Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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H e m m e r i ch.

Heinmerlch, ( ), ein uns sonst ganz

unbekannter Kupferstecher, arbeitete zu London indes hsarrers Werke von geschnittenen Steinen. Mrc.

Hemon,( ). So wird im ^lmansoU lles

Uesux-^rt.-, von 1805. ein damals in Paris leben-der Künstler, unter der Rubrik der Landschafts-Marinen- und Architekturmaler genannt.

» Hempel, (Abraham ter). S. Himpel.

Hemsen, (Johann), ein sonst unbekannterniederländischer Maler, nach welchem der Katalogvon Brandes eine im KK. Cabinete zu Wien be-findliche H. Familie, von Prenner gestochen, anführt.

*Hemskerk, (Egbert van), der altere undjüngere. Theils in den Katalogen von Mmklerund Brandes, theils in einem Verzeichnis meinessei. Vaters finden sich an die 20. Blätter, welche,wahrscheinlich alle nach dem jünger,, Hemskerkvon C. Ward, I. Beckers, B. Clower, G- Dickin-son, R. Earlom, I. Goldar, I. Gole, G-John-son, Richards, I. Smith, H. Spielmann, undle Dasseur, theils gestochen, meist aber in Schwarz-kunst geschabt worden, und von welchen besonders:tlie Viliags lLiaZistrar und tüs Lonstabls at' tüs. von Dickinson; tüs Kin^srs und tüs«tor^ Vellers von Earlom, (Brandes sagt vonJohnson), und die sitzende Bäurin mit der Wein-flasche und dem Glas in der Hand, von einemMann überrascht, von I. Smith schön, undletztres besonders ein seltenes Blatt genannt wird.Bey Brandes finden wir eines nach ihm: 1 sKslrre ü'Lcols, von le Vasseur gestochen, dasaber kein anderes, als die Darstellung desselbenGegenstands von unserm Künstler ist, welche ander-werts tüs önrck 8chool heißt, und, unter diesemletztem Namen sowohl von Beckets als von Golegeliefert wurde.

* Hemskerken, irrig auch Emskerken,(Martin van). Sein wahrer Name war vanveen, nicht vandeen, wie es beywareler heißc;eines Maurers Sohn aus dem holländischen DorfeHemskerken. Basan (ssü. ssc.), der überhauptseine Leute ohne Bedenken — hundertjährig macht,setzt sein Geburtsjahr in ,^78. Derselbe mußte sich,.wie so Viele, aus seines Vaters Haus zu der Kunstwegstehlen. Nach Italien gieng er in seinem 34 .Jahr. Bey seiner Zurückkauft bedauerten Viele,daß er seine erste Manier, die seines MeistersScooreh, verlassen hätte. In seinem Testamentlegirte er eine namhafte Summe, um jährlichdaraus etliche Töchtern auszusteuern, mit demGedinge, daß sie ebenfalls an einem bestimmtenJahrstage um ein auf sein Grab gepflanztes Kreuz— tanzen sollten; was, wie de Foneenai be-hauptet, auch seit der Religiouscmderung, undnoch heutiges Tages geübt werde. Eben derselbeerwähnt: Daß ein Liebhaber unserm Hemskerkeneines Tages für eines seiner Bilder so viel Doppel-dukaten vorgezählt habe, daß letztrer endlich sagte:Es sey genug! Wahrend der Belagerung vonHanem in 1H72. erlaubte man ihm, nach Amster-dam zu gehen; dann aber wurde sein Haus ge-plündert, und die meisten seiner dort vorräthigenArbeiten zu Grund gerichtet — daher solche sehrselten seyn sollen (?). „ Seine Manier zu zeichnen "(sagtJVateler seltsam genug) „war leicht und ver-ständig, aber schwerfällig; seine Drapperie ge-wichtig, und zu sehr mit Falten überhäuft; seinNacktes trocken; die Figuren stechen zu viel vondem Hintergrund ab (tranollsnt örop snr lswnä?), und die Muskeln sind allzustark ausge-druckt. Seinen Köpfen fehlt Grazie. Aller dieserGebrechen ungeachtet verdient er den Ruhm, dener m seinem Lande genoß, weil die Kunst dort nochm ihrem Entstehen war." Wohl gründlicher heißtAwdessen von ihm bey Füßli (lV. 27.): „DieserKünstler hatte eine sehr feurige Einbildungskraft,die aber nicht immer von einer soliden Ueberlegunggeleitet ward. Er erfand daher leicht, aber oftohne Wahl; für das Angenehme, Gefällige-und

