,geb. zu Gunsleben im Fürstenthum Halberstadt 1769.hatte alles seinem eigenen Fleiße zu danken. Erarbeitete zu Berlin um 1787. u.s. f. Damals sah manvon ihm mehrere Blätter, worunter dasjenige desSängers Concialini das vorzüglichste war; dannvor der Allg. D- B-bl. B. HXV. I,XVI. I,XX.DXXII. DXXIIl. TXXIV. DXXIX. diejenigenvon Goekingk, Stoll, I. E. Wichmann, Gries-bach, K- A. Schmid, Eichhorn und Kämpf; aucheines des Hofraths Eschenburg. Dann andre fürdie Militärische Monatschrift und für das j)o»n-mersche Archiv, die sich (liest man .in den BüstenBerlinischer Gelehrter und Rünstler S. 125.)durch eine leichte, feine und richtige Behandlungauszeichneten. Dort (1787.) heißt er: Kupferstecherund Maler, und wird von ihm bemerkt: Da eraus eignem Trieb die Kunst geübt, indem er be-reits in Halle das theologische Studium gewählthabe, so sey noch Vieles von ihm zu erwarten.Seither aber haben wir nichts Weiteres von ihmvernommen. Nicht unwahrscheinlich ist dieser Künst-ler ein Nachkömmling des nachfolgenden JoachimsHenne.
— — (Joachim), ein Dildnißmaler in Minia-tur , Wachsboßirer und Elfenbeinschneidcr im Klei-nen; arbeitete 1702. in Königl. Diensten zu Berlin,jssicolai.
Hennequin.
Henneberger, (Hans), Hofmaler derHerzogen von Preussen; starb um 1600. Mitzeigt von ihm in der Wallenrodischen Bibliothek zuKönigsberg handschriftliche genealogische Tabelle»von adelichen preussischen Familien, mit sehr schöngemalten Wappen. Bernoulli II!. 3i.
Hennequin, (Philipp Augustin), ein neuererfranzösischer Maler, geb. zu Lyon. Schon bey derGemäldeausstellung zu Paris im I. VI. sah manvon ihm ein schönes Bildniß des Gen. Marnwnt,und einen Paris, der den Armen der Helena ent-flieht, um mit dem Menelaus einen Zweykampfzu wagen. Im VIII. I. erwarb er sich vollendsden Prciß durch ein großes, i5^ langes und 12^hohes Gemald, das den von den Furien verfolgtenOrest vorstellt, worin die Köpfe sehr (vielleicht nurzu sehr) ausdrucksvoll, die Falten schön geworfen,und das Costum gut befolgt, die Zeichnung vollEnergie, die Comvosition graudiös (?), aber et-was verworren und wild, und endlich das Coloritein wenig in einen falschen Ton fallend gefundenwurde. Einige Kunstrichter hingegen (L-ME-iiconp-6'oöil sur 1o sslon cls 1'an VIII. und derIVIsrcurs 6s krancs) glaubten vollends, daß sichdieses Bild dem reinen und ernsten Styl der altenitalienischen Schule nähere. Auch L.andon(Annal. I. 216—16.) der dasselbe beschreibt/giebtihm ein unbeschränktes Lob, und zugleich im Umrißeine Abbildung davon, welche aber eher den ober-zahlten Tadel zu beurkunden scheint. Zu Versaillesdann sieht man von ihm eine Allegorie auf den iv.Aug. oder den Triumph des französ. Volkes, einBild, das alle Schauer jenes fürchterlichen Tageserschöpft, die fruchtbarste Einbildungskraft ver-räth, und besonders ebenfalls viele kräftige Köpfevoll Ausdruckes hat. Von diesem Bilde bemerkteder General Desaix im Gesetzgebenden Rathe, daßsolches eben so sehr von dem Patriotism' als vonden Talenten des Künstlers zeuge. Ausser einigenPlakfonds in der Galerie der Antiken kennt mannoch von ihm drey kriegrische Auftritte: DieSchlachten bey Nazareth, bey Quiberon, und beyden Pyramiden. Unter den Scizzcn für die Schlachtbey Aazarerh, auf deren Ausführung die Regie-rung 1801. einen Preiß von 12,000. Livr. gesetzthatte, bewunderte man an der seinigen besondersdie Erfindung, die Disposition, den großen Styl,und das Feuer in der Handlung; und ungeachtetsie nicht den ersten Preiß erhielt, gewann sie dochweit die meisten Stimmen des Publikums für sich,und Hennequin entschloß sich, dieselbe auf eigeneUnkosten imGroßen anszuführen.L and 0 nAnnal.I. 196-96. In der Schlacht bey. «Buiberon,welche im XIII. I. der Republik ausgestellt wurde,fand man Enthusiast»' in der Composition, lebhafteEinbildungskraft und schöne Details; aber einkonfuses Ganzes, so daß man nicht begriff, wieeine solche Menge Menschen sich auf so engemRaum bewegen konnten. Einzelne Figuren dannwaren in einem großen Geschmacke gezeichnet undsehr ausdrucksvoll; andre hingegen schienen ver-nachläßigt zu seyn. Das Colorit endlich war nichtso kräftig, wie sonst gewöhnlich bey ihm. (blouv.cl68 Tlrts IV. 9Z.) In der Schlacht bey den Pyra-miden im Salon von 1806. endlich hieß es in denFranzös. Miscell. XVII. III. 11Z. (ob mitGrund ist uns unbekannt): „ Der Künstler scheinedie wesentlichen Schwierigkeiten, welche solcheScenen darbieten, am allerwenigsten überwundenzu haben, und es herrsche in dem Bild eine solcheVerwirrung, daß das Aug' nirgends Ruhe findeund zu haften vermöge." Ein ähnliches Urtheildarüber fallt das Tübing. Morgenblatt (1807.S- 85—86.) wo solches mit einem andern Gemäldevon Eejeune verglichen, und diesem der cntschie-Vorzug gegeben wird. „ Stunden lang " (heißt esdort) „verweilt das Auge auf Lejeune's eben soanziehendem als belehrendem Bilde, während manüber das Gewühl in Hennequin« seinem unwilligwird, wenn er gleich in Rücksicht des lebhaftenwarmen Colorits den Vorzug behaupten dürfte, undman eben so an demselben die kühn gedachtenGruppen