Henchoz. ZZi

historisch Schickliche hatte er wenig Sinn, desto mehraber für das Mechanische der menschlichen Form.Durch das Studium nach Michael Angelo erwarber sich eine große und bestimmte Manier in derZeichnung, nebst vielen anatomischen Kenntnissen,die er aber in fast allen seinen Werken auf eine über-triebene Art darzustellen suchte. In seinen Erfin-dungen zog er sehr oft das Sonderbare und Bizarredem Wahrscheinlichen vor. Seine Figuren sindselten in zusammenhängenden Gruppen geordnet,oft seltsam bekleidet, und haben etwas Rohes in denGesichtsbildungen. Seine Gewänder sind mcknierirt,schwer, und wie an das Nackte angeklebt. Er malteübrigens mit einem leichten Vertrag und meistensmit einem ziemlich wahren Colorik." Hei neckecLstachr. I. 5 /,/,.) bemerkt: Daß zwey Gemälde inder ehemalig Gräfl. Brühlischen Galerie zu Dres-den, worauf viele Bildnisse von einer Schützengildeerscheinen, und die mit L. bezeichnet sind, 'irrigunserm Hemskerken zugeschrieben werden, da siedoch (wie solches auch das beygesetzte Datum 1607.und 8. beweiset) einem weit ältern Künstler (wahr-scheinlich Eornel. Engekbrechr) zugebören. Daszahlreichste mir bekannte Verzeichniß der nach ihmgestochenen Blatter ( 533 .) führt mein sei. Vater an.Ueber hundert derselben, genau beschrieben, ent-hält dann der NNnklersche Katalog. Die Meister,welche nach ihm gearbeitet haben, sind: Beckets,C. Bos, H. Cock, I. Collacrt, Th. Cornhaert,C. Cork, D. Dolendo, P. Furnius, Ph. Galle,H. Golzius, W. Hollar, G. Jode, H. Lcdercr,Matham, H. Müller, M. Petti, I. Simon, I.Smith, Volkerts. Die Gegenstände sind geist- undweltlichen historischen, und häufig allegorischen,oft sehr dunkelen Inhalts, im Geschmacke desJahrhunderts. Zu den beßten nach ihm gestochenenBlattern zahlt Füßli (l V. 28—55 ) einen Christusder die Bande löst, die das menschliche Herz andie Sünde knüpft», von C. Bos; dann: EinenSündenfall; Noah berauscht; die lustige Geschichtevon Bileam; die sieben Wecke der Barmherzigkeit(7. Bl.), und die Vorstellung nackter ringenderMänner (/,. Bl.), diese alle von Th. Cornhaert.Dann von ihm selbst, in einer dem Holzschnittgleichen, rauhen aber meisterhaften Manier geatzt:Ebenfalls den ersten Stmdenfall; eine Flucht ausdem Paradiese; und Tobias, der dem Vater dieAugen salbt. (Die Beschreibung aller dieser Blätteroder vielmehr ihrer Urbilder verdient nachgelesen zuwerden). Von zwey andern, in deren einem ver-schiedene Personen mit Commerzarbeit beschäftigtsind, ohne Namen des Stechers, heißt es beyNU'nklern ebenfalls, sie dürsten von dem Künstlerselbst seyn. Viele dann enthalten ganze Folgenmerkwürdiger Personen, meist des Alten Testa-ments. Ueber Manches, das H. Cock insbesondersnach ihm gearbeitet hat, s Heinecke I. s. 545—44.GandeUini führt sein Zeichen an.

Heprsterhttis, (F), der bekannte philoso-phische und ästhetische Schriftsteller, und zugleichKunstliebhaber, in Haag. Von ihm keimt man einenBrief über die Bildhauerkunst an Theodor vanGmcrh , wovon eins sehr prächtige Ausgabe 1769.zu Amsterdam in rjto. erschienen, und mit einigenVignetten und andern Kupferstichen geziert war,die von des Verfassers eigner Erfindung und Zeich-nung sind.

Hen, (V. V.)- Wahrscheinlich Line Abbre-viatur, mit weicher das Bilbniß des Arztes Casp.Bauhin's in der Rothscholzischen Sammlung be-zeichnet ist.

HenauIt, ( I.) Unter diesem Namen kenntman das gestochene Bildniß eines Arztes, Martin.

Hencenois,( ). Nach einem sonst un-bekannten Maler dieses Namens hat I. G. Theloteine Kreuztragnng gestochen.

Henchoz, (I. P.), ein wenig bekannterMaler, der zu Welsch-Ncuenburg arbeitete, undnach welchem G. F- Schmidt (174.4-), und nach-Werts auch R. Holzhalb (wahrscheinlich als Copie)

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